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Do, 11. September 2008, 10:33

Software::Desktop::KDE

LHC nutzt Linux und KDE

Der am 10. September erfolgreich in Betrieb genommene Large Hadron Collider (LHC) am CERN in Genf stützt sich stark auf Linux.

Das Europäische Kernforschungszentrum (CERN) in Genf hat den weltweit stärksten Teilchenbeschleuniger in Betrieb genommen. Von dem gigantischen Gerät, einem 27 Kilometer langem Röhrenring, verspricht sich die Wissenschaft Erkenntnisse über den Urknall und die Entstehung der Erde. Die Kosten für die Anlage beliefen sich auf 4 Milliarden Euro.

Der 10. September 2008 war der langerwartete Tag, an dem der Beschleuniger den Betrieb aufnahm. Alles lief unerwartet reibungslos. In den nächsten Monaten läuft das System im Testbetrieb, in dem die Energien allmählich gesteigert werden. Erst in einigen Wochen soll die erste Teilchenkollision erfolgen.

Bei der Anzeige der ermittelten Daten im Kontrollzentrum kommt neben Windows und möglicherweise anderen Systemen auch Linux mit KDE zum Einsatz. Ein von der BBC veröffentlichter Screenshot zeigt ganz offensichtlich ein KDE-Fenster. Ein Screenshot von Spiegel Online zeigt die Verwendung von KNotes. So reihte sich das KDE-Projekt in die Reihe der zahlreichen Gratulanten ein.

Auch bei der Auswertung der Daten der Kollisionen verlässt sich CERN stark auf Linux. Dabei behauptet eine Mitteilung von VMware, dass VMware Fusion die Basis der Systeme darstelle, die auf Mac- und Windows-Rechnern laufe. Auf diesen laufe dann Linux - in Form der von CERN entwickelten Distribution Scientific Linux - als virtuelle Maschine. Dies mag für einzelne Systeme zutreffen, aber der Großteil der Rechner des Grids, das die Auswertung übernimmt, läuft direkt mit Linux auf der Hardware des Systems. Dies berichtet Sean Michael Kerner unter Berufung auf CERN-Mitarbeiter.

Das Grid, das jährlich 15 Petabyte Daten verarbeiten muss, besteht aus Rechnern in mehr als 150 Computer-Zentren weltweit, die über 40.000 Prozessoren verfügen. Die Datenmenge wird bereits an den Experimenten von 30 GB pro Sekunde auf 1 GBit/s reduziert, indem unwichtige Ereignisse ausgefiltert werden. Sonst wäre die Datenflut überhaupt nicht zu handhaben. Die Grid-Rechner laufen mit dem aus den Quellen von Red Hat Enterprise Linux erstellten Scientific Linux. (Michael/hjb)

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