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Mo, 18. August 2008, 10:31

Gesellschaft::Bildung

China wird führend in Open-Source-Ausbildung

Vor drei Jahren hat die chinesische Regierung mit der »Leadership of Open Source University Promotion Alliance« (LUPA) begonnen, einheimische Open-Source-Gemeinschaften gezielt zu fördern, nun sollen hunderttausende junger Chinesen zu Mitgliedern der Open-Source-Welt werden.

Mit Hilfe der LUPA hat das Zhejiang Technology Institute of Economy (ZJTIE) vor zwei Jahren das Linux Trainings- und Prüfungszentrum gegründet. Zu Beginn bot das Zentrum nur einen einfachen 48-stündigen Kurs an. Studenten, die ihn absolviert hatten, bekamen entweder ein Linux-Anwender-Zertifikat, ein Linux-Netzwerk-Administrator-Zertifikat oder beide. Dem ZJTIE zufolge bestanden in den letzten zwei Jahren 1.500 Studenten die Prüfungen. Über die Kurse hinausgehendes Wissen mussten die Studenten selbst erwerben.

Mittlerweile bietet die LUPA neun Linux-Zertifikate an, darunter solche für Software-Entwicklung, C-Programmierung und LAMP-System-Techniker. Im Juli veröffentlichte die LUPA auf Anordnung des chinesischen Bildungsministeriums elf neue Linux-Bücher. Das Ministerium hofft, dass diese jungen Chinesen helfen, mehr über fortgeschrittene Linux-Technologien zu lernen.

Chinas Open-Source-Markt boomt. Laut der CCID Consulting stieg das Geschäft mit Open-Source-Software 2007 um 17,1%, mit Linux gar um 20,2%. Die Open-Source-Ausbildung fokussiert sich auf Linux, welches laut CCID Consulting am Open-Source-Markt Chinas einen Anteil von 66,5% ausmacht.

Durch seine Erfolge ermutigt, beschloss das ZJTIE im März, mit seinem System zu expandieren. Inzwischen sind gemäß der LUPA mehr als 300 chinesische Hochschulen dem System beigetreten. In vielen von ihnen sind Open-Source-Kurse Pflichtfächer. Wie viele Studenten letztendlich in Open Source-Technologien unterrichtet werden, steht noch nicht fest. Der LUPA-Vorsitzende Zhang Jianhua geht davon aus, dass die LUPA pro Jahr 100.000 Studenten in Linux ausbilden wird.

Neben den Kursen veranstalten die von der Regierung geförderten OS-Gemeinschaften regelmäßig Konferenzen, Wettbewerbe und Festivals, um die Studenten zu motivieren, mehr über Open-Source zu lernen.

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