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Di, 16. September 2008, 19:36

Software::Kommunikation

Mozilla korrigiert EULA

In der Debatte um die Lizenzanzeige bei der Nutzung des Browsers Firefox meldete sich nun auch Mozilla-Chefin Mitchell Baker zu Wort und versprach eine Korrektur des Lizenzinhalts.

Nachdem Debian den Benutzern bereits seit drei Jahren eine Abwandlung des Browsers Firefox unter dem Namen »Iceweasel« angeboten hat, wird nun auch Ubuntu in der kommenden Version auf einen Alternativnamen zurückgreifen. Die freie Distribution wird nach Angaben von Mark Shuttleworth auf die Forderung von Mozilla reagieren und neben der offiziellen Version nun auch eine Abwandlung unter dem Namen »abrowser« anbieten.

Stein des Anstoßes ist eine Fehlermeldung eines Benutzers, der in der aktuellen Alphaversion von Ubuntu 8.10 beim ersten Programmstart von Firefox eine Endbenutzer-Lizenz zu Gesicht bekam. Solche Lizenz-Dialoge sind bei proprietären Programmen zwar durchaus üblich, stoßen aber bei freier Software vielen Anwendern sauer auf. Darüber hinaus sind sie oftmals nicht bindend, da sie nur länderspezifische Gegebenheiten behandeln und nicht auf die Rechtslage in jedem Land eingehen können. So hält der Benutzer, der den Fehler berichtete, den Lizenztext für vollständig irrelevant und »einfach dumm«.

Nun hat auch Mozilla den Ernst der Lage erkannt und kündigt Besserung an. Wie die Mozilla-Chefin Mitchell Baker in ihrem Blog schreibt, habe die hinter Firefox stehende Organisation den Missstand erkannt und wolle nun reagieren. Entgegen der ursprünglichen Fehlermeldung sei das Problem allerdings nicht die zwingend vorgeschriebene Anzeige des Lizenztextes, sondern der Text selbst.

Demnach sei in der aktuell in Ubuntu verwendeten Version nicht ersichtlich gewesen, auf welche freien Lizenzen der Browser überhaupt aufsetzt. Laut Baker haben deshalb viele Anwender angenommen, dass Firefox keine freie Software sei. Die Chefin von Mozilla sehe auch die Problematik der Anzeige, glaube aber, dass es durch eine korrigierte Variante der Lizenz von selbst erledigen sollte. Präventiv wolle die Organisation allerdings auch die Darstellung der EULA diskutieren. Eine Änderung hält Baker allerdings im Moment noch nicht für notwendig.

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