Von filthgrinder am Do, 13. November 2008 um 11:59 #
Dachte ich mir auch zuerst. Lies mal weiter: "Der Debian-Installer ist der wichtigste noch fehlende Bestandteil, um Debian 5.0 freigeben zu können. Diese Version ist daher gleichbedeutend mit einem Veröffentlichungskandidaten von Debian 5.0 »Lenny«. Die Softwarepakete des Archivs für Debian 5.0 sind schon seit Monaten eingefroren und werden bis auf Korrekturen für kritische Fehler nicht mehr verändert."
Habe Lenny seit gestern laufen ... War zunächst etwas tricky, da mich die Bezeichnungen der 64Bit-Systeme etwas irritiert haben. Da ich einen neuen Laptop mit IntelCoreDuo habe hatte ich zunächst vermutet, ich müsste die IA64-Variante nehmen, richtig ist aber AMD64 Dumm nur, daß die CD nicht booten wollte, so daß ich mir einen USB-Stick entsprechend einrichten musste. Naja wie auch immer, Lenny läuft jetzt und zwar richtig gut!
Wenn ich mich nicht irre liegt das daran das Intel früher direkt von 32bit auf 64bit wollte, eben mit IA64. AMD aber wollte lieber einen Zwischenschritt, also einer 32bit/64bit Mischarchitektur. Am Ende hat sich AMD mit diesem Weg durchgesetzt, und da beide Firmen einen Technologieaustausch betreiben ist Intel heute auch mit einer Mischtechnik unterwegs.
> Wenn ich mich nicht irre liegt das daran das Intel früher direkt von 32bit auf 64bit wollte, eben mit IA64.
Ja, Intel wollte mit dem Sprung auf 64 Bit eine komplett neue Prozessor-Architektur mit anderem Befehlssatz und vor allem vielen Patenten einführen. Damit hätten sie AMD und andere unliebsame Konkurrenten wieder auf die Plätze verwiesen.
Blöderweise ist das genauso böse in die Hose gegangen, wie der Versuch von IBM, die PC-Branche mit PS/2 wieder an die kurze Leine zu kriegen, und heute fristet der Itanium ein Nischendasein als Server-CPU für die teuren HP-Kisten.
*lach* Der Bock ist fast so schön wie der Kaffeetassenhalter.
PS/2 war die Modelllinie von IBM ("Personal System 2"), die die erste Generation von IBM PCs (PC, PC/XT und PC/AT) beerben sollte. IBM hat mit einigen Altlasten aufgeräumt und eine Menge neuer Ideen und Techniken darein gesteckt, z.B. ein neues, erweitertes BIOS, Festplatten mit integriertem Controller (IDE) und ein neues Bus-System (Microchannel). Einige davon haben bis heute überlebt, z.B. VGA, die PS/2-Stecker für Tastatur und Maus (sic!) oder IDE.
Da IBM aber einige Teile mit Patenten geschützt hat, und darüber die PC-Hersteller besser kontrollieren wollte, war PS/2 insgesamt ein Flop. Die anderen blieben lieber beim klassischen ISA-Bus des PC/AT, werkelten mit EISA und Localbus eher glücklos, aber blieben unabhängig. IBM hat dann ein paar Jahre später auch wieder "normale" PCs gebaut und Microchannel und andere PS/2-Besonderheiten aufgegeben.
Von GTAchecker am Do, 13. November 2008 um 16:05 #
> ...wie der Versuch von IBM, die PC-Branche mit PS/2 wieder an die kurze Leine zu kriegen...
Ich dachte die PS/2 sei von Sony... jedenfalls steht auf meiner Sony drauf. Auf der PS/2 soll ja auch Linux laufen. Hat mir zumindest ein Arbeitskollege erzählt. Aber das ist sowieso alles schwachsinnig, weil die PS/3 wird alle PCs überflüssig machen. Da braucht dann auch niemand mehr Linux. PS/3 rulez!
Er meint die Micro Channel Architektur von IBM. Diese Linie wurde bei IBM PS/2 genannt. Unter anderem wurden auch die Anschlüsse von Tastatur und Maus geändert, so wie der eine oder andere es noch von älteren 'PS/2' Tastaturen/Mäusen kennt. Das alles war im Jahre 1987.
Damals war Playstation 2 oder 3 noch nicht einmal in den Köpfen von Sony geboren.
Richtig wäre aber x86-64 und nicht AMD64. Wenn AMD64 drauf steht, sollte Auch AMD64 drin sein sprich speziell für AMD64 erstellt mit AMD64 Compile Optionen. Offensichtlich sind die Debianer hier etwas neben der Stange.
die architektur heisst einfach amd64, die 64bit erweiterungen sind ja auch urspruenglich von amd. der kernel hat dann x86-64 draus gemacht und microsoft x64 oder so. bei gentoo heisst (hiess?) das ja auch amd64. wenn in opengl ne ati karte nvidia extensions implementiert stoert das doch auch keinen...
die ersten 64-Bit Prozessoren (für PCs) kamen von AMD und wurden von denen als kompatible Erweiterung von x86 erfunden. Vorher hatten sie noch von "x86-64" gesprochen, ein besserer Name, aber bei der Einführung damals gab AMD dem Ganzen den Namen "amd64", ihr gutes Recht.
Als Intel das Ganze zum grössten Teil übernahm, nannten die das "EM64T", weil sie die Technik nur als "Erweitertes Memory" betrachtet sehen wollten, da sie ja das inkompatible IA64 durchdrücken wollten.
Also hat Debian als es - natürlich praktisch sofort nach Veröffentlichung - die AMD64-System unterstützte, den Namen genommen, der damals vom Hersteller gewählt wurde. Von Intel war da noch Nichts an Plänen zu hören, dass sie das übernehmen würden.
Erst später hat der alte Name wieder mehr Gewicht bekommen, als Intel dann dazu kompatible Systeme veröffentlich hat. Aber wenn AMD denn zu IA64 kompatible bauen würde, dann würde Niemand mehr umbenennen.
Ich finde es fair, dem Erfinder den Namen wählen zu lassen. Allerdings glaube ich, dass nicht wenige, durch IA oder AMD-Namen überrascht sein werden. Aber angefangen hat nicht AMD damit. Nur mehr Erfolg.
Für die Nutzer, sollte es aber beim Download nicht so sichtbar sein.
BTW; Eine Optimierung auf AMD64 von AMD vs. AMD64 von Intel macht übrigends keinen Sinn. Das was Intel nicht kann, ist nicht genug, um relevant zu sein.
Ich bin doch erstaunt, wieviele Leute sid benutzen. Mir geht das rumgetue auf den Repos immer derart auf die Nerven (ich möchte Paket xyz installieren, das gerade heute NICHT auf den Repos liegt, gnarz), dass ich bei testing geblieben bin. Wie hält ihr das aus?
Nach dem Lenny-Release geht es relativ schnell, fragt sich halt wie lang es nach diesem RC bis zum Release noch dauert, da müssen noch einige bugs gefixt werden. Nur zum KDE 4 testen bzw. "üben" kannst du ja auch das aktuelle kubuntu nehmen. OOo3 gibt es auch als backports für etch, zumindest externe Quellen.
Von Christopher Bratusek am Do, 13. November 2008 um 21:50 #
Ich habe mein eigenes GNOME Repo. Hauptsächlich 2.24, teilweise schon 2.25.1 (glib/gtk). einige pakete warten noch auf den upload (samstag o. sonntag). Funktioniert bei mir einwandfrei
apt-zeile:
deb http://download.tuxfamily.org/gnome4sid/GRepo/ voyager main
Naja, das ist für meinen Geschmack etwas zu sehr bleeding edge. Zum großen Teil handelt es sich um die aktuelle Entwicklerversion (2.25) nicht das stabile GNOME 2.24. Und es lässt sich jedenfalls nicht ohne einige Klimmzüge installieren. Ich habe etwas mit apt-pinning herumexperimentiert, jedoch erfolglos.
Das ist schade, denn ich für meinen Teil brauche einfach ein stabiles GNOME 2.24, v.a. wegen evolution bzw. evolution exchange, das in der Vorgängerversion mit dem Exchange-Server meines Arbeitgebers nicht zusammenarbeiten mag, während 2.24 aus Ubuntu fast tadellos seinen Dienst verrichtet. Ich werde jetzt wohl bis zum Lenny-Release Ubuntu verwenden und danach wieder auf Sid umsteigen. Dank Partimage ist das Austauschen des Systems ja keine große Sache.
Alos das Etch verbuggt ist kann ich gan nicht bestätigen, läuft seit langem auf meinem Rechner (2002) und Notebook (anfang 2008) ohne Murren oder Macken.
ich finde, man sollte hier mal einen wettbewerb starten, um einen ersatz für das wort "veröffentlichungskandidat" zu finden. schön, daß man ein deutsches wort will, aber das geht noch besser.
Geht der neue Installer schon mit dem eeePC 1000H? oder brauche ich da immer noch den angepassten Installer aus dem Debian Wiki? Ansonsten läuft hier Lenny auf mehreren PCs schon ne Weile problemlos, wie man es eben unter Debian gewohnt ist.
Lies mal weiter:
"Der Debian-Installer ist der wichtigste noch fehlende Bestandteil, um Debian 5.0 freigeben zu können. Diese Version ist daher gleichbedeutend mit einem Veröffentlichungskandidaten von Debian 5.0 »Lenny«. Die Softwarepakete des Archivs für Debian 5.0 sind schon seit Monaten eingefroren und werden bis auf Korrekturen für kritische Fehler nicht mehr verändert."
Super, Danke ans Debianteam ...
AMD aber wollte lieber einen Zwischenschritt, also einer 32bit/64bit Mischarchitektur. Am Ende hat sich AMD mit diesem Weg durchgesetzt, und da beide Firmen einen Technologieaustausch betreiben ist Intel heute auch mit einer Mischtechnik unterwegs.
Die Welt ist verrückt.
Ja, Intel wollte mit dem Sprung auf 64 Bit eine komplett neue Prozessor-Architektur mit anderem Befehlssatz und vor allem vielen Patenten einführen. Damit hätten sie AMD und andere unliebsame Konkurrenten wieder auf die Plätze verwiesen.
Blöderweise ist das genauso böse in die Hose gegangen, wie der Versuch von IBM, die PC-Branche mit PS/2 wieder an die kurze Leine zu kriegen, und heute fristet der Itanium ein Nischendasein als Server-CPU für die teuren HP-Kisten.
PS/2 war die Modelllinie von IBM ("Personal System 2"), die die erste Generation von IBM PCs (PC, PC/XT und PC/AT) beerben sollte. IBM hat mit einigen Altlasten aufgeräumt und eine Menge neuer Ideen und Techniken darein gesteckt, z.B. ein neues, erweitertes BIOS, Festplatten mit integriertem Controller (IDE) und ein neues Bus-System (Microchannel). Einige davon haben bis heute überlebt, z.B. VGA, die PS/2-Stecker für Tastatur und Maus (sic!) oder IDE.
Da IBM aber einige Teile mit Patenten geschützt hat, und darüber die PC-Hersteller besser kontrollieren wollte, war PS/2 insgesamt ein Flop. Die anderen blieben lieber beim klassischen ISA-Bus des PC/AT, werkelten mit EISA und Localbus eher glücklos, aber blieben unabhängig. IBM hat dann ein paar Jahre später auch wieder "normale" PCs gebaut und Microchannel und andere PS/2-Besonderheiten aufgegeben.
Ich dachte die PS/2 sei von Sony... jedenfalls steht auf meiner Sony drauf.
Auf der PS/2 soll ja auch Linux laufen. Hat mir zumindest ein Arbeitskollege erzählt. Aber das ist sowieso alles schwachsinnig, weil die PS/3 wird alle PCs überflüssig machen. Da braucht dann auch niemand mehr Linux. PS/3 rulez!
Damals war Playstation 2 oder 3 noch nicht einmal in den Köpfen von Sony geboren.
Gruß
Kris
Wenn AMD64 drauf steht, sollte Auch AMD64 drin sein sprich speziell für AMD64 erstellt mit AMD64 Compile Optionen.
Offensichtlich sind die Debianer hier etwas neben der Stange.
wenn in opengl ne ati karte nvidia extensions implementiert stoert das doch auch keinen...
die ersten 64-Bit Prozessoren (für PCs) kamen von AMD und wurden von denen als kompatible Erweiterung von x86 erfunden. Vorher hatten sie noch von "x86-64" gesprochen, ein besserer Name, aber bei der Einführung damals gab AMD dem Ganzen den Namen "amd64", ihr gutes Recht.
Als Intel das Ganze zum grössten Teil übernahm, nannten die das "EM64T", weil sie die Technik nur als "Erweitertes Memory" betrachtet sehen wollten, da sie ja das inkompatible IA64 durchdrücken wollten.
Also hat Debian als es - natürlich praktisch sofort nach Veröffentlichung - die AMD64-System unterstützte, den Namen genommen, der damals vom Hersteller gewählt wurde. Von Intel war da noch Nichts an Plänen zu hören, dass sie das übernehmen würden.
Erst später hat der alte Name wieder mehr Gewicht bekommen, als Intel dann dazu kompatible Systeme veröffentlich hat. Aber wenn AMD denn zu IA64 kompatible bauen würde, dann würde Niemand mehr umbenennen.
Ich finde es fair, dem Erfinder den Namen wählen zu lassen. Allerdings glaube ich, dass nicht wenige, durch IA oder AMD-Namen überrascht sein werden. Aber angefangen hat nicht AMD damit. Nur mehr Erfolg.
Für die Nutzer, sollte es aber beim Download nicht so sichtbar sein.
BTW; Eine Optimierung auf AMD64 von AMD vs. AMD64 von Intel macht übrigends keinen Sinn. Das was Intel nicht kann, ist nicht genug, um relevant zu sein.
Gruss,
Kay
und jetzt kommt nicht mit experimental...
was schätzt ihr, wann kommt lenny?
Nur zum KDE 4 testen bzw. "üben" kannst du ja auch das aktuelle kubuntu nehmen. OOo3 gibt es auch als backports für etch, zumindest externe Quellen.
http://pkg-kde.alioth.debian.org/kde4.html
Ist recht stabil. Ich warte leider sehnsüchtig auf gnome2.24. Das dauert noch
apt-zeile:
deb http://download.tuxfamily.org/gnome4sid/GRepo/ voyager main
gpg-key:
gpg --keyserver wwwkeys.eu.pgp.net --recv-keys FF62CB75 && gpg --armor --export FF62CB75 | apt-key add -
Und das beste: du bekommst kein Vanilla GNOME, sondern eins mit zusatzfunktionen, vor allem in Nautilus
Das ist schade, denn ich für meinen Teil brauche einfach ein stabiles GNOME 2.24, v.a. wegen evolution bzw. evolution exchange, das in der Vorgängerversion mit dem Exchange-Server meines Arbeitgebers nicht zusammenarbeiten mag, während 2.24 aus Ubuntu fast tadellos seinen Dienst verrichtet. Ich werde jetzt wohl bis zum Lenny-Release Ubuntu verwenden und danach wieder auf Sid umsteigen. Dank Partimage ist das Austauschen des Systems ja keine große Sache.
War schon mit der Beta 1 so, mit Beta 2 auch so und ist immer noch so mit der RC
Selbst Ubuntu 8.04/openSUSE11/ArchLinux funktioniert auf meinem neuen Notebook aber Debian nicht
Ich frage mich was die da machen?
http://www.debianforum.de/forum/
findest nichts fragst du unter Angabe deiner Hardware.
Leider scheint Lenny wieder genauso verbuggt sein wie Etch
Schade eigentlich den alles bis 3.1 war ausgereift.
Da habe ich wohl was verpasst.
Und das noch Bugs in Lenny sind, ist ja wohl klar: Es ist halt noch nicht fertig!
Ansonsten läuft hier Lenny auf mehreren PCs schon ne Weile problemlos, wie man es eben unter Debian gewohnt ist.