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Sa, 29. November 2008, 10:14

Gemeinschaft

Ostravas südlicher Stadtbezirk migriert von GNU/Linux auf Windows

Der südliche Stadtbezirk Ostravas, der drittgrößten Stadt der Tschechischen Republik, möchte im Januar all seine 230 GNU/Linux-Rechner wieder auf Microsoft umstellen.

Die Migration wird den Steuerzahler 3,7 CZK, ca. 150.000 Euro, kosten. Grund für den Rückschritt sind gemäß der Verantwortlichen Kompatiblitätsprobleme.

Laut der tschechischen Open Source-Seite ABC Linuxu entschied der Stadtrat im Oktober, dass die Migration auf freie Software rückgängig zu machen sei. Der Leiter der dortigen IT-Abteilung, Jaromír Tomala, bestätigte den Entschluss am Donnerstag. Er wurde in die Entscheidung nicht mit einbezogen und gab an, dass die Kompatiblitätsprobleme unter anderem durch Anwendungen verursacht werden, die unter Windows laufen. »Sie wissen, wie es ist. Fast jeder benutzt Microsoft.«

Tomala ließ auch verlauten, dass der Bezirk im Back-End-Bereich weiterhin GNU/Linux nutzen wird. Gemäß eines Blog-Postings von Filip Molčan, Vorstand der Czech Open Source Software Alliance, brach die Bezirksverwaltung im Mai eine Ausschreibung zwecks Erneuerung der Desktops ab, nachdem ein Open-Source-Anbieter die preiswerteste Lösung angeboten hatte. »Während überall auf der Welt die öffentlichen Verwaltungen von Windows auf Open Source migrieren, werden wir das Gegenteil machen«, so Molčan.

Die Administratoren des südlichen Stadtbezirks wollten die Entscheidung ihrer Oberen nicht kommentieren, und der Pressesprecher der Stadt war nicht in der Lage, Fragen betreffs des Rückschritts sofort zu beantworten.

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