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Thema: Stagniert OpenOffice.org?

131 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
Score: 3 Von andy am Di, 30. Dezember 2008 um 21:36 #
Man muss dazu wissen, dass Novell OO.org geforkt hat und für Microsoft Interoperabilitätslösungen als Auftragsarbeit an OO.org macht.

Was die Kritik von Meeks betrifft, würde ich annehmen, dass OO.org mittlerweile sehr stabil ist. Es gibt keinen Grund wild herum zu hacken.

Es wäre an der Zeit zu fordern, dass einem Staat hier hilft mit einem Free Software Fund. So oder so ist die Zahl der Entwickler peanuts. Vor allem im Vergleich zu dem was Behörden für Officelizenzen rauskacheln.

Score: 3 Von Alan Smithee am Di, 30. Dezember 2008 um 21:38 #
"Für Meeks liegt das daran, dass die Projektstruktur »verknöchert, gelähmt und heuchlerisch« ist. Viele aktive Entwickler wie Novells Kohei Yoshida besitzen kein Stimmrecht. Das Projekt sollte laut Meeks neu organisiert und von Sun getrennt werden. Da dies unwahrscheinlich sei, sollten die Entwickler lieber am Fork Go-OO mitarbeiten."

fragt sich hier wer mit solchen aussagen eher der heuchler ist....sieht mir schwer danach aus als wenn ein von MS gekaufter sesselpupser versucht die produktlinie eines office suite konkurenten anzugreifen.

Score: 3 Von Sammy am Di, 30. Dezember 2008 um 21:43 #
Na, dieser Artikel kommt gerade wie gerufen.

Ich habe über Nacht die Stable Version von OOo 3.0 compiliert und installiert. Beim Starten unter GNOME 2.25.3 schiesst sich OOo mit einem Dialog "Application cannot be started" oder so ab.

Die Idee dahinter war, dass ich mein GNOME generell strippen wollte. Evolution ist nicht sonderlich toll. Gnumeric und Abiword sind auch nicht der Bringer.

Was ich tun wollte war folgendes. Firefox, Thunderbird und Lightening installieren (für Browsen und Mail/Kalender) und anstatt dieser Bruchtools wie Gnumeric und Abiword auf OOo umsteigen.

Habe mir hier auch schon XFCE4 angetan, weil ich vermutlich noch eine Schritt weiter gehen werde. Was bringt mir GNOME, wenn die Tools die es dafür gibt einfach nicht sonderlich ausgereift sind. Da kann man auf das Abgespeckte XFCE4 umsteigen, und sich die o.g. Sachen installieren. GNOME stagniert auch sehr in letzter Zeit. Liegt wohl daran, dass die meisten GNOME Devs wohl auf OSX umgestiegen sind und GNOME nur noch so Hobbiemäßig weiter verfolgen.

Wie dem auch sei, zurück zum Problem, es ist schon etwas bedauerlich, dass OOo, welches so viel GNOME und GTK+ umbasteleien erhielt, nicht vernünftig ins GNOME selbst einfügt. Das zeugt schon alleine von diesem nichtssagenden Dialog am Anfang.

Nachdem ich Stundenlang herumgegoogled habe fand ich heraus, dass mit der Umgebungsvariable SESSION_MANAGER zusammenhängen soll, was man in das soffice script einfügen soll (Am Anfang).

Dies getan führte auch zu keinem Erfolg. Komischerweise jedoch läuft OOo (selbe Version) mit normalem TWM und XTERM ohne Probleme, so dass ich nicht sonderlich nachvollziehen kann woran das liegen mag.

Ergo aus der ganzen Situation:

- Stundenlanges rumgebastel für nix
- Compiling und Installation lief einwandfrei
- Lässt sich ohne GNOME ohne Probleme starten, mit GNOME nicht (trotz unset der Variable)
- Keine sonderlich gute Konsolidierung des OOo mit GNOME
- GNOME selbst führt egro auch zu nichts mehr kommt auch irgendwie nicht weiter
- Nur basteln und kein eigentliches Arbeiten
- Ergo hieraus, ich sollte evtl. auf ne DISTRI umsteigen oder mir das OSX Kalyway saugen und einfach damit Glücklich werden.

Score: 3 Von Michael am Di, 30. Dezember 2008 um 21:53 #
Warum das Gnome-Icon? Ist OpenOffice.org neuerdings ein Gnome-Projekt?
Score: 3 Von Genervt am Di, 30. Dezember 2008 um 22:20 #
Ach Michael, halt einfach die Fresse oder schreib wenigstens ehrlich worum es dir geht.

Dein Arbeitgeber will, dass du OOo diffamierst, GOO populistisch in die Presse bringst und Novell seine Straßenköter Kunststückchen im Auftrag von Microsoft weiterführen kann und OOo mit Microsoft Technologien versaut.

Um nicht weniger geht es bei GOO, um nicht weniger geht es Novell und nichts anderes wollte Michael hier ausdrücken.


Microsoft kann OOo nicht mit marktüblichen Mitteln stoppen, also unterwandert man es... und Novell als bereits im Voraus bezahltes FLittchen macht eh alles was Microsoft will.

Score: 3 Von Tobias am Mi, 31. Dezember 2008 um 03:22 #
Hier kann ich auch bei genauerem hinsehen keine konstruktive Kritik von Herrn Meeks lesen. Von daher wünsche ich Ihm, das er vielleicht in Zukunft sachlich und vor allem respektvoll anderen Menschen durch seine Kritik helfen will. Weiterhin wüsche ich allen die konstruktiv an OOo mitarbeiten ein dickes Fell um sich nicht an solchen aggressiven Kommentaren aufzureiben.

-- T

Score: 3 Von energyman am Mi, 31. Dezember 2008 um 04:20 #
und schon wieder tief in die Verschwörungskiste greifen, sollten sie lieber mal nachsehen, welches openoffice 'ihre' Distri ausliefert. Dürfte für viele eine ziemliche Überraschung werden - denn das 'orginal' ist noch unbenutzbarer als der Fork.

Oh, und was hat das ganze bitte mit Gnome zu tun? Openoffice ist kein Gnome Projekt. Auch wenn gnome gerne Software anderer 'Leute' pervertiert.

Score: 3 Von Peter am Mi, 31. Dezember 2008 um 14:16 #
Habt ihr euch mal den Umgang mit bugs/features im OO bugzilla angetan? Da wundert mich nichts mehr, so eine Attitude kommt nicht von ungefähr und lockt bestimmt niemanden neues an und sei es nur zum Fehlerberichte abgeben oder Wünsche äußern. Ich nutze viele bug-tracker, aber außer einem (Name tut hier nichts zur Sache), ist das Klima und die Umgangsweise im OO am miesesten. Die haben einfach keinen Bock auf Community, wenn man es mit anderen Projekten vergleicht.

Das hat wohl auch dazu geführt, dass Novell eigene Patches einbaut, denn wenn OO meint es wäre ein WONTFIX oder gar INVALID, aber Nutzer fordern es, dann muss man eben um OO herumarbeiten. Besser wäre es natürlich, wenn sich die Attitude bei OO ändert.

Bzgl. der Stagnation bei Gnome, entweder das Ding ist fertig, dann erklärt es die wenigen commits, oder es stagniert wirklich. Die Erklärung, dass die hohe Aktivität bei KDE4 damit zu erklären ist, dass es noch viel ggü. KDE3 nachzuholen gibt finde ich sehr merkwürdig. Denn was die commits beinhalten ist ja erstmal sekundär. Wenn es bei KDE4 viel Aktivität gibt um nachzuholen, warum gibt es bei Gnome dann nicht genauso viel Aktivität um weiterzuentwicklen? Verbesserungen und bugs gibt es immer und wenn ein KDE4 Entwickler x Stunden investiert, dann kann der Gnome Entwickler genau das gleich tun, ohne irgendwelche features nachholen zu müssen.

Von daher heißen weniger commits für mich einfach, dass die Entwickler von KDE4 mehr Zeit investieren und Gnome Entwickler entweder keine Zeit haben, bzw. weniger sind, oder glauben es gäbe nichts zu tun. Das wäre dann fatal, denn Stillstand ist der Tot.

Mit KDE 4.2 und folgenden wird die Aktivität nicht weniger, sondern sich von grundlegenden Komponenten auf andere Bereiche verlagern.

Zum Thema Novell: ist schon lustig, erst kriegen sie auf den Sack weil Gnome ggü. KDE bevorzugt wird und jetzt, da sie Gnome ausbremsen?, das ist doch lächerlich. Wenn Leute Bock darauf hätten Gnome weiterzuentwickeln, bzw. Programm x besser fänden als Programm y, das von Novell entwickelt wird, dann könnte Novell sie nicht aufhalten. (Womit sich auch das Märchen "MS nutzt Novell um OS auszubremsen" erledigt hätte.) Ergo hat einfach keiner Bock. Und falls Gnome/KDE/OO nur von den Novell-Entwicklern abhinge und ohne diese solch große Projekte stagnierten, na dann sind die Projekte jetzt schon tot, da sie außer Novell keine Entwicklercommunity hätten.

Code rules, das ist letztendlich die einzige Wahrheit bei open source und das sollte auch so sein. Wer mitarbeitet hat was zu sagen. Und wenn ein Fork besser ist als das "Original", dann wird er sich durchsetzen, wenn nicht, eben nicht.

Score: 3 Von Splash am Mi, 31. Dezember 2008 um 14:40 #
Mir war bis eben der Fork Go-OO unbekannt. Ich habe kurz einen Blick auf die Seite geworfen und habe erstaunt festgestellt, dass dort mit einer SVG Unterstützung geworben wird. Schön! OpenOffice hat dies trotz der massenhaft geäusserten Wünsche von Seiten der Nutzer es immer noch nicht geschafft hier nachzubessern. Ein zuverlässiger Import von von eps-,wmf-,emf-Dateien existiert ebenfalls nicht. Bei eps wird z.B. nur die Vorschaugrafik angezeigt.

Ebenso eine vernünftige, funktionierende Unterstützung von Videos in Präsentationen. Beides sind Argumente die in meinem Umfeld OpenOffice für viele unbenutzbar macht.

Vielleicht hätte man anstatt an einer neuen Version, lieber an den Details arbeiten sollen. Auch eine neue Oberfläche wird keine SVG- oder Videounterstützung bringen. Ich für meinen Fall werde mal einen Blick auf Go-OO werfen und schauen ob ich damit in Zukunft meine Präsentationen erstelle. Es wäre wirklich schade, wenn so ein vielversprechendes Programm wie OpenOffice in der Entwicklung zurückfallen würde.

Score: 3 Von svvc am Mi, 31. Dezember 2008 um 17:53 #
beide zu zu warten und weiterzuentwickeln ist zu aufwändig
Score: 3 Von hustenpalme am Fr, 2. Januar 2009 um 21:06 #
Do you have a stiff one now? Do you give yourself a reach around now?

Nevertheless, OpenOffice has become the most popuplar and stable OpenSource Product and is going to kill MS Office. Please use your keyboard and your desktop for headbanging (after finishing your reach around!).

Score: 3 Von B.W am Fr, 2. Januar 2009 um 22:01 #
Habe heute mich mal mit der Materie beschäftigt. Ich nutze seit Jahren das Original OpenOffice (vanilla) für mein Windows XP, habe heute mal die Novell Edition ausprobiert, und habe nun von Go-OO gehört.
Welches ist nun das beste? Oder nehme ich gleich das StarOffice9?

Ich bin durchaus bereit, auch mal 20,- EUR oder mehr zu spenden, aber welches Projekt ist denn nun das beste?
Eure Diskussion hat mich nun voll verunsichert ...

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