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Di, 10. Februar 2009, 12:42

Software::Kommunikation

Mozilla unterstützt Kartellverfahren gegen Microsoft

Mozilla hält die Praktiken von Microsoft nach wie vor für schädlich für den Wettbewerb und Innovation.

In einem Blogeintrag hat die Mozilla-Vorsitzende Mitchell Baker ihr Interesse an dem neuen Verfahren der Europäischen Kommission bekundet, das zuvor bereits von der FSF Europe begrüßt worden war. Ihrer Ansicht nach ist der Schaden, den Microsoft dem Wettbewerb, der Innovation und der Wahlmöglichkeit der Benutzer zugefügt hat, ohne jeden Zweifel vorhanden und setzt sich immer noch fort.

Mitte der 90er-Jahre hatte Microsoft, in Reaktion auf den einsetzenden Boom des Webs, ein laut Baker gutes Produkt, den Internet Explorer 4, auf den Markt gebracht. Jedoch wurden die Maßnahmen, mit denen Microsoft den Browser auf über 90% Marktanteil brachte, bald vom US-Justizministerium als illegal angesehen und verboten. Danach stoppte Microsoft die Browser-Entwicklung, das Produkt stagnierte und wurde zum Einfallstor für Schadsoftware.

Dennoch kam keine Konkurrenz auf, mit Ausnahme von Firefox. Firefox ist allerdings eine Ausnahme, da er von einer nicht gewinnorientierten Organisation entwickelt wird. Daher kann man trotz des Erfolgs von Firefox nicht von einer gesunden Marktstruktur sprechen. Für Mitchell Baker ist der Schaden, der durch Microsoft angerichtet wird, so groß, dass ihr bisher noch keine Lösung eingefallen ist. Sie bietet der Europäischen Kommission ihre Unterstützung bei der Findung von geeigneten Maßnahmen an.

Laut Heise-Newsticker hat die Kommission jetzt Mozilla den Status einer »interested third party« zuerkannt, womit die Organisation Einblick in vertrauliche Dokumente erhält, eigene Argumente gegen die Verknüpfung des Internet Explorers mit Windows vorbringen und bei Anhörungen teilnehmen darf.

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