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Mo, 21. Juli 2008, 21:43

Software::Distributionen::BSD::DragonFly

DragonFly BSD 2.0 erschienen

Das auf FreeBSD basierende Betriebssystem DragonFly ist jetzt in der Version 2.0 erschienen und bietet neben zahlreichen Verbesserungen erstmals auch ein unter dem Namen »Hammer« vorgestelltes Dateisystem bei der Installation zur Auswahl an.

Konfiguration des DragonFly BSD 2.0-Systems

Mirko Lindner

Konfiguration des DragonFly BSD 2.0-Systems

Mit DragonFly BSD 2.0 stellen die Entwickler um den FreeBSD-Abkömmling die mittlerweile achte Version ihrer Distribution vor. Konnten sie in die erste Generation 1.x lediglich kleinere Änderungen einbauen, so weist die aktuelle Version durchaus beachtliche Fortschritte auf. Die wohl größte Änderung erfuhr in der aktuellen Version das Dateisystem. Das vom DragonFly-Initiator Matthew Dillon unter dem Namen »Hammer« vorgestellte Dateisystem stellt ein hochverfügbares 64-Bit-Clusteringsystem dar. Zu den Stärken der auf B-Bäumen beruhenden Neuentwicklung zählen zahlreiche Snapshotmöglichkeiten, Undo und Rollback, sowie die Möglichkeit, Fehler direkt bei der Anbindung (mount) des Systems zu korrigieren. Die maximale Größe des Dateisystems liegt bei einem Exabyte.

Weitere Änderungen musste der Kernel über sich ergehen lassen. So unterstützt TCP die Möglichkeit, Verbindungen automatisch wiederherzustellen, wenn sie abgebrochen wurden. Darüber hinaus wurde die Firmware-Handhabung verbessert und der LWP (Light Weight Process) von diversen Fehlern bereinigt. Ferner beherrscht DragonFly in der aktuellen Version MPLS over Ethernet und kommt mit neuen Treibern aus dem FreeBSD-Projekt sowie einer besseren Unterstützung von USB-Geräten. Eine Liste aller Änderungen kann dem Changelog entnommen werden.

DragonFly BSD stellt einen Fork von FreeBSD-STABLE 4.8 vom 16. Juni 2003 dar. Initiiert wurde das Projekt vom ehemaligen FreeBSD-Entwickler Matt Dillon, der sowohl zu FreeBSD als auch zu Linux bedeutende Beiträge geleistet hat und sich mit den Designentscheidungen für die Architektur des FreeBSD-5.x-Kernels nicht einverstanden zeigte. Aus Frust überwarf sich der Programmierer mit anderen FreeBSD-Entwicklern und startete einen eigenen Zweig der Distribution. Mittlerweile wird das Projekt, über das das Maskottchen »Fred« wacht, von weiteren Programmierern unterstützt. Dillon selbst arbeitet Vollzeit an DragonFly BSD.

Ein Merkmal der Entwicklung von DragonFly BSD besteht hinsichtlich der Tatsache, dass neue Konzepte recht schnell Einzug in die Distribution finden. So bedienen sich die Programmierer auch diverser BSD-Varianten und implementieren auch Entwicklungen, die hinsichtlich ihrer Stabilität noch nicht ausgiebig getestet werden konnten.

DragonFly BSD 2.0 kann als ISO-Image von zahlreichen Mirror-Servern heruntergeladen werden. Das Image ist zugleich Live-Image und Installationssystem. Man kann also zunächst von der CD in ein lauffähiges System booten, mit dem man die Kompatibilität seiner Hardware mit DragonFly testen kann. Allerdings enthält die CD nur das Basissystem. Zusätzliche Applikationen können jedoch nachinstalliert werden.

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Kommentare (Insgesamt: 24 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Derivat trifft es am ehesten (gdhshsgdsg, Mi, 23. Juli 2008)
*BSD ist schon lange das große Ding. (Anna Naß, Di, 22. Juli 2008)
Re[3]: *BSD wird das nächste große Ding, (Erik, Di, 22. Juli 2008)
Re: WARNUNG (aaarrr, Di, 22. Juli 2008)
Re[2]: *BSD wird das nächste große Ding, (aaarrr, Di, 22. Juli 2008)
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