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Mo, 1. Dezember 2008, 08:57

Software::Desktop

Böblingen denkt über Wechsel zu Open Source-Desktop nach

Böblingen möchte im ersten Quartal des nächsten Jahres versuchen, auf einen Open-Source-Desktop zu migrieren.

Wenn 2010 die Microsoft-Lizenzen auslaufen, möchte die Stadt eine Alternative haben. Dies ließ David Gümbel, ein IT-Consultant, auf einem Workshop für Open-Source-Gemeinschaften des Open Source Software Observatory and Repository (osor.eu) am 14. November verlauten.

Gemäß David Gümbel, der die Stadt bei ihren Schritten in Richtung freie Software begleitet, wollen drei Stadtbezirke Böblingens auf einen Desktop mit Ubuntu wechseln. Sollte die Migration erfolgreich verlaufen, möchte die ganze Stadt nachziehen, wenn der Support für die aktuell installierten Microsoft-Produkte ausläuft. Momentan hat die Stadt Microsoft Windows XP und Microsoft Office XP am Start. Für letzteres wird es ab 2010 keinen Support mehr geben und Böblingen müsste auf eine neue Version oder, alternativ, zu OpenOffice.org wechseln. Auch der Support für Windows XP wird nicht mehr ewig währen, so dass hier das gleiche gilt, mit Ubuntu GNU/Linux als Alternative.

Die von den Behördenmitarbeitern verwendete Hardware soll vorerst nicht ausgetauscht werden, so dass es hier laut Gümbel zu Problemen kommen könnte, wenn die Stadt Microsofts ressourcenhungriges Windows Vista als zukünftiges Betriebssystem der Wahl einsetzen würde.

Die Stadt hat kürzlich begonnen, auf allen 450 Rechnern OpenOffice.org zu verwenden. Dieses ist allerdings noch nicht als Standard-Anwendung für.doc- und.xls-Dateien eingestellt. »Wenn die Behördenmitarbeiter auf ein MS-Office-Dokument klicken, öffent sich immer MS Office. Wir werden das Bezirk für Bezirk umstellen, sobald die unterstützenden Schulungen und Workshops angeboten wurden.«

Gemäß Gümbel ist für Böblingen eine Migration auf OpenOffice.org attraktiver als ein Wechsel des Betriebssystems. »Der interessante Teil ist das Ersetzen proprietärer Produkte wie MS Office, MS Project und des Internet Explorers durch ihre Open-Source-Äquivalente.«

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