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Di, 21. Oktober 2008, 17:49

Unternehmen

Profitiert Open Source von der Finanzkrise?

Nach Ansicht des Red-Hat-Geschäftsführers Jim Whitehurst wird der Zwang zu Einsparungen angesichts der weltweiten Finanzkrise zu mehr Einsatz von Open Source führen.

Auf einer Reise durch Australien und den pazifischen Raum gab Whitehurst in einem Interview mit ZDNet an, dass die Krise bei vielen Firmen dazu führen würde, dass sie ihre Infrastruktur konsolidieren und ihre Ausgaben senken müssen. Dies sei an sich eine schlechte Nachricht, da damit die Investitionen in die Zukunft zwangsläufig etwas zurückstehen müssten. Doch würde es mehr Firmen dazu bringen, Open Source als Option in Betracht zu ziehen. Er sei sich sicher, dass Open Source durch die Krise weniger beeinträchtigt werde als die proprietären Mitbewerber. Denn das Geschäftsmodell zum Entwickeln von Software sei bei Open Source besser.

Diese Ansicht wird von Analysten wie beispielsweise Kevin McIsaac aus Sydney nicht geteilt. Dieser erwartet nicht, dass der Marktanteil von Red Hat zunimmt. Auch für Open Source allgemein erwartet er keine nennenswerten Auswirkungen. Denn im Unternehmensbereich sei auch Open Source mit bedeutenden Kosten verbunden. Die Kosten der Supportverträge würden von einigen seiner Kunden beklagt und billigere Angebote wie die von Oracle (das ebenfalls Support für Red Hat Enterprise Linux anbietet) von manchen bevorzugt. Die Unternehmen hätten bessere Möglichkeiten, ihre Kosten zu reduzieren, unter anderem durch Abschaffung nicht benötigter Lizenzen.

Wenn Kevin Isaac jedoch nur PC-basierte Server und das reine Betriebssystem sieht, dann könnte seine Sichtweise ein wenig zu eingeschränkt sein. Denn Whitehurst gab im Interview als Beispiele den Ersatz von Oracles WebLogic durch JBOSS und die Serverkonsolidierung durch Migration auf IBM-Mainframes der zSeries mit Red-Hat-Partitionen an. Weitere Themen des Interviews waren Cloud Computing, die Beziehung zur freien Softwaregemeinschaft, die Konkurrenz mit VMware bei der Virtualisierung und den Linux-Desktop. Im Laufe der Zeit, so Whitehurst, wird der Linux-Desktop zum Mainstream. Die Frage sei, ob es dann noch für jeden ein Geschäftsmodell gebe.

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