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So, 1. Februar 2009, 10:25

Software

Neue Version der Anonymisierungssoftware I2P

Das I2P-Team hat die Anonymisierungssoftware I2P in Version 0.7 veröffentlicht.

Gegenüber der schon vor dreieinhalb Jahren erschienenen Version 0.6 wurden zahlreiche wichtige Neuerungen implementiert. Das »Strict Tunnel Peer Ordering« soll die Anonymität der Benutzer weiter stärken. Verbesserungen im Protokoll sollen zu einer höheren Geschwindigkeit beitragen. Hostnamen sind nun normale Namen mit bis zu 52 Zeichen, während sie vorher nur eine 512 Bit lange Adresse trugen. Die Erreichbarkeit der I2P-Router wurde nach Angaben des Teams ebenfalls verbessert. Ferner wurden Blocklisten eingeführt, die es ermöglichen, Router mit Fehlverhalten auszuschließen.

I2P ist eine Anonymisierungssoftware. Sie baut ein eigenes, nur über die Software erreichbares Netzwerk auf und hat keine Verbindungsstellen zum bekannten Internet. In Verbindung mit der eingesetzten Verschlüsselung, die vom einem Ende der Verbindung bis zum anderen reicht, können somit keine Inhalte der Verbindung mitgelesen werden. Dies stellt den großen Unterschied und Vorteil zur Anonymisierungslösung Tor dar.

Alle Verbindungen im I2P-Netz werden in ein- und ausgehende geteilt. Die Software sendet die ein- und ausgehenden Daten über unterschiedliche Wege in das Netz. Dies soll die Zuordnung der Daten zu einzelnen Nutzern erschweren und erhöht die Anonymität.

Bei Tor gibt es zentrale Server, die jeden Knoten im Netzwerk kennen. I2P geht einen anderen Weg. Jeder Knoten ermittelt selbstständig die Informationen zum Netzwerk. Dazu bedient er sich selbst gewonnener Statistiken.

Als Konsequenz daraus ist I2P ist ein Netz, welches ausschließlich I2P-interne Verbindungen zulässt. Auch darauf beruht der hohe Grad an Anonymität in I2P. Dafür wurden im I2P-Netz Dienste wie Chat, Webseiten, E-Mail sowie Tausch von Dateien eingebunden und funktionieren somit anonym. Als Brücke ins übliche Internet existieren einige von Privatleuten betriebene Proxys - unter anderem für das WWW oder auch für E-Mail. (Jens Kubieziel/hjb)

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