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Mi, 21. Januar 2009, 14:13

Unternehmen

FSFE unterstützt neues Kartellverfahren gegen Microsoft

Die Free Software Foundation Europe hat das beginnende Verfahren der Europäischen Kommission gegen Microsoft begrüßt und Unterstützung angeboten.

Mit dem jetzt eröffneten Verfahren reagiert die Europäische Kommission nach drei Jahren auf eine Beschwerde, die der norwegische Browser-Hersteller Opera eingereicht hatte. Laut Opera hat Microsoft den Wettbewerb im Webbrowser-Markt behindert. Warum die EU-Kommissarin erste jetzt der Beschwerde nachgeht, ist unbekannt. Schon vor mehr als einem Jahr hatte die FSFE in einem Brief an die Kommissarin ihre Unterstützung in dem Verfahren angeboten. Darin legte die für freie Software eintretende Organisation auch dar, warum sie auf der Seite von Opera steht, obwohl der Browser von Opera keine freie Software ist.

Der Kern des Problems ist nach den Ausführungen der FSFE, dass Microsoft proprietäre Erweiterungen in den Internet Explorer eingebaut haben. Aufgrund der Marktstellung von Microsoft werden viele Webseiten auf diesen Browser optimiert. Die anderen Browser, sowohl Opera als auch freie Programme, haben das primäre Ziel, sich an die offiziellen Standards zu halten und können daher die proprietären Erweiterungen von Microsoft nicht anbieten. Dadurch erscheinen sie aus der Sicht einiger Anwender limitiert, was ihre Verbreitung behindert. Ein zweiter Punkt, der bemängelt wird, ist, dass alternative Browser nicht auf die gleiche Weise wie Internet Explorer in Windows eingebunden werden können.

Die FSFE hält beide Praktiken von Microsoft, die ihrer Meinung nach der Bekämpfung von Konkurrenz dienen, für inakzeptabel. Laut Shane Coughlan sind Webbrowser eine kritische Plattform sowohl für Privatbenutzer als auch für Unternehmen. Der Markt habe schon früher darin versagt, eine unfaire Verzerrung der Desktop-Anteile zu verhindern. Dies dürfe sich nicht wiederholen. FSFE-Präsident Georg Greve fügte hinzu, dass Microsoft bereits wegen einer ähnlichen Verzerrung des Marktes für Arbeitsgruppen-Server verurteilt wurde, und dass die FSFSE die Bearbeitung der Opera-Beschwerde durch die Kommission begrüße.

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