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Di, 5. August 2008, 19:14

Software::Distributionen::Fedora

Erste Testversion von Fedora 10 freigegeben

Die erste und einzige Alphaversion der Linux-Distribution Fedora 10 steht als Netzwerk- und DVD-Image zum Herunterladen bereit.

Das neue Sicherheitsaudit-Tool »sectool«

fedoraproject.org

Das neue Sicherheitsaudit-Tool »sectool«

Fast drei Monate nach der Freigabe von Fedora 9 haben die Entwickler die erste und gleichzeitig auch einzige Alphaversion von Fedora 10 herausgegeben. Viele der geplanten Funktionen der kommenden Version von Fedora sind bereits implementiert. Dementsprechend finden sich auch große Änderungen in der aktuellen Version.

Die auf den Namen Cambridge getaufte Distribution beruht auf dem Kernel 2.6.27, RPM 4.6 und beinhaltet neben einer Vorabversion von GNOME 2.24 auch eine Testversion der aktuellen Version 4.1 der KDE-Umgebung. Zu den weiteren Neuerungen gehört ein neues Sicherheitsaudit-Tool namens »sectool«. Die Anwendung ermöglicht es Administratoren, Sicherheitstests des Systems zu starten, und meldet Ungereimtheiten oder potentielle Sicherheitsprobleme. Durch eine modulare Bauweise kann »sectool« um weitere Funktionen erweitert werden, so dass auch ungewöhnliche Netzwerktopologien abgedeckt werden können.

Eine weitere Verbesserung von Fedora 10 Alpha1 stellt ein überarbeiteter Netzwerk-Manager dar, der eine bessere Konfiguration drahtloser Netze ermöglicht. Ferner wurde der Boot-Prozess einer Überarbeitung unterzogen und die Unterstützung für Webcams sowohl im Kernel als auch durch Applikationen erweitert. Das Team hat alle Pakete entfernt, die nur unter der Artistic 1.0 Lizenz verfügbar waren. Nach Angaben der Entwickler kollidiert die Lizenz mit den Bestimmungen der Fedora-Lizenz. Betroffen von der Änderung sind diverse Perl-Module sowie kleinere Applikationen.

Fedora 10 wird in der kommenden Version auch über eine verbesserte Unterstützung von Fernbedienungen verfügen und auf einen veränderten Pulse-Audio-Server setzen. Der bei Red Hat angestellte Entwickler Lennart Poettering hat den Server so umgeschrieben, dass er für Audio-Scheduling nicht mehr auf Interrupts setzt, sondern Timer-basiert arbeitet. Das soll nach Angaben des Entwicklers Aussetzer minimieren und dem Stand der Technik auch unter Mac OS X oder Windows entsprechen.

Eine weitere Verbesserung ist die native Unterstützung von Microsoft Exchange mittels OpenChange. Dank der libmapi soll es Applikationen wie Kdepim oder Evolution möglich sein, auf Exchange-Server zuzugreifen. Ob dies allerdings auch in der finalen Version enthalten sein wird, ist noch nicht klar, denn laut Angaben auf der Entwicklerseite ist sie noch in der Anfangsphase.

Eine erste und ebenfalls einzige Beta-Version von Fedora 10 soll nach Angaben der Entwickler am 2. September erscheinen. Die offizielle Version der Distribution soll nach einer weiteren Vorschauversion Ende Oktober veröffentlicht werden.

Der Download der aktuellen Version ist über BitTorrent und von zahlreichen Mirror-Servern möglich. Für Fedora 10 Alpha wurden eine DVD für eine Installation als Desktop, Entwicklungsrechner oder Server sowie eine Netzwerk-CD-ROM erstellt. Alle Medien sind für die drei Architekturen x86, x86_64 und PPC verfügbar.

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Kommentare (Insgesamt: 22 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re[2]: Langsam Fedora... langsam! (Sebastian, Mi, 6. August 2008)
Neuerungen im Überblick (MarcusMoeller, Mi, 6. August 2008)
Re[2]: Langsam Fedora... langsam! (Jochen Schmitt, Mi, 6. August 2008)
Re[2]: Langsam Fedora... langsam! (funktionieren_solls, Mi, 6. August 2008)
Re: Langsam Fedora... langsam! (funktionieren_solls, Mi, 6. August 2008)
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