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Mo, 22. September 2008, 19:21

Belgische Justiz migriert zu Linux

Die Hälfte der Desktop-Rechner der belgischen Justiz ist mittlerweile auf Linux und OpenOffice.org umgestellt.

Das belgische Justizministerium entschied 2005, auf allen neuen PCs OpenOffice.org und Suse Linux zu installieren. Die Migration begann bei den unteren Gerichten des Landes und wird mit der Anschaffung von neuen PCs schrittweise vollzogen. Die Umstellung wird jeweils von Schulungen und Support für die Anwender begleitet.

Die Entscheidung der damaligen Ministerin Onkelinx, zu einem Desktop auf Open-Source-Basis zu migrieren, beruhte auf einer Empfehlung der Regierung, offene Standards in den Behörden einzusetzen. Die Migration betrifft nach dem derzeitigen Stand 12891 PCs, von denen die Hälfte mittlerweile umgestellt ist.

Der Fortschritt der Migration ist einem Jahresbericht »Justiz in Zahlen« (PDF) zu entnehmen, der in Niederländisch geschrieben ist. Demnach wurden 2007 fast 2500 Rechner ersetzt und mit Linux ausgestattet. Die Rechner, darunter auch Laptops, sind an sechzehn verschiedenen Gerichtshöfen im Einsatz.

Es wird noch einige Zeit dauern, bis die Umstellung vollständig ist. Es sind nach Angaben des Ministeriums einige Peripheriegeräte im Einsatz, die nicht mit Linux laufen, beispielsweise bestimmte Drucker. Ein weiteres Problem sind die bestehenden Fachanwendungen, von denen einige selbst entwickelt und einige eingekauft wurden.

Beispiele für diese Anwendungen sind Programme, die mit MS Access als Datenbank arbeiten. Daneben gibt es weitere, teilweise selbst geschriebene Programme, die mit anderen Microsoft-Programmen erstellt wurden. Diese sind, wie das Ministerium erkannt hat, schwierig zu migrieren.

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