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Di, 28. Oktober 2008, 12:31

Software::Distributionen::Canonical

Canonical: Steigende Anwenderzahlen und immer noch kein Gewinn

Das hinter Ubuntu stehende Unternehmen Canoncial kann trotz steigender Anwenderzahlen immer noch keine Gewinne erwirtschaften und zehrt von den Reserven, die der Gründer Mark Shuttleworth bereit gestellt hat.

Die Finanzierung des Ubuntu-Projektes ist für eine Linux-Distribution durchaus ungewöhnlich. Das ursprünglich von dem südafrikanischen Unternehmer Mark Shuttleworth gegründete Unternehmen Canonical trägt die Hauptlast der Entwicklung der Distribution. Die meisten der ungefähr 40 hauptberuflichen Ubuntu-Entwickler kommen zwar aus der Gemeinschaft rund um GNOME und Debian, werden allerdings direkt von Canonical Limited mit Sitz auf der Isle of Man bezahlt.

Seit der Gründung von Canonical macht das Unternehmen keinen Hehl daraus, dass es nicht profitabel arbeitet. Zwar vermeiden die offiziellen Stellen, genaue Zahlen zu nennen, doch ist es kein Geheimnis, dass Canonical mit Ubuntu immer noch kein Geld macht. Wie Chris Kenyon, Kopf der Finanzabteilung, in einem Interview mit InternetNews jüngst verriet, steigt zwar der Umsatz von Canonical sowohl von der Server- wie auch Client-Seite »extrem stark« an, genaue Zahlen wollte Kenyon allerdings nicht sagen. Das Unternehmen glaube allerdings, über eine Benutzerbasis von über 8 Millionen Anwendern zu verfügen. Der Manager gab zwar an, dass es immer schwer sei, die Zahlen zu ermitteln, doch sei sich das Unternehmen dieser Zahl ziemlich sicher.

Verglichen mit dem Branchenprimus Red Hat kann Canonical in der Tat eine beachtliche Zahl von Anwendern vorweisen. Laut Aussage von Red Hat wurde Fedora über zwei Millionen Mal heruntergeladen. Hinzu kommen noch 2,5 Millionen zahlender Kunden, die das Unternehmen nach eigenen Angaben in seinen Büchern führt.

Trotz der beachtlichen Zahl der Ubuntu-Anwender ist Canonical zunehmend in Zugzwang, schwarze Zahlen zu schreiben. Wie Shuttleworth jüngst in einem Interview sagte, müsse Canonical sich weiter auf das ursprüngliche Geschäftsmodell konzentrieren. Nach seinen Angaben könne Canonical kein Geld mit dem Desktop machen. Die ursprünglich ausgegebene Maxime des »zero licensing cost« Geschäftsmodells wird weiter Bestand haben. »Der einzige Weg, ein Geschäft mit Linux zu machen, ist die Fokussierung auf Dienstleistungen«, so Shuttleworth. Bis dahin gilt die von Shuttleworth erst jüngst verkündete Aussage: »Canonical ist nicht rentabel«.

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