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Fr, 13. Februar 2009, 21:11

Gesellschaft::Politik/Recht

Denkt kanadische Regierung über Open Source nach?

Die Kanadische Regierung hat eine offizielle Anfrage um Informationen zu Open-Source-Software gestellt.

Mit dieser Anfrage sollen Feedback und öffentliche Ratschläge eingeholt werden, um die Beschaffungsrichtlinien verfeinern zu können. Dieser Schritt könnte eine Adoption freier Software in der IT-Infrastruktur der kanadischen Behörden einleiten.

Als Gründe werden unter anderem die weltweite Finanzkrise genannt. Auch wenn Kanada bisher nicht so stark betroffen ist, wird es jetzt erstmalig während einer Dekade zu Haushaltslöchern kommen. Die Regierung sucht nach Möglichkeiten, diese bestmöglich zu kompensieren.

Diese Suche konzentriert sie sich unter anderem auf den IT-Sektor, speziell auf Open-Source-Software (OSS) oder Programme ohne Lizenzkosten. Gemäß der Anfrage interessieren sich die Behörden für Betriebssysteme, Bürosoftware und Automatisierungssysteme für Desktops und Server.

In der Anfrage ist ein kurzer Fragebogen enthalten, welcher helfen soll, direkte Antworten zu bekommen. Dieser richtet sich an Unternehmen und Organisationen, welche bereits Erfahrung in der Einführung von Open-Source-Technologien haben. Hier werden Fragen zu potentiellen versteckten Kosten, zum Umgang mit Open-Source-Lizenzen, offenen Standards und Interoperabilität gestellt. Die Anfrage enthält zudem eine Liste mit Standardkriterien wie Performance, Qualitätskontrolle, und Training, welche die Behörden auch in der Bewertung kommerzieller Software als wichtig erachten. Dank Checkboxen kann schnell beantwortet werden, welche dieser Kriterien sich auch auf Open-Source-Software anwenden lässt.

Freie Software ist in Kanada nicht völlig fremd. Die lange ignorierten Grünen sprechen sich schon einige Zeit für freie Software aus und engagieren sich für eine breite Einführung selbiger in Behördenkreisen. Zudem fordern sie, dass zukünftige Entwicklungen der Regierung auf freien Standards basieren.

Die Informationen, welche noch bis zum 19. Februar auf Basis der Anfrage gesammelt werden, könnten der Regierung helfen, effektivere Beschaffungsrichtlinien zu entwickeln. Auch wenn OSS in einigen Bereichen noch nicht so ausgereift ist, wird sie ständig verbessert und ist es wert, vermehrt berücksichtigt zu werden. Zudem könnte das laut geäußerte Interesse an freier Software dazu führen, dass die kanadische Regierung bei zukünftigen Verhandlungen Microsoft-Schnäppchen abgreifen könnte.

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