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Thema: Debian GNU/Linux 5.0 »Lenny« eingefroren

5 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
Score: 3 Von ac am Mo, 28. Juli 2008 um 17:40 #
Und genau diese (Selbst-)Verständnis in der Welt der freien Software ist es, die der breiten Verbreitung hinderlich, bzw. schlicht zum Kotzen, ist.

Ah ja, ich habe ja die Hoffnung, daß KDE 4 mit Version 4.2.x (plus einiger Grafiktreiber- und Xorg-Fixes) so weit ist, daß es als vollwertiger Ersatz für KDE 3.5 taugt. Ansonsten hätte man sich den ganzen Aufwand auch sparen und mit KDE 3 weitermachen können.

  • Score: 3 Von norbo am Di, 29. Juli 2008 um 02:01 #
    Wenn du dich fertig ausgekotzt hast, erklär mir doch mal was genau dein Problem ist, und wann deiner Meinung nach Software "fertig" ist. Ich hab lediglich geschrieben, dass KDE3.5 jetzt fertig ist, weil eben seit dem Erscheinen von KDE4 keine nennenswerten Änderungen mehr in 3.5 einfliessen. Wer nur fertige Software will, muss deshalb per Definition auf die letzte Version warten. Keine Ahnung warum man deshalb gleich Brechreiz bekommt. Dass mein Vorposter alles zwischen jetzt und KDE5 als halbgar bezeichnet, scheint deinem Magen hingegen nichts anhaben zu können.

    Ich verwende übrigens seit 4.1beta1 nur noch KDE4 und vermisse (ausser K3B) nichts.

    • Score: 3 Von ac am Di, 29. Juli 2008 um 11:38 #
      Miese Qualität erster Iterationen einer Software. Mangelnde langfristige Pflege. Zu wenig durchdachte und stabile APIs. Guck dir einfach die vielen tausend Bugs an, die in KDE 3 nie gefixt werden werden. Open Source ist manchmal wie ein zum Sportwagen umgebauter Trecker, der mit Kratzern im Lack ausgeliefert wird und nicht an einer normalen Tankstelle betankt werden kann.
      • Score: 3 Von norbo am Di, 29. Juli 2008 um 14:39 #
        Miese Qualität erster Iterationen einer Software.

        "Release often, release early" ist nun mal üblich bei OpenSource Projekten. Wenn etwas vor den Augen der Öffentlichkeit entsteht, sieht man halt auch die unbenutzbaren Anfangsstadien. Regst du dich auch auf wenn irgendwo eine Brücke oder Autobahn gebaut wird, weil sie zwar "da" ist, aber trotzdem noch völlig unbenutzbar ist?

        Mangelnde langfristige Pflege.

        Weisst du schon wie lange KDE3 unterstützt wird? Immerhin setzten viele Netbooks, Schulen und Behörden darauf. Es wird also kaum von heute auf morgen fallengelassen werden. Oder hast du daran begründete Zweifel?

        Zu wenig durchdachte und stabile APIs.

        Tja, nachher ist man immer schlauer. Oft dauert es Jahre bis man die Schwachstellen undurchdachter APIs wirklich zu spüren bekommt. Dann hat man die Wahl zwischen neu und besser machen (KDE / OS X), sich damit rumzuärgern (Gnome), oder parallel etwas besseres einzuführen (MS mit .Net). Jede Strategie hat Vor- und Nachteile. Alles neu zu machen erzwingt die Portierung vieler Programme, was wieder Kinderkrankheiten mit sich bringt. Sich mit alten sub-optimalen APIs rumzuärgern hat seine Grenzen und erfordert irgendwann doch einen radikalen Schnitt. Und einfach eine neue Technik einzuführen bedeutet, dass man die alte und die neue unterstützen muss. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass ein KDE, das über Jahre von Qt3 *und* Qt4 abhängt, besonders gut angekommen wäre.

        Und zum Thema Selbstverständnis in der OpenSource-Welt: Anscheinend haben viele Leute ein Problem damit, wenn sie nicht alles mit Geld regeln können. Wenn etwas nicht so funktioniert wie König Kunde es erwartet, ist er gewöhnt auf den Tisch zu hauen und sein Recht einzufordern. Kein Problem, er hat ja bezahlt und damit seinen Teil des Kaufvertrags erfüllt. Bei freier Software hat er aber erstmal nur genommen, und daher auch kein Recht etwas zu fordern. Man könnte jetzt sagen, die Gegenleistung, die der Benutzer zu erbringen hat, sei ein gewisses Wohlwollen gegenüber OpenSource, Toleranz falls mal etwas nicht ganz so läuft wie er es gerne hätte, und im Idealfall sogar dass er Fehler meldet, Mund-zu-Mund-Propaganda betreibt oder aktiv an einem Projekt mitarbeitet. Dies sind jedoch nur moralische Erwartungen, rechtlich gesehen muss er davon überhaupt nichts. Wenn er aber nur konsumiert und dann noch lautstark und unverschämt jeden Mangel als Frechheit und Verschwendung seiner kostbaren Zeit beschimpft, dann ist er sich seiner Position absolut nicht bewusst. Denn die einzige Forderung, die die OpenSource-Welt an ihre Kunden stellen kann, ist die Wahrung grundlegender Anstandsregeln. Wenn jemandem ein geschenktes Produkt nicht gefällt, soll er es eben liegen lassen und nicht verwenden. Aber ein Recht darauf, destruktive Kritik üben und Hetzpropaganda gegen OpenSource betreiben zu dürfen, hat er definitiv nicht. Und auch wenn dir jetzt bei diesem Selbstverständnis das Essen hoch kommt, so ist es nun mal.

        • Score: 3 Von ac am Di, 29. Juli 2008 um 18:16 #
          > Oder hast du daran begründete Zweifel?

          Teile KDE 3 wurden über Jahre überhaupt nicht gepflegt, obwohl KDE 4 noch in niemandes Mundes war. Warum sollte dies plötzlich besser werden? Es sind zum einen gar nicht die Ressourcen und zum anderen nicht das Interesse da - zumindest von der Seite derjenigen, die diese Arbeit leisten können.

          > Anscheinend haben viele Leute ein Problem damit, wenn sie nicht alles mit Geld regeln können.

          Andersrum wird ein Schuh daraus. Ich habe ein Problem damit, daß mit Open Source noch nicht genug Geld verdient wird, daß die Software mit einer mehr als hinreichenden Qualität gepflegt werden kann. Freie Software ist eine gute Sache. Befindlichkeiten von Hobbyisten sind ein Problem, ein anderes, daß die Arbeit von Hobbyisten nicht ausreichend ist, weil der Hobbyist nicht "getreten" werden kann, zum Zwecke des Broterwerbs Probleme zeitnah zu lösen.

          > Wenn etwas nicht so funktioniert wie König Kunde es erwartet, ist er gewöhnt auf den Tisch zu hauen und sein Recht einzufordern. Kein Problem, er hat ja bezahlt und damit seinen Teil des Kaufvertrags erfüllt.

          Genauso. Erstklassige, freie Software gegen Wartungsverträge. Die Subkultur a la "Community"-Kindergarten geht mir am Arsch vorbei. Das hat nicht mit Hetze zu tun, sondern ist eine trockene Betrachtung.

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