Die neue Qt Software Homepage hat auf jeder Seite das "Patron of KDE" Logo. Ich denke, das ist ein gutes Omen. Ausserdem hat der neue Chef (Nyström?) auf der KDE Konferenz klargemacht, dass KDE für Nokia so wichtig oder sogar wichtiger ist als Trolltech. Was sich dahinter verbirgt, müssen wir wohl sehen. Warten wirs ab und freuen uns solange über das, was KDE 4.2 so bringen wird. Maemo funktioniert bei Nokia ja auch sehr gut.
Ich glaube nicht, dass man Sorge haben muss, dass Nokia QT einstampft, ganz im Gegenteil, wenn man die Geschehnisse beobachtet: Nokia finanziert einen experimentellen Port von Firefox auf QT, Nokia will Symbian als OpenSource freigeben, Nokia will Qt auf Symbian zum Laufen bringen, Nokia verschenkt sehr viele Maemos, damit KDE-Developper (umsonst, der Geraetepreis ist im Verhältnis ein Witz) KDE darauf lauffähig machen. Alles in allem tut Nokia das nicht, weil sie "die Guten" sind, sondern weil sie sich versprechen, von freier Software noch mehr zu profitieren als sie investieren. Deshalb sind sie aber jetzt nicht "in Wirklichkeit die Bösen", wie viele glauben, es ist m.E. eher eine für beide Seiten produktive Verbindung. Zudem Plötzlich kommt Qtopia aka Qt Extended auch mit Projekten wie Mozilla und OpenMoko in Verbindung, die KDE traditionell reserviert gegenüber stehen.
Von Christian Reisinger am Mi, 1. Oktober 2008 um 10:49 #
Ich glaube nicht, dass man Sorge haben muss, dass Nokia QT einstampft... Warum sollte Nokia einen Unternehmensbereich schließen, der Gewinne erwirtschaftet? Das ist komplett unlogisch, da bei Trolltech auch der Umsatz schon zwei stellig gewachsen ist.
Die Software Entwicklung auf Handys und Smart Phones wird immer ähnlicher zu der "normalen" auf PCs. Nokia muss jetzt schauen, dass sie keine Entwickler an das iPhone, Android, ... verliert, denn das Programmieren für Symbian ist im Vergleich dazu eine Katastrophe. Daher wird man Qt auf Symbian entsprechend positionieren, damit man möglichst viele Entwickler mit einem modernen Framework halten kann.
Von pimp my mobile am Mi, 1. Oktober 2008 um 11:38 #
Zudem hat man so auch direkt mit KDE einen kompleten Desktop samt Tonnen von Anwendungen auf der Mobile-Platform am laufen. Die Stärken von Qt, hoch portable und moderne Plattform, dürften für Nokia künftig eine zentrale Rolle in deren Strategie darstellen. Das umbenennen von Qtopia in Qt Extended zeigt, daß es da keinen Unterschied gibt. Beides berught auf dem modularen Qt, mit Jambi hat man auch direkt noch Java mit im Boot. Portieren von Mozilla auf Qt, Integration von Nokia's Telepathy, Touch-Screens, Symbian, usw. zeigt doch wohin die Reise geht.
Vornweg, nur mein persönliches Empfinden und ich erhebe keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit:
Richtig unangenehm an der Sache finde ich eigentlich vor allem, dass Nokia ein übler Laden ist (Lobbying in Brüssel -> Softwarepatente). Damit ist die Benutzung von QT mit einem gewissen Beigeschmack behaftet, technisch ist es natürlich nach wie vor exzellent und daran wird sich wohl auch nichts ändern.
Natürlich ist QT auch als Freie Software erhältlich, aber ich bezweifle, dass die KDE-Community eine alleinige Weiterentwicklung problemlos schultern könnte (obwohl sich schon ziemliche Cracks unter den Entwicklern befinden, also vielleicht ginge es nach schweren Geburtswehen mit einem Split doch positiv voran), wenn Nokia die professionellen (lies: bezahlten) Entwickler abzöge. Rein hypothetisch wohlgemerkt, daran kann Nokia kein Interesse haben, aber eine gewisse Abhängigkeit besteht und das ist ein zweiter Beigeschmack.
Zum dritten finde ich schade, dass Trolltech nicht mehr existiert. Lange Jahre war QT in News und Diskussionen mit Trolltech verbunden, es ist als ob ein alter Freund sich verabschiedet.
Mich würde mich interessieren, wie es den KDE-Usern hier mit dem offiziellen Verschwinden des Namens Trolltech und der Übernahme von QT durch Nokia geht. Ich hoffe, das geht ohne Flamewar, einen Grund zu Lagerkämpfen gibt es ohnehin nicht, weil dies eine rein emotionale Angelegenheit fernab aller Fakten ist. Man braucht nicht einmal besondere Linux- oder Programmierkenntnisse, um seine "Beziehung" zu einem Desktop und dessen "Karma" zu beschreiben.
Auch Sun und IBM haben Patente, und das nicht zu knapp. Trotzdem wird vor allem IBM immer als großer Held gefeiert, wenn sie was für freie Software tun. Kritik: Fehlanzeige. Die Deutschen mögen wegen der Nokia-Werksschießung immernoch allergisch auf das Wort "Nokia" reagieren, aber wichtig sind doch die Signale, und die sind im Moment eher positiv.
SW-Patente sind ein langfristig zu lösendes Problem. Die kriegt man nicht von heute auf morgen aus der Welt. Man muss halt weiter Überzeugungsarbeit leisten. Ich hoffe dass da auch die Trolle ihren Teil zu beitragen. Immerhin haben die doch einige Experten in Sachen Open Source Entwicklung (Matthias Ettrich (KDE Gründer), Lars Knoll (KHTML Erfinder), etc.).
die Deutschen denken halt, wenn sie Steuersubventionen geben ist das gut, weil Deutsche arbeit haben, und dass das Gleiche für Rumänen irgendwie gleich illegal oder verwerflich ist.
Und soweit ich weiss, hat Nokia frühzeitig ein Patent-Pledge für Linux abgegeben, d.h. versprochen, gegen "Linux" (Kernel) seine Patente nicht einzusetzen. Damit scheiden sie als Gegner aus. Und als jemand, der gerade Symbian mit vielen Partner zusammen zur Freien Software geführt hat, verdienen sie viel Respekt.
Dass für sie Qt im Embedded-Bereich wichtiger ist als im Desktop mag ja stimmen. Aber im Embedded ist heute der Desktop von gestern, von daher passt das schon.
Was mich eher aufschreckt, ist die Bezeichnung "Qt Extended". Das klingt so als gäbe es eine Light-Version. So ein Weg wäre für Qt natürlich bedauerlich, aber da müsste sowas erstmal wirklich passieren. Als Hardware-Hersteller will Nokia erstmal Qt auf möglichst viel Hardware zum Standard machen. Eher würde ich Qt unter BSD erwarten als in die andere Richtung. Aber der Name...
Ich denke, dass es für KDE kein Nachteil ist, dass Qt jetzt von Nokia voran getrieben wird (Trolltech war ja auch eine gewinnorientierte Firma und nicht die Heilsarmee). Im Gegenteil: meiner Meinung nach wird die Entwicklung zeigen, wie gut OpenSource-Community und Firmen sich ergänzen können. Wenn man sieht, wie eifrig KDEler versuchen KDE oder seine Komponenten auf das N810 zu portieren, wäre Nokia schön blöd sich von diesem Input abzuschneiden. Schließlich werden in diesem Zuge auch immer wieder Schwachpunkte in Qt entdeckt (z. B. bei der Render-Geschwindigkeit bestimmter Elemente). Im Gegenzug erhält KDE ein hochprofessionelles Framework auf dem man aufbauen kann. Von der Zukunft mobiler Geräte und dem Potential das KDE hier durch die Verwendung von Qt offen steht will ich erst gar nicht anfangen zu philosophieren...
Also, ich als KDE-User freue mich darauf, dass KDE bald auch auf meinem Handy läuft. Damit ist also bald die Zeit gekommen, dass ich nach ca. 10 Jahren Sony-Ericsson auf Nokia wechsle... Außer, wenn ASUS noch einen eeePc 500 rausbringen, der in meine Hemdtasche passt und ich von daher überhaupt kein Handy mehr benötige.
Von pimp my mobile am Mi, 1. Oktober 2008 um 11:50 #
Also ich finde es gut. Dadurch das Qt nun durch ein Schwergewicht weitergeführt wird, wird die Entwicklung noch beschleunigt (Nokia heuert massig Qt-Entwickler an) und natürlich andere angezogen. Das kommt dann automatisch auch KDE zugute. KDE 4 verkörpert halt Innovation und bei einem so schnellebigen Markt ist das wichtig. CDE war ja auch Jahre lang führend und wird wohl von einigen wie HP noch immer bevorzugt gerade weil sich da so wenig tut. Aber auf lange Sicht kommt man mit Stillstand halt auch nicht weiter und da können Qt und KDE gewaltig punkten.
> Richtig unangenehm an der Sache finde ich eigentlich vor allem, dass Nokia ein übler Laden ist (Lobbying in Brüssel -> Softwarepatente).
Herzlich willkommen in der Realität. Nokia hat ebenso wenig was zu verschenken wie z.B. IBM, Intel oder AMD/ATI (die ja gerne auf ihr Engagement für Linux reduziert werden). Und weil solche Konzerne nun mal ganz andere Mittel haben als eine kleine Klitsche wie Redhat (als größter Linux-Distributor gerade mal eine halbe Milliarde USD Umsatz), nutzen sie sie auch. Google hat sein "don't be evil" auch nicht geholfen, die Wahrnehmung hat sich ja (nicht ganz zu Unrecht) auch ein wenig verschoben. Und Redhat oder Novell würde es nicht viel anders gehen. Ach so, Novell hat ja schon gesündigt, indem sie ein Abkommen mit Microsoft unterschrieben haben.
> Ich hoffe, das geht ohne Flamewar, einen Grund zu Lagerkämpfen gibt es ohnehin nicht, weil dies eine rein emotionale Angelegenheit fernab aller Fakten ist.
Ach, und weil es eine emotionale Sache ist, sollen die Leute sachlich bleiben? Das ist aber ziemlich optimistisch.
Qt4-Anwendungen fühlen sich im Moment wie Windows-Anwendungen an. Laut Bugtracker ist das springen in der Scrollleiste mit mittlerer Maustaste mittlerweile implementiert/gefixt. http://trolltech.com/developer/task-tracker/index_html?method=entry&id=83576 Schafft es der Fix noch in Qt4 bevor die Herbstversion der Distributionen erscheinen?
Und wann gibt es wieder ein kostengünstige Businesslizenz? Das jetzige ist deutlich zu teuer für kleine Firmen / Entwickler. Die Small-Business-Lizenz war genau der richtige Weg.
wenn man eine qt app schreibt und verkaufen will ohne den qeullcode mitzugeben dann muss man ja QT kaufen. wie ist das bei KDE Applikationen, angenommen ich schreib eine KDE App für die mich jemand bezahlt, brauch ich eine QT Linzen wenn ich den Quellcode nicht mitlierfer(n will)?
es ist ganz einfach: Du brauchst eine Lizenz für _allen_ Code, den Du dazulinkst. Das ist vermutlich libc, Qt, einige KDE-Dependencies und kdelibs. Die libc steht unter LGPL 2.1 (auf meinem System, wird wohl 3.0?), kdelibs auch unter LGPL 2.1, aber Qt steht für Dich unter GPL.
Da die GPL viral ist, steht damit Dein Programm mind. auch unter GPL (oder Kauflizenz) oder Du hast _keine_ Lizenz für Qt. Dass die kdelibs unter LGPL stehen hat für Dich daher genau die gleiche praktische Relevanz, wie dass libc unter LGPL steht. Keine.
Wenn Du kdelibs ohne eine Qt verwendest, kannst Du Deinen Quellcode behalten. Allerdings dürfte das schwer werden. :/
Von daher profitiert der Qt-Eigentümer historisch gesehen überproportional von KDE. Nur er kann die Lizenz für Closed-Source Programme erteilen. Dazu passt, dass KDE sonst keine GPL-Dependency duldet. Siehe Samba. Unser Schaden war es wohl nicht, da Trolltech richtig viel in KDE investiert hat.
Qt steht überhaupt nicht zum Verkauf. Du kannst eine Qt-Lizenz erwerben, wenn du ein Programm schreiben willst, dass du selbst unter eine sog. proprietäre Lizenz (heißt in der Regel, dass du Binärversionen verkaufst und die Quelldateien im Tresor lagerst) vertreiben willst. Wer wie oder wo Geld bekommt, interessiert niemanden.
> Du darfst Qt nur kostenlos nutzen, wenn du dein Programm unter die GPL (und somit > quelloffen) stellst.
Nicht zwingend GPL, alles was man gegen GPL-Libs linken darf, darf verwendet werden. KDE z.b. enthält Code unter GPL, LGPL, BSD und was weiß ich noch alles.
Nicht nur gegen GPL linken, siehe zusätzliche Ausnahmen wie MPL die von der GPL nicht erfasst werden aber von Qt. Hinter dem Hintergrund macht auch LGPL kdelibs viel Sinn.
War das nicht Siemens? Oder meinst du BenQ? Oder etwa Henkel? Aber halt, deren Produkte werden ja weiterhin fröhlich und mit bestem Gewissen gekauft...
mfg,
Kelvan
Warum sollte Nokia einen Unternehmensbereich schließen, der Gewinne erwirtschaftet? Das ist komplett unlogisch, da bei Trolltech auch der Umsatz schon zwei stellig gewachsen ist.
Die Software Entwicklung auf Handys und Smart Phones wird immer ähnlicher zu der "normalen" auf PCs. Nokia muss jetzt schauen, dass sie keine Entwickler an das iPhone, Android, ... verliert, denn das Programmieren für Symbian ist im Vergleich dazu eine Katastrophe. Daher wird man Qt auf Symbian entsprechend positionieren, damit man möglichst viele Entwickler mit einem modernen Framework halten kann.
Das umbenennen von Qtopia in Qt Extended zeigt, daß es da keinen Unterschied gibt. Beides berught auf dem modularen Qt, mit Jambi hat man auch direkt noch Java mit im Boot. Portieren von Mozilla auf Qt, Integration von Nokia's Telepathy, Touch-Screens, Symbian, usw. zeigt doch wohin die Reise geht.
* Trolltech was acquired by Nokia in June 2008 to accelerate their cross-platform strategy.
Richtig unangenehm an der Sache finde ich eigentlich vor allem, dass Nokia ein übler Laden ist (Lobbying in Brüssel -> Softwarepatente). Damit ist die Benutzung von QT mit einem gewissen Beigeschmack behaftet, technisch ist es natürlich nach wie vor exzellent und daran wird sich wohl auch nichts ändern.
Natürlich ist QT auch als Freie Software erhältlich, aber ich bezweifle, dass die KDE-Community eine alleinige Weiterentwicklung problemlos schultern könnte (obwohl sich schon ziemliche Cracks unter den Entwicklern befinden, also vielleicht ginge es nach schweren Geburtswehen mit einem Split doch positiv voran), wenn Nokia die professionellen (lies: bezahlten) Entwickler abzöge. Rein hypothetisch wohlgemerkt, daran kann Nokia kein Interesse haben, aber eine gewisse Abhängigkeit besteht und das ist ein zweiter Beigeschmack.
Zum dritten finde ich schade, dass Trolltech nicht mehr existiert. Lange Jahre war QT in News und Diskussionen mit Trolltech verbunden, es ist als ob ein alter Freund sich verabschiedet.
Mich würde mich interessieren, wie es den KDE-Usern hier mit dem offiziellen Verschwinden des Namens Trolltech und der Übernahme von QT durch Nokia geht. Ich hoffe, das geht ohne Flamewar, einen Grund zu Lagerkämpfen gibt es ohnehin nicht, weil dies eine rein emotionale Angelegenheit fernab aller Fakten ist. Man braucht nicht einmal besondere Linux- oder Programmierkenntnisse, um seine "Beziehung" zu einem Desktop und dessen "Karma" zu beschreiben.
SW-Patente sind ein langfristig zu lösendes Problem. Die kriegt man nicht von heute auf morgen aus der Welt. Man muss halt weiter Überzeugungsarbeit leisten. Ich hoffe dass da auch die Trolle ihren Teil zu beitragen. Immerhin haben die doch einige Experten in Sachen Open Source Entwicklung (Matthias Ettrich (KDE Gründer), Lars Knoll (KHTML Erfinder), etc.).
die Deutschen denken halt, wenn sie Steuersubventionen geben ist das gut, weil Deutsche arbeit haben, und dass das Gleiche für Rumänen irgendwie gleich illegal oder verwerflich ist.
Und soweit ich weiss, hat Nokia frühzeitig ein Patent-Pledge für Linux abgegeben, d.h. versprochen, gegen "Linux" (Kernel) seine Patente nicht einzusetzen. Damit scheiden sie als Gegner aus. Und als jemand, der gerade Symbian mit vielen Partner zusammen zur Freien Software geführt hat, verdienen sie viel Respekt.
Dass für sie Qt im Embedded-Bereich wichtiger ist als im Desktop mag ja stimmen. Aber im Embedded ist heute der Desktop von gestern, von daher passt das schon.
Was mich eher aufschreckt, ist die Bezeichnung "Qt Extended". Das klingt so als gäbe es eine Light-Version. So ein Weg wäre für Qt natürlich bedauerlich, aber da müsste sowas erstmal wirklich passieren. Als Hardware-Hersteller will Nokia erstmal Qt auf möglichst viel Hardware zum Standard machen. Eher würde ich Qt unter BSD erwarten als in die andere Richtung. Aber der Name...
Gruss,
Kay
Habe das jetzt 10 mal gelesen und verstehe immer noch nicht was du damit meinst.
http://dict.leo.org/?search=extended
> aber da müsste sowas erstmal wirklich passieren
Was wolltest du damit sagen?
> Eher würde ich Qt unter BSD erwarten als in die andere Richtung.
Was für eine andere Richtung?
> Aber der Name...
Beziehst du dich jetzter wieder auf die Bezeichnung Extended?
Damit ist also bald die Zeit gekommen, dass ich nach ca. 10 Jahren Sony-Ericsson auf Nokia wechsle...
Außer, wenn ASUS noch einen eeePc 500 rausbringen, der in meine Hemdtasche passt und ich von daher überhaupt kein Handy mehr benötige.
Hach, die Zukunft wird eine rosige sein!
KDE 4 verkörpert halt Innovation und bei einem so schnellebigen Markt ist das wichtig. CDE war ja auch Jahre lang führend und wird wohl von einigen wie HP noch immer bevorzugt gerade weil sich da so wenig tut. Aber auf lange Sicht kommt man mit Stillstand halt auch nicht weiter und da können Qt und KDE gewaltig punkten.
Herzlich willkommen in der Realität. Nokia hat ebenso wenig was zu verschenken wie z.B. IBM, Intel oder AMD/ATI (die ja gerne auf ihr Engagement für Linux reduziert werden). Und weil solche Konzerne nun mal ganz andere Mittel haben als eine kleine Klitsche wie Redhat (als größter Linux-Distributor gerade mal eine halbe Milliarde USD Umsatz), nutzen sie sie auch. Google hat sein "don't be evil" auch nicht geholfen, die Wahrnehmung hat sich ja (nicht ganz zu Unrecht) auch ein wenig verschoben. Und Redhat oder Novell würde es nicht viel anders gehen. Ach so, Novell hat ja schon gesündigt, indem sie ein Abkommen mit Microsoft unterschrieben haben.
> Ich hoffe, das geht ohne Flamewar, einen Grund zu Lagerkämpfen gibt es ohnehin nicht, weil dies eine rein emotionale Angelegenheit fernab aller Fakten ist.
Ach, und weil es eine emotionale Sache ist, sollen die Leute sachlich bleiben? Das ist aber ziemlich optimistisch.
Laut Bugtracker ist das springen in der Scrollleiste mit mittlerer Maustaste mittlerweile implementiert/gefixt.
http://trolltech.com/developer/task-tracker/index_html?method=entry&id=83576
Schafft es der Fix noch in Qt4 bevor die Herbstversion der Distributionen erscheinen?
Das jetzige ist deutlich zu teuer für kleine Firmen / Entwickler.
Die Small-Business-Lizenz war genau der richtige Weg.
wie ist das bei KDE Applikationen, angenommen ich schreib eine KDE App für die mich jemand bezahlt, brauch ich eine QT Linzen wenn ich den Quellcode nicht mitlierfer(n will)?
http://developer.kde.org/documentation/licensing/licensing.html
zumindest ist es sonst legal binary only software zu vertreiben wenn lgpl libs genommen werden
ich finde das etwas verwirrend
Das Gesamtwerk ist immer an die Vereinigung aller Lizenzbedingungen gebunden, bzw. müssen alle Bedingungen der jeweiligen Teile erfüllt sein.
es ist ganz einfach: Du brauchst eine Lizenz für _allen_ Code, den Du dazulinkst. Das ist vermutlich libc, Qt, einige KDE-Dependencies und kdelibs. Die libc steht unter LGPL 2.1 (auf meinem System, wird wohl 3.0?), kdelibs auch unter LGPL 2.1, aber Qt steht für Dich unter GPL.
Da die GPL viral ist, steht damit Dein Programm mind. auch unter GPL (oder Kauflizenz) oder Du hast _keine_ Lizenz für Qt. Dass die kdelibs unter LGPL stehen hat für Dich daher genau die gleiche praktische Relevanz, wie dass libc unter LGPL steht. Keine.
Wenn Du kdelibs ohne eine Qt verwendest, kannst Du Deinen Quellcode behalten. Allerdings dürfte das schwer werden. :/
Von daher profitiert der Qt-Eigentümer historisch gesehen überproportional von KDE. Nur er kann die Lizenz für Closed-Source Programme erteilen. Dazu passt, dass KDE sonst keine GPL-Dependency duldet. Siehe Samba. Unser Schaden war es wohl nicht, da Trolltech richtig viel in KDE investiert hat.
Gruss,
Kay
Du meinst hier wohl kdelibs was nur ein Bestandteil von KDE ist. Andere Teile von KDE sind GPL, BSD, ...
> Dazu passt, dass KDE sonst keine GPL-Dependency duldet.
Auch falsch selbst wenn du in deiner Aussage KDE durch kdelibs ersetzen würdest.
> Siehe Samba
Was soll ich da sehen?
> da Trolltech richtig viel in KDE investiert hat
Und Umgekehrt. Nennt sich Symbiose.
Wenn du closed Source machen willst, musst du eine Lizenz von Nokia kaufen oder ein anderes Toolkit verwenden.
> quelloffen) stellst.
Nicht zwingend GPL, alles was man gegen GPL-Libs linken darf, darf verwendet werden. KDE z.b. enthält Code unter GPL, LGPL, BSD und was weiß ich noch alles.
(Keine Ahnung, ob dem wirklich so war - vorstellbar ist es auf jeden Fall)