Wer das Teil "frei" haben möchte, nutzt den üblichen Jailbreak. Wird auch die Tage für die Firmware 2.0 erscheinen - für diverse übliche PC-Hardware muss ebenso vorgegangen werden. Freie Entwicklung etc. ist damit natürlich ebenso möglich. Darüber hinaus interessiert sich wohl die Mehrheit der Apple-Kunden überhaupt nicht für derartige Dinge und wird somit noch nicht einmal obigen Aufruf bemerken. Die FSF hat also ihre Schuldigkeit getan, die Jünger von Opensource/Free Software werden jubelieren und Freeruner reden, tja und die anderen leben ebenso glücklich in ihrer "unfreien" Welt. Wobei sich vortrefflich drüber streiten liesse, ob die von der FSF offerierte "freie Welt" nicht ebenso massiv eingeschränkt daher kommt. Eine freiwillig geschaffenes Gefängnis ist letztendlich auch nur ein Gefängnis.
Von aptgetupdate.de am Mo, 14. Juli 2008 um 08:52 #
Hmmm, naja vielleicht sollte man sich vorher ein bisschen besser informieren bevor man was abschreibt:
>Entwickler müssten die Entwicklungsumgebung von Apple kaufen:
Falsch, die Entwicklungsumgebung ist für alle registrierten Entwickler kostenlos (nennt sich Xcode und benutzt zB. gcc). Richtig, für die Veröffentlichung im Appstore wird eine Jahresgebühr fällig, die sich aber durchaus rechnen kann, da sämtliches Hosting, Verwaltungsaufwand abgedeckt sind. Und wenn Entwickler für ihre Arbeit Geld bekommen, dann ist doch nicht schlecht.
>Durch den GPS-Empfänger ermittelt es die aktuelle Position, und diese werde ohne Wissen des Anwenders zurückgemeldet und möglicherweise aufgezeichnet.
Der Zugriff auf diese Informationen wird immer durch einen Hinweis quittiert und kann in diesen Augenblick unterbunden werden.
Ich halte auf jeden Fall freie Software für sehr wichtig und sehe nicht alles positiv was von Apple kommt, dennoch bringt mir das iPhone zur Zeit (so abstrus das auch klingen mag) mehr Freiheit als jedes andere Telefon. Wenn andere "freie" ähnlich gut funktionierende Lösungen auf den Markt kommen, kann sich das sicher ändern - noch sehe ich aber keine wirkliche Alternative in den nächsten Jahren.
Von Wolfgang Kinkeldei am Mo, 14. Juli 2008 um 08:55 #
Die Aussage des FSF ist nicht ganz korrekt.
Zwar muß man die Entwicklungsumgebung von Apple beziehen, doch der Erwerb ist für bei Apple eingetragene Entwickler IMHO kostenfrei.
Apple bestimmt lediglich, welche Software im App-Store angeboten werden darf. Jeder Entwickler darf seine Software auch in anderer Form verteilen wenn er mag. Verständlicherweise will sich Apple seine Lizensgebühren, die von den Telefonbetreibern abzuführen sind, nicht durch etwaige VoIP Applikationen kaputtmachen lassen. Hier schlägt einfach die Produktpolitik zu. Das kann man als Kunde akzeptieren oder zu einer Alternative greifen.
Es gibt seit einiger Zeit durchaus Songs, die ohne DRM zu beziehen sind. Kunde hat also die Wahl.
Daß die Funktion des iPhone für den Applikations-Entwickler eingeschränkt ist, halte ich persönlich sogar für gut, denn würden alle Applikationen als "root" laufen, hätte MalWare große Chancen, die gesamte Funktion des Gerätes stark einzuschränken.
Meines Erachtens wollte die FSF einfach mal wieder eine Pressemitteilung versenden und da kam das iPhone (übrigens das beste Handy das ich je hatte) gerade recht
Außerdem sollten sich die Leute der FSF etwas besser über Apple informieren. So proprietär manche die Systeme von Apple sehen, Apple bedient sich intensiv an open-source Technologien und gibt auch gerne wieder zurück (z.B. WebKit HTML Engine, ehemals Konqueror aus KDE).
Die von der FSF aufgezählten Punkte sind längst bekannt. Allerdings gibt es zum iPhone in Sachen Usability derzeit keine nennenswerten Alternativen. Googles Android könnte das ändern, allerdings ist dessen Bedienung, soweit das SDK Annahmen darüber zuläßt, dem iPhone OS noch unterlegen. Außerdem gibt es noch keine entsprechenden Geräte auf dem Markt.
Dem Geist von Open Source entsprechend ("nicht jammern, sondern besser machen"), sollte die FSF nicht vor dem iPhone warnen, sondern vielmehr Wege aufzeigen, wie man es besser machen kann.
... weil sie Dinge, die zum Teil durchaus wahr sind teilweise zu sehr verdreht (wie es leider passiert, wenn man komplexere Sachverhalte versucht in 5 kurzen Überschriften zusammenzufassen). Von Sullivan hätte ich mir da etwas mehr Differenzierung gewünscht.
> Entwickler müssten die Entwicklungsumgebung von Apple kaufen, und Apple bestimme, welche Software auf dem iPhone laufen darf und welche nicht.
Hier irrt Pro-Linux. Die Entwicklungsumgebung XCode ist Freeware und kostet gar nix. Kostenpflichtig ist die der AppStore; pro Jahr wird eine Gebühr von $99 für das Standard-Programm fällig. http://developer.apple.com/iphone/program/ Wer nur freie Software schreibt und daraus kein Einkommen hat wird das sicher etwas viel finden. Für jeden Entwickler, der Seine Software aber kommerziell vertreibt ist der AppStore ein echter Segen, denn für dieses Geld bekommt man viel geboten. Für den Nutzer des iPhones sowieso. Kein lästiges Zusammensuchen und herunterladen von irgendwelchen Webseiten; das System ist mindestens so komfortabel wie das Paketmanagement einer Linux-Distribution. APple setzt hier einfach andere Priorotäten.
> iPhone exposes your whereabouts and provides ways for others to track you without your knowledge.
Versteh ich nicht ganz. Es ist doch bekannt, dass das iPone GPS benutzt. Also ist es auch ganz klar, dass die Position des Benutzers irgendwo hin gefunkt wird.
> iPhone won't play patent- and DRM-free formats like Ogg Vorbis and Theora. Das mag zwar schade sein, ist aber kein Wunder, denn diese Formate weden auch kaum verwendet. Die meißten Nutzer kennen sie noch nicht mal und nehmen halt MP3. Und ist es unmöglich einen Ogg-Player für das iPhone zu schreiben?
> iPhone is not the only option. There are better alternatives on the horizon that respect your freedom, don't spy on you, play free media formats, and let you use free software -- like the FreeRunner.
Aber Hallo. Auch, wenn ich mich persönlich nicht so sehr für Telehpone interessiere hab ich immer mal zwischendurch bei OpenMoko reingeschaut in der Hoffnung, dass dabei ein echt brauchbares, linuxbasiertes System herauskommt. Leider wollte OpenMoko nicht so wirklich in die Pötte kommen; der Ansatz mit dem Neo als offenes Selbst-Zusammenbastel-System für Entwickler war zwar toll, aber dann kamen Terminverschiebungen und Lieferengpässe. Und nun, wo der Freerunner endlich mit viel Verspätung erschienen ist, ist die Ernüchterung groß: Ein System für den Enduser sollte es werden, aber über den Bastler-Status scheint man kaum hinausgekommen zu sein. Einen Eindruck kann man hier bekommen: http://tinyurl.com/5boszs Zum Booten 8 lange Sekunden den Einschalt-Knopf drücken, danach darf sich der Benutzer während des 3-minütigen (!) Bootvorgangs die üblichen GNU/Linux-Systemmeldungen in einer Schriftgröße von ungefähr 2 Pixel anschauen. Dann wird sich sicher nicht nur Herr Hilzinger fragen, warum man Anwendungen hinter einem +-Button versteckt. Wenigstens ist man konsequent: die Icons bleiben nichtssagend und die 2 Pixel findet man später in Form einer Scrollbar wieder, wenn man mehr oder weniger erfolgreich versucht durch das völlig unübersichtliche Anwendungsmenü zu scrollen, um dann im Terminal auf einer virtuellen Tastatur ohne "/" Befehle einzutippen. Hier fehlt es nicht nur an Kleinigkeiten und Feinschliff - die Tatsache, dass man bei ganz einfachen Anwendungen auch mit den Fingern auf's Display tatschen kann macht das Gerät noch lange nicht zum iPhone-Killer. Jeder, der mal ein iPhone in der Hand hatte und genutzt hat wird für den Freerunner nur ein müdes Lächeln übrig haben. Das gerät ist (nicht nur im Vergeich zum iPhone) völlig unbenutzbar für einen normalen Endnutzer. Jetzt hab ich mich doch noch an dem Freerunner-ist-Alternative-zum-iPhone-Punkt aufgahangen. Liegt wohl daran, dass ich gehofft hatte, dass damit tatsächlich Smart-Phones mit Linux zu einer interessanten Option werden. Es ist unglaublich schade, dass das bisherige Ergebnis so enttäuschend ausgefallen ist.
ich bin wirklich ein Freund von Opensource, Linux und freiheitlichen, liberalen Gedanken. Ich nutze Linux seit ca. drei Jahren sogar im Büro und auch wenn mich so einiges ärgert würden mich keine 10 Pferde mehr zu Microsoft treiben können.
Das iPhone habe ich mir trotzdem im Dezember gekauft und könnte mir im Moment nicht vorstellen jemals wieder ein "normales" Handy zu kaufen. Die Bedienung des iPhones ist derart genial gelöst und die Funktionen die es bietet sind auch zu 100% konsequent durchdacht und funktionell. Vorher hatte ich etwa drei Jahre lang einen Treo 650. Auch ein nettes Gerät aber dem iPhone um Welten unterlegen. Habe mir inzwischen auch ein Macbook gekauft und bin schlichtweg begeistert. Das Teil funktioniert einfach, und auch ohne Strom sehr lange. Deckel auf, zwei Sekunden warten -> arbeiten, Deckel zu -> fertig. WLAN konfigurieren, was ist das? Passwort eingeben und vergessen - zukünftig funktioniert es einfach.
Was mich an Linux mehr und mehr stört ist die Tatsache, dass es inzwischen geschätzte 200 Audio-CD-Ripper Programme gibt und mindestens doppelt so viele Möglichkeiten einen 3D Desktop zu konfigurieren. Bei jedem Update einer Distribution kommen neue Features dazu, aber selten werden bestehende Funktionen wirklich perfektioniert. Habe daheim seit etwa 5 Jahren einen Debian Server im Keller der nonstop läuft. Der protokolliert meine Heizungsanlage mit den Pufferkesseln (Holzvergaser Heizung), wertet die Netzwerkkamera aus und nebenher läuft noch der VDR mit drei DVB-S Karten. Geschaut wird mit MediaMVP Clients. Funktioniert einwandfrei und zuverlässig. Nur was den Desktop angeht, denke ich, könnte noch sehr viel von Apple gelernt werden.
Von Freiheitsliebender am Mo, 14. Juli 2008 um 12:23 #
"Durch den GPS-Empfänger ermittelt es die aktuelle Position, und diese werde ohne Wissen des Anwenders zurückgemeldet und möglicherweise aufgezeichnet."
Nur mal so zur Ergänzung:
Die Bestimmung der Position eines Handys ist bei ALLEN Möglich, denn es muß sich ja auf den Antennen in der Umgebung einloggen, um zu senden. Dabei werden, und nicht viele wissen das offenbar, neben den SIM-Daten auch die Seriennummer (IMEI-Nummer) des Handys übertragen. D.h. Die Person kann über die eingelegte SIM festgestellt werden. Selbst wenn jemand glaubt sich schützen zu können, indem er eine alte SIM, die nicht auf seinen Namen registriert ist, einlegt, wird durch die Übertragung der IMEI, dieser Schutz wieder zu nichte gemacht, wenn man das selbe Gerät mit einer namesregistrierten SIM ein einziges Mal eingeschaltet hat bzw. sich auf einer Antenne eingeloggt hat.
Tja, BigBrother ist ja schließlich auch nicht doof.
Schade. Nun hat sich die FSF richtig lächerlich gemacht. Wer ein lang und gut durchdachtes Industrieprodukt, das anderen Produkten dieser Kategorie um Längen überlegen ist, pauschal in die Tonne wünscht, der hat es nicht verdient, Fürsprecher einer wichtigen Bewegung in der Industriegesellschaft zu sein. Wer so argumentiert, diskreditiert die OpenSource-Bewegung. Ich nutze Mac und Linux parallel, beides ergänzt sich wunderbar. Wenn OpenSource-Lösungen nicht ausreichen, dann kommt ein "vollendetes" Produkt von Apple dazu. Wenn die FSF bitteschön darauf achten würde, dass OpenSource ernst genommen wird, reicht das aus. Aber andere schlecht zu machen, steht ihnen nicht zu! By the way: es gibt nichts vergleichbares in OpenSource! Also shut up!!!
Einfach unüberprüft/unkommentiert den FUD vom FSF zu übernehmen ist ein Sensationsjournalismus, der nicht zu einem ernsthaften Nachrichtenportal passt. Aus politischen Gründen lügt der FSF hier offensichtlich, wie ja schon oft bemerkt wurde. Ich finde das unglaublich und total arm. Ich bin schockiert.
Ich finde schon allein diesen Aufruf nach Verzicht so pharisäerhaft das ich heulen könnte. Und unglaublich viele Menschen werden von diesen wirren Ideen verführt und stellen ihre Software unter die GPL... Ich bin wirklich sprachlos, meine Ahnung, das der FSF eine Art Sekte ist mit fanatischen Gotteskriegern, scheint sich hier krass zu bewahrheiten.
Da kann ich besser mit einem ehrlich verlogenen Marketingmythos Apple und seinen Folgen leben als mit der Heuchelei und dem unreflektierten Möchtegernkommunismus der Freien Software Bewegung. Nicht das ich jetzt ein iPhone Fan bin - darum geht es gar nicht - viele Free Software Fanatiker haben noch nie im Leben einmal OSX ausgetestet und somit keinen blassen Schimmer, wie eine ziemlich perfekte skalierbare Desktopumgebung + ziemlich perfekte Entwicklungsumgebung aussieht. Der FSF feiert immer noch RMSs Emacs als Softwareinnovation und zersplittet Linux in eine babylonisches Durcheinander der Ideologien.
Obwohl ich Apple-Fan bin, kann ich diesen Aufruf nur unterstützen. Sollte sich dieses "Geschäftsmodell" durchsetzen, wäre echte freie Software, quasi sinnlos. Man hätte zwar den Sourcecode, könnte aber damit nichts mehr anfangen. Entwickler die nicht nur freie, sondern auch kostenlose Programme anbieten, würden durch die Registrierungsgebühr ebenfalls wieder gehemmt.
Ich finde das System eine Vergewaltigung für die freie Verbreitung von Software, und sollte aus prinzipiellen Gründen rigoros abgelehnt werden.
>Entwickler müssten die Entwicklungsumgebung von Apple kaufen:
Falsch, die Entwicklungsumgebung ist für alle registrierten Entwickler kostenlos (nennt sich Xcode und benutzt zB. gcc). Richtig, für die Veröffentlichung im Appstore wird eine Jahresgebühr fällig, die sich aber durchaus rechnen kann, da sämtliches Hosting, Verwaltungsaufwand abgedeckt sind. Und wenn Entwickler für ihre Arbeit Geld bekommen, dann ist doch nicht schlecht.
>Durch den GPS-Empfänger ermittelt es die aktuelle Position, und diese werde ohne Wissen des Anwenders zurückgemeldet und möglicherweise aufgezeichnet.
Der Zugriff auf diese Informationen wird immer durch einen Hinweis quittiert und kann in diesen Augenblick unterbunden werden.
Ich halte auf jeden Fall freie Software für sehr wichtig und sehe nicht alles positiv was von Apple kommt, dennoch bringt mir das iPhone zur Zeit (so abstrus das auch klingen mag) mehr Freiheit als jedes andere Telefon. Wenn andere "freie" ähnlich gut funktionierende Lösungen auf den Markt kommen, kann sich das sicher ändern - noch sehe ich aber keine wirkliche Alternative in den nächsten Jahren.
Zwar muß man die Entwicklungsumgebung von Apple beziehen, doch der Erwerb ist für bei Apple eingetragene Entwickler IMHO kostenfrei.
Apple bestimmt lediglich, welche Software im App-Store angeboten werden darf. Jeder Entwickler darf seine Software auch in anderer Form verteilen wenn er mag. Verständlicherweise will sich Apple seine Lizensgebühren, die von den Telefonbetreibern abzuführen sind, nicht durch etwaige VoIP Applikationen kaputtmachen lassen. Hier schlägt einfach die Produktpolitik zu. Das kann man als Kunde akzeptieren oder zu einer Alternative greifen.
Es gibt seit einiger Zeit durchaus Songs, die ohne DRM zu beziehen sind. Kunde hat also die Wahl.
Daß die Funktion des iPhone für den Applikations-Entwickler eingeschränkt ist, halte ich persönlich sogar für gut, denn würden alle Applikationen als "root" laufen, hätte MalWare große Chancen, die gesamte Funktion des Gerätes stark einzuschränken.
Meines Erachtens wollte die FSF einfach mal wieder eine Pressemitteilung versenden und da kam das iPhone (übrigens das beste Handy das ich je hatte) gerade recht
Außerdem sollten sich die Leute der FSF etwas besser über Apple informieren. So proprietär manche die Systeme von Apple sehen, Apple bedient sich intensiv an open-source Technologien und gibt auch gerne wieder zurück (z.B. WebKit HTML Engine, ehemals Konqueror aus KDE).
Dem Geist von Open Source entsprechend ("nicht jammern, sondern besser machen"), sollte die FSF nicht vor dem iPhone warnen, sondern vielmehr Wege aufzeigen, wie man es besser machen kann.
Gruß, LX
> Entwickler müssten die Entwicklungsumgebung von Apple kaufen, und Apple bestimme, welche Software auf dem iPhone laufen darf und welche nicht.
Hier irrt Pro-Linux. Die Entwicklungsumgebung XCode ist Freeware und kostet gar nix. Kostenpflichtig ist die der AppStore; pro Jahr wird eine Gebühr von $99 für das Standard-Programm fällig.
http://developer.apple.com/iphone/program/
Wer nur freie Software schreibt und daraus kein Einkommen hat wird das sicher etwas viel finden. Für jeden Entwickler, der Seine Software aber kommerziell vertreibt ist der AppStore ein echter Segen, denn für dieses Geld bekommt man viel geboten. Für den Nutzer des iPhones sowieso. Kein lästiges Zusammensuchen und herunterladen von irgendwelchen Webseiten; das System ist mindestens so komfortabel wie das Paketmanagement einer Linux-Distribution. APple setzt hier einfach andere Priorotäten.
> iPhone exposes your whereabouts and provides ways for others to track you without your knowledge.
Versteh ich nicht ganz. Es ist doch bekannt, dass das iPone GPS benutzt. Also ist es auch ganz klar, dass die Position des Benutzers irgendwo hin gefunkt wird.
> iPhone won't play patent- and DRM-free formats like Ogg Vorbis and Theora.
Das mag zwar schade sein, ist aber kein Wunder, denn diese Formate weden auch kaum verwendet. Die meißten Nutzer kennen sie noch nicht mal und nehmen halt MP3.
Und ist es unmöglich einen Ogg-Player für das iPhone zu schreiben?
> iPhone is not the only option. There are better alternatives on the horizon that respect your freedom, don't spy on you, play free media formats, and let you use free software -- like the FreeRunner.
Aber Hallo. Auch, wenn ich mich persönlich nicht so sehr für Telehpone interessiere hab ich immer mal zwischendurch bei OpenMoko reingeschaut in der Hoffnung, dass dabei ein echt brauchbares, linuxbasiertes System herauskommt. Leider wollte OpenMoko nicht so wirklich in die Pötte kommen; der Ansatz mit dem Neo als offenes Selbst-Zusammenbastel-System für Entwickler war zwar toll, aber dann kamen Terminverschiebungen und Lieferengpässe. Und nun, wo der Freerunner endlich mit viel Verspätung erschienen ist, ist die Ernüchterung groß: Ein System für den Enduser sollte es werden, aber über den Bastler-Status scheint man kaum hinausgekommen zu sein. Einen Eindruck kann man hier bekommen:
Liegt wohl daran, dass ich gehofft hatte, dass damit tatsächlich Smart-Phones mit Linux zu einer interessanten Option werden. Es ist unglaublich schade, dass das bisherige Ergebnis so enttäuschend ausgefallen ist.
http://tinyurl.com/5boszs
Zum Booten 8 lange Sekunden den Einschalt-Knopf drücken, danach darf sich der Benutzer während des 3-minütigen (!) Bootvorgangs die üblichen GNU/Linux-Systemmeldungen in einer Schriftgröße von ungefähr 2 Pixel anschauen. Dann wird sich sicher nicht nur Herr Hilzinger fragen, warum man Anwendungen hinter einem +-Button versteckt. Wenigstens ist man konsequent: die Icons bleiben nichtssagend und die 2 Pixel findet man später in Form einer Scrollbar wieder, wenn man mehr oder weniger erfolgreich versucht durch das völlig unübersichtliche Anwendungsmenü zu scrollen, um dann im Terminal auf einer virtuellen Tastatur ohne "/" Befehle einzutippen. Hier fehlt es nicht nur an Kleinigkeiten und Feinschliff - die Tatsache, dass man bei ganz einfachen Anwendungen auch mit den Fingern auf's Display tatschen kann macht das Gerät noch lange nicht zum iPhone-Killer. Jeder, der mal ein iPhone in der Hand hatte und genutzt hat wird für den Freerunner nur ein müdes Lächeln übrig haben. Das gerät ist (nicht nur im Vergeich zum iPhone) völlig unbenutzbar für einen normalen Endnutzer.
Jetzt hab ich mich doch noch an dem Freerunner-ist-Alternative-zum-iPhone-Punkt aufgahangen.
ich bin wirklich ein Freund von Opensource, Linux und freiheitlichen, liberalen Gedanken. Ich nutze Linux seit ca. drei Jahren sogar im Büro und auch wenn mich so einiges ärgert würden mich keine 10 Pferde mehr zu Microsoft treiben können.
Das iPhone habe ich mir trotzdem im Dezember gekauft und könnte mir im Moment nicht vorstellen jemals wieder ein "normales" Handy zu kaufen. Die Bedienung des iPhones ist derart genial gelöst und die Funktionen die es bietet sind auch zu 100% konsequent durchdacht und funktionell. Vorher hatte ich etwa drei Jahre lang einen Treo 650. Auch ein nettes Gerät aber dem iPhone um Welten unterlegen.
Habe mir inzwischen auch ein Macbook gekauft und bin schlichtweg begeistert. Das Teil funktioniert einfach, und auch ohne Strom sehr lange. Deckel auf, zwei Sekunden warten -> arbeiten, Deckel zu -> fertig. WLAN konfigurieren, was ist das? Passwort eingeben und vergessen - zukünftig funktioniert es einfach.
Was mich an Linux mehr und mehr stört ist die Tatsache, dass es inzwischen geschätzte 200 Audio-CD-Ripper Programme gibt und mindestens doppelt so viele Möglichkeiten einen 3D Desktop zu konfigurieren. Bei jedem Update einer Distribution kommen neue Features dazu, aber selten werden bestehende Funktionen wirklich perfektioniert.
Habe daheim seit etwa 5 Jahren einen Debian Server im Keller der nonstop läuft. Der protokolliert meine Heizungsanlage mit den Pufferkesseln (Holzvergaser Heizung), wertet die Netzwerkkamera aus und nebenher läuft noch der VDR mit drei DVB-S Karten. Geschaut wird mit MediaMVP Clients. Funktioniert einwandfrei und zuverlässig. Nur was den Desktop angeht, denke ich, könnte noch sehr viel von Apple gelernt werden.
Nur mal so zur Ergänzung:
Die Bestimmung der Position eines Handys ist bei ALLEN Möglich, denn es muß sich ja auf den Antennen in der Umgebung einloggen, um zu senden.
Dabei werden, und nicht viele wissen das offenbar, neben den SIM-Daten auch die Seriennummer (IMEI-Nummer) des Handys übertragen.
D.h. Die Person kann über die eingelegte SIM festgestellt werden. Selbst wenn jemand glaubt sich schützen zu können, indem er eine alte SIM, die nicht auf seinen Namen registriert ist, einlegt, wird durch die Übertragung der IMEI, dieser Schutz wieder zu nichte gemacht, wenn man das selbe Gerät mit einer namesregistrierten SIM ein einziges Mal eingeschaltet hat bzw. sich auf einer Antenne eingeloggt hat.
Tja, BigBrother ist ja schließlich auch nicht doof.
Ich finde schon allein diesen Aufruf nach Verzicht so pharisäerhaft das ich heulen könnte. Und unglaublich viele Menschen werden von diesen wirren Ideen verführt und stellen ihre Software unter die GPL... Ich bin wirklich sprachlos, meine Ahnung, das der FSF eine Art Sekte ist mit fanatischen Gotteskriegern, scheint sich hier krass zu bewahrheiten.
Da kann ich besser mit einem ehrlich verlogenen Marketingmythos Apple und seinen Folgen leben als mit der Heuchelei und dem unreflektierten Möchtegernkommunismus der Freien Software Bewegung. Nicht das ich jetzt ein iPhone Fan bin - darum geht es gar nicht - viele Free Software Fanatiker haben noch nie im Leben einmal OSX ausgetestet und somit keinen blassen Schimmer, wie eine ziemlich perfekte skalierbare Desktopumgebung + ziemlich perfekte Entwicklungsumgebung aussieht. Der FSF feiert immer noch RMSs Emacs als Softwareinnovation und zersplittet Linux in eine babylonisches Durcheinander der Ideologien.
SCHAUDER!!!!
Sollte sich dieses "Geschäftsmodell" durchsetzen, wäre echte freie Software, quasi sinnlos. Man hätte zwar den Sourcecode, könnte aber damit nichts mehr anfangen.
Entwickler die nicht nur freie, sondern auch kostenlose Programme anbieten, würden durch die Registrierungsgebühr ebenfalls wieder gehemmt.
Ich finde das System eine Vergewaltigung für die freie Verbreitung von Software, und sollte aus prinzipiellen Gründen rigoros abgelehnt werden.