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Di, 25. November 2008, 02:29

Software::Distributionen::Fedora

Fedora beansprucht die Linux-Führung

Nach Angaben des Projektes weist Fedora Linux zwischen 9,5 und 10,5 Millionen verschiedene Installationen auf und ist damit die am meisten eingesetzte Distribution.

Um die Zahl der Installationen zu ermitteln, zählt das Projekt die Zahl verschiedener IP-Adressen, die Updates von der Seite der Distribution bezogen haben. Demnach melden sich regelmäßig 3,4 Millionen verschiedener Adressen an, um Updates für Fedora 7 zu erhalten. Die Zahl der Interessenten an Fedora 8 liegt bei 3,9 Millionen Adressen und die von Fedora 9 beträgt 1,8 Millionen. Damit beansprucht Fedora die führende Rolle im Linux-Geschäft für sich und ist fest davon überzeugt, die am meisten eingesetzte Distribution zu erstellen.

Anlass dieser Angaben war ein Vergleich von Canonical, Sponsor der Distribution Ubuntu. Vertreter des Unternehmens äußerten in einem Interview letzten Monat die Vermutung, die am häufigsten eingesetzte Distribution zu sein. Das Unternehmen glaube, über eine Benutzerbasis von über 8 Millionen Anwendern zu verfügen. Chris Kenyon, Kopf der Finanzabteilung, gab zwar an, dass es immer schwer sei, die Zahlen zu ermitteln, doch sei sich das Unternehmen dieser Zahl ziemlich sicher.

Ähnlich sicher scheint sich auch Red Hat seiner Zahlen zu sein und kritisiert die Aussage von Canonical. Laut Aussage von Paul Frields, Fedoras Projekt-Manager, sind die Angaben im Gegensatz zu der Konkurrenz verifizierbar. Man sei sich natürlich darüber klar, dass die Erhebung nicht die genaue Zahl wiedergeben kann. Viele Anwender melden sich mit einer dynamischen Adresse. Andere aber hosten mehrere Systeme und nutzen dieselbe IP. Das Unternehmen habe deshalb diesen Zustand bereits bei seiner Berechnung berücksichtigt.

Unbeachtet der Intention der veröffentlichten Zahlen sind die Angaben beider Unternehmen mit Vorsicht zu genießen. Bereits seit geraumer Zeit existieren diverse Projekte, die die Zahl der Linux-Anwender ermitteln wollen - mit mäßigem Erfolg. Institutionen wie der Linuxcounter geben genauso wenig verlässliche Zahlen wie die Menge der verkauften Distributionen. Da Linux keiner restriktiven Lizenz unterliegt und auf beliebig vielen Rechnern installiert werden darf, ist eine verlässliche Aussage zu Nutzerzahl kaum möglich. So bleibt jedem Distributor ein eigener Weg offen, auf dem er alle anderen Hersteller überholen kann.

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