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Do, 12. Februar 2009, 10:15

Kuba setzt auf eigene Linux-Version

Kuba hat seine eigene Linux-Variante namens Nova vorgestellt, mit der die Microsoft-Software abgelöst werden soll.

Einem Artikel von Reuters zufolge will Kuba mit dem diese Woche auf der »Havana Computer Conference On Technological Sovereignty« vorgestellten Nova Linux von ausländischer, insbesondere US-Software, unabhängig werden. Derzeit läuft Linux laut Hector Rodriguez, Dekan der »School of Free Software« an der Universität für Informatik, auf 20% aller Rechner in Kuba, was bedeutet, dass auf rund 80% Windows läuft. Wegen des fortgesetzten US-Embargos dürfte kaum ein Exemplar von Windows lizenziert sein und Updates nahezu unmöglich. Offenbar gibt es erst seit letztem Jahr Computer für die Allgemeinheit zu kaufen.

Es ist das Ziel der kubanischen Regierung, Microsoft-Software vollständig loszuwerden. Die Verwendung von Microsoft-Systemen wird von Kuba als potentielle Bedrohung gesehen, da US-Geheimdienste Zugriff auf deren Code haben könnten. In den nächsten fünf Jahren könnte Linux wenigstens 50% Marktanteil erreichen, prognostiziert Rodriguez. Ein Hindernis für die Migration ist wie nahezu überall die Fesselung an Anwendungen, die es nur für Windows gibt.

Freie Software wirft laut Rodriguez weniger Sicherheitsprobleme auf und passt besser zum kubanischen Weltbild. Unabhängigkeit und Souveränität seien Werte, die Kuba ebenso schätze wie die freie Softwarebewegung.

Eine Vorschau auf Nova Linux, das unglücklicherweise genauso heißt wie eine geplante Linux-Variante von Palm, ist auf Youtube zu finden.

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