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Do, 2. Oktober 2008, 18:20

Erste Ergebnisse des Open Source Census

OpenLogic hat erste Ergebnisse des im April gestarteten Open Source Census veröffentlicht, mit dem der Einsatz freier Software in Unternehmen ermittelt werden soll.

In den ersten sechs Monaten wurden laut OpenLogic 300.000 Installationen von Paketen mit freier Software an das Unternehmen zurückgemeldet. Dies dürfte nur einen winzigen Bruchteil aller Installationen darstellen, da die Rückmeldung voraussetzt, dass man ein Programm zur automatischen Ermittlung der installierten Software von OpenLogic herunterlädt. Das Programm steht unter einer dualen Lizenz, der AGPLv3 und einer kommerziellen Lizenz. Somit ist es allen Interessenten möglich, den Quellcode des Programms zu untersuchen. Auch wenn OpenLogic beteuert, dass die Zählung vollständig anonym sei und die Daten auch mit den zusätzlich geforderten allgemeinen Angaben keinen Rückschluss auf den Einsender ermöglichen sollen, hat bisher offenbar nur ein kleiner Anteil der Anwender davon Gebrauch gemacht. Ob das Auftreten von Microsoft als Sponsor die Beteiligung gefördert hat, darf bezweifelt werden.

Auf der zugehörigen Webseite osscensus.org können Interessenten die bisher vorhandenden Statistiken ansehen. Die Daten stammen von 2234 Rechnern und umfassen 767 verschiedene Softwarepakete. Mit Abstand das populärste Paket ist Firefox, das auf 83% aller Rechner vorhanden ist. OpenOffice.org und Perl sind auf 45% der Rechner installiert. Lucene und Samba sind immerhin noch auf 40% der Rechner anzutreffen und gehören damit noch zu den zwanzig populärsten Programmen.

Darüber hinaus meldet OpenLogic, dass die bisherigen Daten einige interessante Trends zeigen. Rechner von Behörden und Finanzdienstleistern haben im Durchschnitt die größte Zahl an Paketen mit freier Software im Einsatz, nämlich 123 bzw. 117. In Europa wurden 68 Pakete mit freier Software pro Rechner verzeichnet, in den USA nur 51.

Ein bedeutender Anteil der freien Software läuft auf Windows-Rechnern. Diese hatten im Durchschnitt 39 freie Pakete installiert, Linux-Rechner im Schnitt 87, wobei die mit den Distributionen installierte Software mitgezählt wurde. Sieben der zehn populärsten Programme sind die gleichen für Windows und Linux. OpenOffice.org ist auf Privatrechnern beliebter als in Unternehmen. Auf 73% der ersteren ist es im Einsatz, dagegen nur auf 28 Prozent der Unternehmensrechner.

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