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Di, 2. September 2008, 15:39

Software::Büro

Erneuter Protest gegen OOXML

Kurz nachdem die ISO/IEC die Einsprüche gegen die Standardisierung von OOXML abgelehnt hat, haben die betroffenen Länder ihren Protest verstärkt.

Südafrika, Venezuela, Brasilien und Indien hatten Einspruch gegen die Anerkennung von OOXML als ISO/IEC-Standard eingelegt. Am 16. August hatte die ISO/IEC die Einsprüche abgewiesen und den Weg zur endgültigen Publikation von OOXML in dem insgesamt fragwürdigen Verfahren geebnet.

Jomar Silva, ein Mitglied der brasilianischen Standardisierungs-Organisation, hatte sich unmittelbar danach erzürnt gezeigt und Konsequenzen angekündigt, die bis zur Gründung einer eigenen Standardisierungs-Institution reichen könnten, die die Interessen der Entwicklungsländer stärker berücksichtigt.

Die betroffenen Länder sehen mittlerweile keinen Sinn mehr darin, ihre Einsprüche weiter zu verfolgen. Nun haben sie, ohne Indien, aber verstärkt durch Kuba, Ecuador und Paraguay, in einer Deklaration bedauert, dass die ISO/IEC ihre eigenen Regeln gebeugt und einen Standard erzeugt habe, der unnötig war, weil ODF bereits standardisiert ist. Sie drohen der ISO/IEC offen damit, die Relevanz der Organisation für ihre nationalen Standards zu überdenken. Laut Andrew Updegrove gibt es bereits konkrete Anstrengungen, eine neue Standardisierungs-Organisation zu gründen.

Die Deklaration wurde am Ende der Konferenz CONSEGI 2008 unterzeichnet, einer großen lateinamerikanischen IT-Konferenz. Sie wurde deshalb als »CONSEGI 2008 Declaration« publiziert.

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