Von Jochen Schmitt am Di, 5. August 2008 um 20:01 #
Wieso erinnern??
Fedora ist für RHEL dasselbe, wie OpenSUSe für SLES.
Beide sind Distributationen, die sich an SOHO-Anwender richten und einen ca. halbjährlichen Releasezyklus besitzen. Die Arbeit, die in diesen Distributationen gesteckt wird, fließt dann später in den entsprechenden Enterprise-Distributationen ein.
Ein wichtiger Vorteil solcher Enterprise-Distributationen besteht in den langen Supportzyklen im Gegensatz zu den SOHO-Distributationen. Bei Fedora ist es so, dass der Supportzyklus nach ca. 13 Monaten endet. Das heißt, wenn wirklich am 26. Oktober Fedora 10 erscheinen wird, dann läuft der Supportzyklus für Fedora 8 im November 2008 aus.
Bei RHEL hingegen betragen die Supportsyklen zwischen 5 und 7 jahren, was gerade für Firmen wichtig ist, die nicht jedes Jahr ihren ganzen Servern mit einer neuen Betriebssystemversion beglücken wollen.
Von Jochen Schmitt am Di, 5. August 2008 um 21:06 #
Dir solte klar sein, dass die CentOS-Pakete letzendlich aus den Source-RPMs von RHEL gebaut werden. Dies hat zur Folge, dass Security-Updates erst später erscheinen.
Das ist mir klar. Nur leider nimmt die Qualität immer weiter ab. Bei OpenSuSE (zumindest war es da mal so, die 11.0 hat vieles wieder zurecht gerückt) wie bei Fedora.
Von Marcus Moeller am Di, 5. August 2008 um 20:53 #
Ich denke es kommt immer etwas auf die Erwartungshaltung an. Wenn du ein langfristig supportedes, qualitätsgeprüftes Produkt suchst, solltest du wohl weder, SuSE noch Ubuntu (ausgenommen LTS) oder Fedora wählen.
Alle diese Distributionen enthalten neueste Technologien die (nicht selten) durch die Anwender erprobt werden. Zum Vergleich: RHEL5 basiert auf Fedora 6!
Ein großer Nachteil ist meiner Meinung nach der halbjährliche Updatezwang (und das Bangen ob danach alles noch funktioniert). Zwar werden diese Distributionen bis zu 2 Jahren mit Updates versorgt, ein Upgradepfad existiert aber in der Regel nur zur jeweiligen Nachfolgerversion.
Wer sich dessen bewußt ist und gerne neueste Technik einsetzt ist mit Fedora ebenso gut bedient wie mit Ubuntu, SuSE und Co.
Ja, sicherlich auch das. Aber man hatte ja jahrelang stabile und gut funktionierende Systeme, nur hat sich das zum Schlechten gewandelt wie ich finde.
Ich habe einfach das Gefühl dass die altbekannten Distros immer mehr zur experimentalen Spielwiese ihrer kommerziellen Patrone werden und der Benutzer als Betatester sein Dasein fristen darf.
Von Marcus Moeller am Mi, 6. August 2008 um 11:19 #
Auch Ubuntu hat sich in der Vergangenheit nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert was die Upgradefähigkeit und Stabilität der Komponenten betrifft. Ich erinnere da an einige Böse Bugs (z.B. USB Scanner, Audio, X.Org) die Endanwendern in der Vergangenheit einiges an Nervern gekostet haben.
Wenn du eine stabile und lange lauffähige Distribution suchst steht es dir ja frei ein (auch kostenfrei) verfügbares Enterprise Produkt zu wählen.
Die (selbst auferlegten) kurzen Releasezyklen zwingen Mainstream Distros immer mehr dazu unfertige Produkte auf den Markt zu bringen, die dann nachträglich gepatched werden müssen.
Ich sehe alle drei grossen Distros als Unstable Snapshots an (was sie ja auch realistisch betrachtet sind). Ein Debian Stable läuft in der Regel auch besser als eine unstable Installation.
Aber ich gebe dir Recht, aus dem Rohdiamant wird nur noch in den Enterprise Produkten ein wirklich nutzbares Produkt geschliffen. Das liegt halt ganze einfach daran das ein tolles, lang funktionierendes Fedora für RedHat keinerlei Gewinn einbringt. Bei oS gibt es immerhin noch den Box Verkauf. Die Interessen von Canonical sind eher unklar, dürfen aber auch kommerzorientiert sein.
Solange die großen wie RH noch auf den Desktop wollten und der Heimanwender mit Boxen versorgt wurde. So lange war dort stabilität wichtig.
Villeicht hat sich auch in den Entwicklergruppen das Ziel geändert, war es früher eher die aufgabe überhaupt eine lauffähige Distri auf die beine zu stellen. Wird jetzt offen über Enterprice nachgedacht (Exchange). Wer braucht schon Exchange in einer Communitydistro. Wer sich solche Server für viel Geld hin stellt, kann auch die paar Euro für eine Enterprice Distro ausgeben. Oder tolle Sachen um möglichst cooler als Vista und Mac zusammen zu wirken. Dann fallen einzelne Punkte hinten runter, was den Gesamteindruck bei Stammnutzern minimiert.
Bei Debian ist zwar auch nicht alles Gold was glänzt. Aber sie machen zumindest kein Glanzlack oben drauf, der bei Zeiten abbröckelt und zerkratzt sobald es rauher wird. Das merkt man auch beim sehr zurückhaltenden Umgang mit KDE 4.1 Hab früher immer gern zu Redhat später Fedora gegriffen. Aber selbst nach kurzausflügen Lande ich heute immer wieder beim Debian.
Debian ist ja auch nicht wirklich auf den Desktop konzentriert, das macht halt Ubuntu im Moment wett.
Und KDE 4.1 ... da liegen in Zeiten von Vista und OS X zuviel Erwartungen drin. Ich hab noch von keinem Entwickler gehört dass die 4.1 mehr als eine Developer Preview sein soll... nur die Distributoren wollen ihren Benutzern halt was bieten... nun ja.
>Und KDE 4.1 ... da liegen in Zeiten von Vista und OS X zuviel Erwartungen drin. Ich hab noch von keinem Entwickler gehört dass die 4.1 mehr als eine Developer Preview sein soll... nur die Distributoren wollen ihren Benutzern halt was bieten... nun ja.
Ich sehe es als ziemlich sinnvoll an, das die Distributionen jetzt auf 4.1 umsteigen. Damit kommen mehr Tester und mehr Entwickler ins KDE-Lager und KDE4 wird schneller der Überdesktop den sich alle wünschen. Produktivsysteme mit ein paar Jahren Laufzeit sollten aber noch auf KDE3 aufsetzen.
pld-linux.org ist eine rpm basierte distro, aber da ist alles aus einer Hand z.B. Multimedia und die Pakete sind für i686, amd64, athlon, i386, i586, ppc, sparc, sparc64 und alpha erhältlich.
Wer auf CentOs setzt der bekommt für CentOS Multimedia und zusätzliche Desktop Pakete von Jazz linux http://kbs.ise.polsl.pl/jazz-linux/
Von funktionieren_solls am Mi, 6. August 2008 um 17:39 #
Es hat ja auch seine guten Gründe, nach dem Upgrade-Schock von FC9 wieder FC8 zu benutzen. Wenn ich jetzt schon wieder etwas von Vorabversionen lese, wird mir schlecht (ich hoffe doch sehr, dass dies zusammen mit dem Alph-Status verschwindet!). Ich weiß nicht wie's derzeit aussieht, aber FC9 war m.E. nicht zu gebrauchen, als es als Distri das Licht der Welt zu erblicken versuchte.
Von Jochen Schmitt am Mi, 6. August 2008 um 18:27 #
Ich kann mich noch gut an das Geschrei erinnern, als Fedora 8 released wurde, und es dabei u. a. Probleme mit der JAVA-Laufzeitumgebung kam.
Was ich bemerkenwert finde, ist die Tatsache, dass nun die Benutzer von OpenSUSe 11 nun vom selben Problem betroffen sind.
Eine sinnvolle Strategie ist meines erachtens erst mal ein paar Wochen zu werten, damit zumindestens die graivierenden Fehler zumindestens bekannt, wenn nicht gar gefixt sind.
Eine weitere Verbesserung ist die native Unterstützung von Microsoft Exchange mittels OpenChange. Dank der libmapi soll es Applikationen wie Kdepim oder Evolution möglich sein, auf Exchange-Server zuzugreifen. Ob dies allerdings auch in der finalen Version enthalten sein wird, ist noch nicht klar, denn laut Angaben auf der Entwicklerseite ist sie noch in der Anfangsphase.
Exchange Zugriff geht mit Evolution schon seit langem, nur mit dem Exchange-Server 2007 gibt es bisher keine stabile, brauchbare Loesung, sodass ich gezwungen bin, weiter mit Windows zu arbeiten.
Fedora ist für RHEL dasselbe, wie OpenSUSe für SLES.
Beide sind Distributationen, die sich an SOHO-Anwender richten und einen ca. halbjährlichen
Releasezyklus besitzen. Die Arbeit, die in diesen Distributationen gesteckt wird, fließt dann
später in den entsprechenden Enterprise-Distributationen ein.
Ein wichtiger Vorteil solcher Enterprise-Distributationen besteht in den langen Supportzyklen im
Gegensatz zu den SOHO-Distributationen. Bei Fedora ist es so, dass der Supportzyklus nach ca. 13 Monaten endet. Das heißt, wenn wirklich am 26. Oktober Fedora 10 erscheinen wird, dann läuft der Supportzyklus für Fedora 8 im November 2008 aus.
Bei RHEL hingegen betragen die Supportsyklen zwischen 5 und 7 jahren, was gerade für Firmen wichtig ist, die nicht jedes Jahr ihren ganzen Servern mit einer neuen Betriebssystemversion beglücken wollen.
mfg: Jochen Schmitt
Viele Grüße
Marcus
mfg: Jochen Schmitt
Alle diese Distributionen enthalten neueste Technologien die (nicht selten) durch die Anwender erprobt werden. Zum Vergleich: RHEL5 basiert auf Fedora 6!
Ein großer Nachteil ist meiner Meinung nach der halbjährliche Updatezwang (und das Bangen ob danach alles noch funktioniert). Zwar werden diese Distributionen bis zu 2 Jahren mit Updates versorgt, ein Upgradepfad existiert aber in der Regel nur zur jeweiligen Nachfolgerversion.
Wer sich dessen bewußt ist und gerne neueste Technik einsetzt ist mit Fedora ebenso gut bedient wie mit Ubuntu, SuSE und Co.
Viele Grüße
Marcus Möller
MfG
Marcus
Ich habe einfach das Gefühl dass die altbekannten Distros immer mehr zur experimentalen Spielwiese ihrer kommerziellen Patrone werden und der Benutzer als Betatester sein Dasein fristen darf.
Wenn du eine stabile und lange lauffähige Distribution suchst steht es dir ja frei ein (auch kostenfrei) verfügbares Enterprise Produkt zu wählen.
Die (selbst auferlegten) kurzen Releasezyklen zwingen Mainstream Distros immer mehr dazu unfertige Produkte auf den Markt zu bringen, die dann nachträglich gepatched werden müssen.
Ich sehe alle drei grossen Distros als Unstable Snapshots an (was sie ja auch realistisch betrachtet sind). Ein Debian Stable läuft in der Regel auch besser als eine unstable Installation.
Aber ich gebe dir Recht, aus dem Rohdiamant wird nur noch in den Enterprise Produkten ein wirklich nutzbares Produkt geschliffen. Das liegt halt ganze einfach daran das ein tolles, lang funktionierendes Fedora für RedHat keinerlei Gewinn einbringt. Bei oS gibt es immerhin noch den Box Verkauf. Die Interessen von Canonical sind eher unklar, dürfen aber auch kommerzorientiert sein.
Viele Grüße
Marcus
Villeicht hat sich auch in den Entwicklergruppen das Ziel geändert, war es früher eher die aufgabe überhaupt eine lauffähige Distri auf die beine zu stellen. Wird jetzt offen über Enterprice nachgedacht (Exchange). Wer braucht schon Exchange in einer Communitydistro. Wer sich solche Server für viel Geld hin stellt, kann auch die paar Euro für eine Enterprice Distro ausgeben. Oder tolle Sachen um möglichst cooler als Vista und Mac zusammen zu wirken. Dann fallen einzelne Punkte hinten runter, was den Gesamteindruck bei Stammnutzern minimiert.
Bei Debian ist zwar auch nicht alles Gold was glänzt. Aber sie machen zumindest kein Glanzlack oben drauf, der bei Zeiten abbröckelt und zerkratzt sobald es rauher wird. Das merkt man auch beim sehr zurückhaltenden Umgang mit KDE 4.1 Hab früher immer gern zu Redhat später Fedora gegriffen. Aber selbst nach kurzausflügen Lande ich heute immer wieder beim Debian.
Und KDE 4.1 ... da liegen in Zeiten von Vista und OS X zuviel Erwartungen drin. Ich hab noch von keinem Entwickler gehört dass die 4.1 mehr als eine Developer Preview sein soll... nur die Distributoren wollen ihren Benutzern halt was bieten... nun ja.
Ich sehe es als ziemlich sinnvoll an, das die Distributionen jetzt auf 4.1 umsteigen. Damit kommen mehr Tester und mehr Entwickler ins KDE-Lager und KDE4 wird schneller der Überdesktop den sich alle wünschen. Produktivsysteme mit ein paar Jahren Laufzeit sollten aber noch auf KDE3 aufsetzen.
Wer auf CentOs setzt der bekommt für CentOS Multimedia und zusätzliche Desktop Pakete von Jazz linux http://kbs.ise.polsl.pl/jazz-linux/
Wenn ich jetzt schon wieder etwas von Vorabversionen lese, wird mir schlecht (ich hoffe doch sehr, dass dies zusammen mit dem Alph-Status verschwindet!).
Ich weiß nicht wie's derzeit aussieht, aber FC9 war m.E. nicht zu gebrauchen, als es als Distri das Licht der Welt zu erblicken versuchte.
Was ich bemerkenwert finde, ist die Tatsache, dass nun die Benutzer von OpenSUSe 11 nun vom selben Problem betroffen sind.
Eine sinnvolle Strategie ist meines erachtens erst mal ein paar Wochen zu werten, damit zumindestens die graivierenden Fehler zumindestens bekannt, wenn nicht gar gefixt sind.
Exchange Zugriff geht mit Evolution schon seit langem, nur mit dem Exchange-Server 2007 gibt es bisher keine stabile, brauchbare Loesung, sodass ich gezwungen bin, weiter mit Windows zu arbeiten.
http://fabrizioballiano.net/2008/08/06/9-5-things-youll-get-with-fedora-10/
Viele Grüße
Marcus