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Fr, 24. Oktober 2008, 13:01

Gemeinschaft

OpenStreetMap: Hamburg vollständig

Wie die Hamburger Geodaten-Projektmitglieder bekannt gaben, sind über 8.000 Straßen der Hansestadt bei OpenStreetMap erfasst.

Seit heute sind die über 8000 Straßen Hamburgs bei OpenStreetMap (OSM) erfasst. Damit ist Hamburg nach Angaben des Projektes die erste deutsche Großstadt, deren Straßennetz vollständig in der frei verfügbaren Weltkarte erfasst wurde. Zur Überprüfung der Vollständigkeit der Hamburger Straßen wurde eine Liste von OpenStreetMap mit dem Hamburger Straßen- und Gebietsverzeichnis des Statistik-Amts Nord abgeglichen. Der Abgleich ergab eine Übereinstimmung von 99,8%.

OpenStreetMap wurde im Juli 2004 in England von Steve Coast ins Leben gerufen und ist mittlerweile ein internationales Projekt zum Aufbau einer freien, offenen Datenbank mit Kartendaten der gesamten Erde. Eine weltweite Gemeinschaft von fast siebzigtausend freiwilligen Kartographen, den »Mappern«, arbeitet an der Erstellung und Verbesserung des Inhalts nach dem Prinzip der freien Enzyklopädie Wikipedia. Ähnlich der Wikipedia sind auch bei OpenStreetMap sämtliche Daten frei verwendbar und können von jedermann bearbeitet und nach eigenen Wünschen aufbereitet werden. So gibt es neben verschiedenen Varianten von Übersichtskarten z. B. auch spezielle Karten für Fahrradfahrer. Unternehmen oder Gemeinden können OpenStreetMap mit ihren Daten ergänzen und das Gesamtwerk nach ihren Bedürfnissen anpassen und nutzen. Die zugrunde liegende Lizenz verlangt bei einer Verwendung der Daten lediglich die Nennung von OpenStreetMap als Quelle und setzt voraus, dass Kopien und bearbeitete Werke ebenfalls unter einer freien Lizenz stehen.

Arbeitslos werden die Hamburger Projektmitglieder allerdings nicht. Laut Sven Anders, Pionier der Hamburger OSM-Gemeinschaft, gibt es noch viel zu tun. »Uns liegen vor allem die kleinen Fuß- und Radwege am Herzen. Auch im Umland von Hamburg gibt es noch viele weiße Flecken«.

Die Hamburger OpenStreetMapper treffen sich einmal im Monat zu einem Stammtisch. Neue Mapper und Interessierte sind jederzeit eingeladen. Technische Grundlage der Mapper sind GPS-Geräte, mit denen Orte und Wege satellitengestützt erfasst und anschließend in eine zentrale Datenbank eingegeben werden. Zusätzlich ist es möglich, auf Basis freigegebener Satellitenbilder zu kartographieren. Ergänzt werden alle diese Daten durch vor Ort gewonnene Informationen über Straßennamen und andere Eigenschaften.

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