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Di, 10. Februar 2009, 19:39

Software::Distributionen::Debian

Debian sucht nach Hardware-Spendern

Das Debian-Projekt sucht nach neuer Hardware, um der Gemeinschaft weitere Dienste anbieten zu können.

Wie Martin Schulze vom Debian-Projekt in einer E-Mail schreibt, soll die Hardware des Projekts weiter ausgebaut werden. Konkret planen die Entwickler, ihre Dienste auszubauen, um die Arbeit an der Distribution zu erleichtern und den Anwendern mehr Komfort zu bieten. Dazu soll unter anderem das bereits vorhandene Snapshot-System erweitert und ein Daten-Archiv eingeführt werden.

Das Schnappschuss-Archiv, das mittlerweile die Server an die Grenzen bringt, speichert alle publizierten Pakete und ermöglicht den Entwicklern, schneller Unverträglichkeiten zu finden. Eine Verknüpfung mit dem Bugtracking-System ermöglicht es, zu jedem Paket eine Problembeschreibung zu erhalten und die bereits eingeleiteten Korrekturen einzusehen.

Schulze schätzt das tägliche Datenvolumen des Systems auf drei bis vier GB. Dementsprechend groß sollte auch das neue System dimensioniert sein. 10 TB Festplattenplatz sind nach Angaben des Entwicklers notwendig, um snapshot.debian.net zukunftssicher zu gestalten. Darüber hinaus soll sich das System leicht erweitern lassen. Dem Team schwebt deshalb ein unabhängiges Speicher-Array vor, das erweitert werden kann, ohne dass der eigentliche Server abgeschaltet werden muss. Ferner sollte das System über mindestens zwei CPUs und 32 GB RAM verfügen.

Das Team plant ferner, einen neuen Dienst einzuführen. Ein Daten-Archiv soll Pakete enthalten, die aufgrund ihrer Größe nicht über die regulären Kanäle vertrieben werden können. Laut Schulze ist die Zahl der Pakete, unter anderem für medizinische oder statistische Belange in der letzten Zeit angeschwollen. Das Team wolle sie trotz ihrer Größe weiter vertreiben und suche die Alternative in einem separaten Archiv.

Beide Dienste sollen auf derselben Hardware betrieben werden. Um Problemen bereits im Vorfeld aus dem Weg zu gehen, planen die Entwickler, einen Spiegel des Systems zu erstellen. Ein Hosting in den USA sei allerdings aufgrund rechtlicher Bedenken nicht möglich, denn das Archiv soll auch den Non-US-Zweig enthalten.

Interessenten können sich direkt beim Debian-Projekt unter der Adresse hardware-donations@debian.org melden. Sponsoren sollen im Gegenzug auf den Debian-Webservern prominent erwähnt werden. Auch eine Nennung auf der Website der Dienste schließt das Projekt nicht aus.

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