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Mi, 26. November 2008, 19:24

Software::Distributionen::OpenSuse

OpenSuse 11.1 ohne proprietäre Software

Nachdem OpenSuse bereits früher proprietäre Treiber aus der Distribution verbannt hat, geht es in der kommenden Version nun auch proprietären Applikationen an den Kragen.

Bereits die kommende Version der OpenSuse-Distribution wird ohne eine EULA auskommen. Wie Joe »Zonker« Brockmeier auf der Seite des Projektes bekannt gab, haben sich die Mitglieder darauf geeinigt, die von vielen verhasste Lizenzvereinbarung aus OpenSuse 11.1 zu tilgen. Fortan soll das Produkt nur noch eine Information über die Lizenzen einblenden, die nicht mehr explizit von Anwendern akzeptiert werden muss.

Durch den Schritt erhofft sich das Team, es sowohl Entwicklern als auch Drittherstellern einfacher zu machen, auf OpenSuse aufbauende Produkte zu erstellen. Dazu wurde eine neue Lizenz kreiert, die es leichter ermöglichen soll, OpenSuse zu verändern und zu vertreiben. Ferner soll es auch einfacher werden, dass mittels des OpenSuse Build Services auch unbedarfte Anwender spezielle OpenSuse-Varianten publizieren.

Des einen Freud', des anderen Leid. Wegen der Änderungen der EULA wird OpenSuse 11.1 auf dem Hauptmedium ohne proprietäre Applikationen wie dem Acrobat Reader oder Sun Java auskommen müssen. Wie Zonker in einem Kommentar schreibt, wurde die Entscheidung in der Liste weitgehend ausdiskutiert, und die Projektmitglieder waren sich einig, dass die Vorteile einer besseren Lizenzlösung die Nachteile der nachträglichen Installation von proprietären Produkten übertreffen.

Wer allerdings in der neuen OpenSuse auf proprietäre Software nicht verzichten will, soll nicht im Stich gelassen werden. Die bereits in den Beta-Versionen der Distribution eingeführten Netzinstaller sollen weiterhin Bestand haben. So sollen sich die wichtigsten Applikationen bereits bei dem ersten Update des Produktes automatisch herunterladen und in das System einbinden lassen. »Es ist nicht schwieriger als ein Update-Vorgang«, schreibt Zonker.

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