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Di, 12. August 2008, 09:53

Software::Grafik

OpenGL 3.0

Die Khronos Group hat die Verfügbarkeit der OpenGL-Spezifikation in Version 3.0 mit GLSL 1.3.0 bekannt gegeben.

Schon vor einem Jahr hieß es, dass OpenGL 3.0 unmittelbar bevorstehe. Offenbar wurde die Spezifikation seither nochmals gründlich überarbeitet, um aktuellen Entwicklungen Rechnung zu tragen.

OpenGL ist eine Programmierschnittstelle für zwei- und dreidimensionale Grafik. Im Gegensatz zu Direct3D von Microsoft ist sie plattformunabhängig und ein Industriestandard. Besonders hebt das Konsortium die Beteiligung der Spielefirmen Blizzard und TransGaming hervor. Auch AMD, Intel und NVIDIA haben an der Spezifikation mitgewirkt und wollen OpenGL 3.0 in ihren Produkten vollständig implementieren.

Version 3.0 soll alle Features moderner Grafikchips nutzen können. Da diese Features auch vorausgesetzt werden, muss für OpenGL aktuelle Grafikhardware eingesetzt werden. Die meisten in den letzten beiden Jahren produzierten Grafikkarten sollten die Anforderungen erfüllen.

OpenGL 3 enthält dutzende von neuen Features. Es bringt auch die neue Version 1.3.0 der OpenGL Shading Language (GLSL) mit, einer Sprache zur Programmierung der Shader. Eine wesentliche Neuerung von OpenGL 3 ist ein erweiterbares API. Dies soll es ermöglichen, neue Features in Reaktion auf Marktentwicklungen schneller in die Spezifikation einzubringen. So liefert die Khronos Group jetzt bereits Erweiterungen mit, die noch nicht offiziell sind, aber bereits jetzt benutzt werden können und voraussichtlich in den nächsten zwölf Monaten offiziell integriert werden.

Um diese Erweiterungen im Zaum zu halten, unterstützt das API die Möglichkeit, Profile zu definieren. Profile sollen an marktspezifische Bedürfnisse angepasst sein und jeweils eine Untermenge der vollständigen Spezifikation enthalten. Damit soll eine Fragmentierung verhindert werden. Ferner gibt es einen Mechanismus, um Funktionen für veraltet zu erklären, ohne die Kompatibilität mit älteren Anwendungen aufzugeben.

Zugleich mit OpenGL 3 veröffentlichte die Khronos Group auch Erweiterungen für OpenGL 2.1, die einige der OpenGL-3-Funktionen zu OpenGL 2.1 bringen. So können auch ältere Grafikkarten von den neuen Funktionen profitieren. Daneben wurde eine neue OpenCL-Arbeitsgruppe gegründet, die sich mit der neu aufgekommenen Möglichkeit befasst, Berechnungen allgemeiner Art vom Grafikchip ausführen zu lassen. OpenCL und OpenGL sollen nach dem Willen der Gruppe interoperabel werden.

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