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Thema: Debian GNU/Linux 5.0 »Lenny« eingefroren

12 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
Score: 3 Von gustl am Mo, 28. Juli 2008 um 19:24 #
Schon einmal ein Debian probiert?

Es IST stabiler als Mandriva.
Zu SuSE, Fedora, Ubuntu und Konsorten kann ich nichts konkretes sagen, aber ich vermute dass die in der gleichen Liga spielen wie Mandriva.
Habe seit 4.0 erschienen ist noch keinerlei Systemkompostierung feststellen können.

Versteht mich bitte nicht falsch, im Vergleich zu Windows ist Mandriva's Stabilität granitenes Urgestein, aber Debian ist im Vergleich dazu eben der Diamant.

  • Score: 3 Von pinky am Mo, 28. Juli 2008 um 20:42 #
    >Schon einmal ein Debian probiert?

    Es IST stabiler...

    Wann wird das Märchen endlich mal aussterben?

    Stable bezieht sich bei Debian nicht auf die Software sondern auf die Softwarezusammenstellung!
    Du kannst also sicher sein, dass nach einem Update in stable weiterhin A mit B zusammen spielt und du an der Config von C nichts anpassen musst damit es wieder funktioniert.

    Die Software kann durchaus auch in Debian stable relativ "unstable" sein. Zum Beispiel wurde, ich glaube es war woody, ein Firefox0.9 mitgeliefert. Kurz danach wurde Firefox 1.0 (stable) veröffentlicht und während andere Distributionen schon 1.1, 1.2,... verwendet haben hatte der Debian "stable" user immer noch einen "unfertigen" Firefox0.9. Mir kann niemand erzählen das dieser stabiler war!
    Oder schauen wir uns das aktuelle Beispiel an: Lenny kommt mit KDE3.5.9 in ein paar Wochen wird KDE3.5.10 veröffentlicht, eine Bugfix-Release, die es nicht mehr in Lenny schaffen wird. Du kannst mir nicht ernsthaft erzählen, dass KDE3 ohne diesen Bugfixes stabiler ist als mit ihnen.
    Oder GNOME. Ich weiß nicht welche Version genau in Lenny sein wird, aber nicht selten ist es dann etwas wie 2.X.0 oder 2.X.1. Die GNOME-devs bringen aber noch Bugfixes mit 2.X.3 und 2.X.4 raus die nie in die stable Version einfließen werden (es sei denn ein paar besonders kritische fixes werden in die alten Versionen reingepatcht). Auch hier kann mir niemand erzählen das GNOME ohne den Bugfixes stabiler ist als mit.

    Debian ist genauso stabil oder instabil was die Software angeht wie jede andere Distribution! Im Desktop Bereich vielleicht sogar oft instabilier, da sich da eben noch viel tut (Ein GNOME2.22 ist z.B. einem GNOME2.14 eben schon in vielem deutlich voraus).
    Debians stärke ist die Stabilität der Softwarezusammenstellung und damit die verlässlichkeit das alles was heute funktioniert auch noch morgen funktioniert, trotz updates innerhalb einer stable Reihe.

    • Score: 3 Von riek am Di, 29. Juli 2008 um 00:10 #
      Schön auf den Punkt gebracht! Aktuelles Beispiel: licq in debian-stable ist seit zwei Wochen unbrauchbar geworden. Mirabilis unterstützt das alte Protokoll das licq nutzt nicht mehr. Patches waren nach 2 Stunden da - aber die debian-stable-Leute/Philosophie will das nicht!
      __ Klassisches Beispiel von Übertreibung... aber wers mag...
      (kommt mir bloß nicht mit jabber, fast alle meine Freunde haben ICQ und Windows und wollen von OSS nix wissen)
      • Score: 3 Von pinky am Di, 29. Juli 2008 um 01:00 #
        >kommt mir bloß nicht mit jabber, fast alle meine Freunde haben ICQ und Windows und wollen von OSS nix wissen

        Auch wenn du mich ja in meiner Aussage unterstützt hast komme ich dir hier mit Jabber... ;)

        Die Gründe:

        1. Wenn du unbedingt ICQ brauchst, dann kannst du transports verwenden.
        2. Ich finde das ganze IM Zeug ist überbewertet. Da gibt es was neues und dann muss man es haben den sonst ist man ja von der Welt "abgeschnitten". Hallo? Wir haben heute Kommunikationsmöglichkeiten wie nie zu vor: Face-to-Face, Post, Telefon, SMS, Fax, E-Mail,... Wer da wirklich glaubt, dass ich jetzt noch ein ICQ, MSN oder was weiß ich brauch damit wir uns unterhalten können zu dem sag ich: "sorry, hab ich nicht. Such dir eine der anderen vielen Kommunikationswege aus".
        3. Die meisten dieser Leute haben nach meiner Erfahrung nicht nur ICQ sondern auch MSN, Yahoo,... Verwenden also eh schon einen Multi-Protokoll Client oder mehrere Clients. Sollen sie doch also einfach auch noch Jabber verwenden. Für andere haben sie sich auch die ganzen anderen Sachen zugelegt, wieso also nicht für dich Jabber?
        4. Du musst ja nicht gleich mit der Philosophie auf die Leute einschlagen (das kann auch noch später kommen ;) ). Mein Hauptargument das wirklich super zieht: Warum brauchst du noch diese ICQ Nummer die sich niemand merken kann? Du kannst doch mit deiner ganz normalen Email Adresse Chatten (alle großen unterstützen das heute: gmx, web.de, google, 1&1), einfacher zu merken als eine riesen Nummer, jeder der deine email Adresse kennt kann mit dir mailen _und_ chatten, du hast eigentlich schon alles was du dazu brauchst... usw. Damit kann man erstaunlich viele dieser User "begeistern", zumindest soweit, dass sie es nebenher auch noch ausprobieren und das reicht für dich dann ja schon.

        Aber back to topic: Die kürzliche Protokolländerung bei ICQ ist natürlich ein weiteres Beispiel dafür, dass Debian stable nicht heißt das alles funktioniert und die Software super stabil ist, da hast du vollkommen recht.

        • Score: 3 Von fuffy am Di, 29. Juli 2008 um 07:47 #
          Bei den Transports hast du das gleiche Problem wie mit licq.
          • Score: 3 Von pinky am Di, 29. Juli 2008 um 10:10 #
            nein, denn da kommt es auf den Jabber-Server und nicht auf deinen client an.
            • Score: 3 Von fuffy am Di, 29. Juli 2008 um 10:42 #
              Ach, und der Jabber-Server aktualisiert sich von selbst? Irgendwer muss das Ding betreiben.

              Mit öffentlichen Transports habe ich sehr schlechte Erfahrungen gemacht: Tagelang nicht verfügbar, kein Zugriff aufs ICQ-Netz, plötzlich nur noch für Jabber-Accounts des gleichen Servers nutzbar, usw. Bei jedem daraus resultierenden Wechsel eines Transports werden für sämtliche Accounts neue Authorization Requests gesendet.
              Die einzige gescheite Lösung wäre der Betrieb eines eigenen Jabber-Servers und dann hast du genau das Problem, dass du nicht die Pakete von Debian stable benutzen kannst, wenn AOL mal wieder das Protokoll ändert.

              • Score: 3 Von pinky am Di, 29. Juli 2008 um 11:39 #
                >Ach, und der Jabber-Server aktualisiert sich von selbst? Irgendwer muss das Ding betreiben.

                Natürlich nicht, aber wenn du den Thread, in dem wir uns befinden, gelesen hättest, dann wüstest du, dass es hier um Anwendungen (in diesem Fall licq) aus Debian stable geht. Und da hast du eben das beschriebene Problem nicht wenn du einen gut administrierten Jabber "Provider" hast, denn der wird seine Transports sicher bei sowas schnell aktualisieren damit seine "Kunden" zufrieden sind und dann kann dir der Client auf deinem System eben egal sein.

                >Bei jedem daraus resultierenden Wechsel eines Transports werden für sämtliche Accounts neue Authorization Requests gesendet.

                das ist in der Tat ein Nachteil, dass die Transports die Kontakte nicht direkt auf dem ICQ Server verwalten so dass man nach Herzenslust den Jabber-Server/Transport wechseln kann. Aber das ist wie gesagt nicht wirklich Thema des Threads.

                • Score: 3 Von fuffy am Di, 29. Juli 2008 um 11:58 #
                  Und da hast du eben das beschriebene Problem nicht wenn du einen gut administrierten Jabber "Provider" hast, denn der wird seine Transports sicher bei sowas schnell aktualisieren damit seine "Kunden" zufrieden sind und dann kann dir der Client auf deinem System eben egal sein.
                  Ich habe das Problem sehr wohl, wenn ich dieser Administrator bin. Du verschiebst doch nur die Zuständigkeiten (und teilst Dritten deine Zugangsdaten mit).
                  Man könnte statt licq auch irgendwelche Webdienste wie Meebo (oder auch ICQ2Go) einsetzen, dann hat man das Problem als reiner Nutzer dieser Dienste ebenfalls nicht.

                  Der nächste logische Schritt wäre, dass sämtliche Software auf gewarteten Servern läuft (für die man natürlich monatliche zahlen muss) und der heimische Rechner nur noch als Thin-Client dient. Dann muss der Administrator dieser Server licq selbst kompilieren, um seine zahlende Kundschaft zufrieden zu stellen.

                  • Score: 3 Von pinky am Di, 29. Juli 2008 um 12:05 #
                    >Ich habe das Problem sehr wohl, wenn ich dieser Administrator bin.

                    Der "Durchschnittsanwender" hat sicher keinen eigenen Jabber Server sondern ist irgendwo angemeldet.

                    Sorry, ist nicht persönlich gemeint, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass du gerade zwanghaft Szenarien konstruierst nur um zu diskutieren... Fakt ist ICQ Programme wie licq sind in Debian stable wohl mittlerweile nutzlos, Debian stable bezieht sich _nicht_ auf die Software sondern auf die Softwarezusammenstellung (das ist die Kernaussage bezogen auf den gesamten Thread) und der "Zwang" ICQ haben zu müssen ist in meinen Augen total überbewertet (siehte meine Erklärungen oben).

                    So, und damit habe ich alles gesagt was ich dazu sagen wollte.

                    • Score: 3 Von fuffy am Di, 29. Juli 2008 um 13:20 #
                      Der "Durchschnittsanwender" hat sicher keinen eigenen Jabber Server sondern ist irgendwo angemeldet.
                      Der Durchschnittsanwender weiß auch nicht, welcher Anbieter einen zuverlässigen ICQ-Transport anbietet, der auch noch in vielen Monaten stabil läuft.
                      Der Durchschnittsanwender wird wohl eher Programme wie Kopete oder Webdienste wie Meebo einsetzen. Jabber-Nutzer in meinem Umfeld, die Transports für ICQ nutzen, sind fast alles Gentoo-User, also definitiv keine Durchschnittsanwender.

                      Fakt ist ICQ Programme wie licq sind in Debian stable wohl mittlerweile nutzlos
                      Das ist so verallgemeinert falsch. Kopete läuft einwandfrei, weil es die "Versionsnummer", mit der es sich gegenüber einem ICQ-Server authentifiziert, selbst aktualisieren kann.

    Score: 3 Von Der Hub am Fr, 1. August 2008 um 00:45 #
    > Versteht mich bitte nicht falsch, im Vergleich zu Windows ist Mandriva's Stabilität granitenes Urgestein, aber Debian ist im Vergleich dazu eben der Diamant.

    Das ist schlichtweg gelogen, denn die sogenannte Debian Stabilität bezieht sich so gut wie immer nur auf den Kern des Systems, sowie die Kernkomponenten.
    Aber geraden die Desktopanwendungen gehören da nicht dazu, bei denen sind die alten Versionen sogar ein dermaßen großer Nachteil, daß die unfertigen alten Versionen regelmäßig zu einem Absurz führen.
    Das war in Debian 3.1 als auch in Debian 4.0 so.

    Von daher ist das alles dummes Geschwätz mit Debian = Stabil, den in der Praxis sieht der Endanwender der das OS als Desktop OS einsetzt davon nichts.

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