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Di, 10. Februar 2009, 09:20

Software::Desktop::KDE

Features von Krita 2.0

Boudewijn Rempt, einer der Hauptentwickler von Krita, hat eine Übersicht über die neuen Features in Krita 2.0 gegeben.

Bildbearbeitung in Krita 2.0

Boudewijn Rempt

Bildbearbeitung in Krita 2.0

Krita 2.0 wird zusammen mit KOffice 2.0 in den nächsten Monaten veröffentlicht. Drei Jahre Arbeit flossen in die Entwicklung von Krita 2.0 ein. Zu viel Zeit floss nach Ansicht von Rempt in die Portierung auf Qt 4. Es wäre besser gewesen, erst Mitte 2007 mit der Portierung zu beginnen und vorher noch eine Version 1.7 mit neuen Features zu entwickeln. Vielleicht auch bedingt durch den Mangel an neuen Versionen ist die Zahl der Entwickler auf drei geschrumpft. Doch die Geschichte ist nicht rückgängig zu machen.

Letztlich wird Krita 2.0 gegenüber der letzten offiziellen Version 1.6 eine Vielzahl neuer Funktionen aufweisen. Die alte Krita-Farb-Engine wurde in die Bibliothek pigmentcms ausgelagert, die mit Plugins für verschiedene Farbräume, darunter OpenGTL, erweiterbar ist. Neu hinzu kamen Effektmasken (eine Schlüsselfunktion für nichtdesktruktives Editieren), eine Vektorebene auf Basis der Bibliothek flake, Editieren von Bild-Metadaten für jede einzelne Ebene (Speichern ist im Krita-Bildformat noch nicht möglich), neue Brush-Engines, Lesen von Dateien im OpenRaster-Format, Plugins, die das Freihandzeichnen mehr oder weniger führen, Mischen von Farben mit realistischen Ergebnissen, dynamische Generatoren (Ebenen, die Fraktale, Flammeneffekte, Rauschen oder andere Ausgaben erzeugen), Klon-Ebenen, ein Werkzeug zum Messen der Entfernung zwischen zwei Punkten, gemeinsame Auswahl von Teilen von Vektor- und Bitmap-Grafik, verbesserte Farbauswahl, Auswahl eines aktiven Kanals (möglicherweise erst in Krita 2.1), Pinsel-Voreinstellungen, die gespeichert und weitergegeben werden können, Nutzung von OpenGL als Zeichenfläche (wenn möglich), verbesserte Vergrößerungsansicht von Bildern, Aufzeichnen und Abspielen von Makros (in Krita Aktionen genannt) und Vorschau von Filtereffekten in Originalgröße.

Krita 2.0 merkt sich die Auflösung eines Bildes und ist dadurch in der Lage, das Bild auf jedem Ausgabemedium, dessen Auflösung es kennt, in natürlicher Größe darzustellen. Viele Operationen laufen in mehreren Threads, um Mehrprozessorrechner besser zu nutzen. Die Portierung auf Windows und Mac OS X wurde abgeschlossen.

Die Verwendung von flake macht es auch möglich, editierbaren Text in die Bilder einzufügen. Zu den neuen Brush-Engines zählen Sumi-e, eine Simulation eines Haarpinsels, Chalk, eine Simulation von Kreide und ähnlichem und Dynadraw für glatte, an Kalligraphie erinnernde Striche. Noch nicht in Krita 2.0 sind weitere, laut Rempt sehr coole Pinsel, darunter Deform zum Zeichnen von Deformationen, Curve, das zufällige fraktale Kurven entlang der gezeichneten Linie erzeugt, und Spatter, eine Airbrush-Simulation.

Auf Krita 2.1 verschoben wurde die Möglichkeit, extrem schnelle Filter in der OpenGL Shader Language GLSL zu schreiben. Ebenen, in denen sich Kacheln beliebig wiederholen, sind ebenfalls noch nicht fertig für Krita 2.0. Auch einige in Krita 1.6 enthaltene Features gibt es in Version 2.0 noch nicht. Die Entwickler sind allerdings der Ansicht, dass der Code von Krita, der ohne die Bibliotheken aus 120.000 Zeilen besteht (davon die Hälfte Plugins), in besserem Zustand ist als je zuvor, und die meisten Features in Version 2.1 wieder zurückkehren werden.

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