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Fr, 26. Dezember 2008, 14:34

Gemeinschaft

Veröffentlichungskandidat von LSB 4.0

Die Linux Foundation hat den ersten Veröffentlichungskandidaten der Linux Standard Base (LSB) 4.0 herausgegeben.

Wie Jeff Licquia von der Linux Foundation mitteilte steht die aktuelle Fassung der Linux Standard Base (LSB) 4.0 an der gleichen Stelle zur Verfügung, an der die endgültige Version 4.0 veröffentlicht wird. Allen Interessenten bleibt nun noch eine kurze Zeit, die Spezifikationen zu prüfen und Rückmeldungen zu geben.

Die Linux Standard Base (LSB) soll sicherstellen, dass Software unter den verschiedenen Linux-Distributionen einheitlich läuft. Dazu enthält sie eine Reihe von Vorschriften, welche Programme, Bibliotheken und Verzeichnisstrukturen ein LSB-kompatibles Linux-System haben muss. Sie greift dazu auf die POSIX- und Single-Unix-Spezifikation zurück und ergänzt diese teilweise.

Laut den vorläufigen Release Notes bringt die Version 4 der LSB signifikante Änderungen gegenüber den Vorversionen. Sie ist zwar im Wesentlichen eine Erweiterung der Version 3, doch kann neu hinzugefügte Funktionalität auf niedriger Ebene zu Inkompatibilitäten mit der alten Version führen. Die Binärkompatibilität zu älteren Versionen bleibt jedoch in Kraft.

Ein neues »Multi-Version«-SDK (Software Development Kit) soll Entwicklern helfen, Anwendungen gemäß früherer LSB-Spezifikationen (LSB 3.0, 3.1 oder 3.2) zu schreiben, ohne dass sie das SDK ändern müssen. Das SDK ist von nun ab von neuen Versionen der LSB unabhängig. Der ATK Manager wurde zum Anwendungsprüfer weiterentwickelt. Er prüft in einer Testumgebung, wie die Binärdateien mit verschiedenen LSB-zertifizierten Distributionen zusammenarbeiten. Ein neues Paketierungsprogramm erspart das Schreiben von spec-Dateien in einfachen Fällen, in denen ein einfacher Aufruf ausreicht, das Paket zu erzeugen. Die Beispiel-Implementation beruht nun auf der Conary-Technologie von rPath statt Linux from Scratch (LFS). Das dynamische Linken wurde mit einer »Best Effort«-Strategie ausgestattet, die es ermöglichen soll, dass LSB-konforme Anwendungen auch auf nicht LSB-konformen Systemen laufen.

Die Spezifikation macht jetzt Gebrauch von der Stackprüfung in neueren GCC-Versionen. Die PowerPC-Architektur soll nun besser unterstützt werden. Java wurde zur Liste der unterstützten Programmiersprachen hinzugefügt. Für die Verschlüsselung wird auf die Mozilla Network Security Services (NSS) und die Netscape Portable Runtime (NSPR) zurückgegriffen. Desweiteren wurde die Spezifikation auf neue oder aktuellere Bibliotheken, neue Funktionen, neue Tests und neue Kommandos ausgedehnt.

Der Download des Veröffentlichungskandidaten ist von der Beta-Seite der LSB möglich.

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