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Di, 16. Dezember 2008, 17:39

Hardware

USB 3.0 für Linux in Arbeit

Die Intel-Entwicklerin Sarah Sharp hat den Prototyp eines xHCI-Treibers, der den Host-Controller des kommenden USB 3.0 steuert, vorgeführt.

USB 3.0 wird die Geschwindigkeit auf 5 Gbit/s (5120 MBit/s) netto erhöhen, was von Intel als »Superspeed« im Vergleich zum »Highspeed« von USB 2.0 bezeichnet wird. Darüber wird die von Intel maßgeblich entwickelte neue Spezifikation eine stärkere Stromversorgung der angeschlossenen Geräte und bessere Energieverwaltung bieten. Erste Geräte für USB 3.0 werden für Mitte 2009 erwartet.

Parallel zur Fertigstellung des Standardentwurfs arbeitete die Intel-Entwicklerin Sarah Sharp bereits an einem Prototyp eines Linux-Treibers für USB 3.0. Neben Erweiterungen des USB-Stacks handelt es sich um einen Treiber für den USB-3.0-Host-Controller, der unter der Bezeichnung xHCI firmiert (für USB 2.0 lautet die Bezeichnung eHCI). Bereits am 17. November konnte sie, wie sie jetzt in ihrem Blog berichtet, den Prototyp demonstrieren. Dieser erreichte in Verbindung mit Prototypen von USB-3.0-Massenspeichergeräten die 3,5-fache Geschwindigkeit von USB 2.0. Dass die Geschwindigkeit hinter den theoretischen Werten zurückblieb, führt Sarah Sharp auf den Prototyp-Status der Hardware sowie Pausen und Debug-Ausgaben im Treiber zurück. Wenn die Geschwindigkeit optimiert ist, werden Anwendungen eine Bandbreite von etwa 400 MByte/s (3,2 Gbit/s) nutzen können.

Die USB-3.0-Unterstützung für Linux wird laut Sharp in zwei Teilen kommen. Der erste Teil besteht in der Erweiterung des USB-Stacks, um die höhere Geschwindigkeit zu handhaben. Sie will diese Erweiterung in einer Serie von Patches in den Kernel einbringen. Der zweite und wesentlich umfangreichere Teil ist der xHCI-Treiber. Da die Spezifikation des Controllers derzeit nur unter NDA erhältlich ist, kann der Treiber noch nicht im Quellcode veröffentlicht werden und daher auch nicht in den Kernel gelangen. Sobald dieser Schritt vollzogen ist, besitzt Linux eine »einfache« Unterstützung für USB 3.0, doch müssen nach Ansicht von Sharp weitere Änderungen folgen, um beispielsweise die verbesserte Energieverwaltung zu unterstützen.

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