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Mo, 16. Februar 2009, 12:27

Software::Distributionen::Chrome

Der verlorene S3-Chrome-Grafikchiptreiber

Bereits seit Monaten verspricht der Grafikchiphersteller S3 eine Unterstützung der neuen Chrome 500-Familie unter Linux - von dem Treiber fehlt allerdings immer noch jede Spur.

Dass Ankündigungen der Marketingabteilungen nicht immer konform mit der Realität sein müssen, weiß jeder, der regelmäßig Ankündigungen von Neuerungen auf Seiten diverser Hersteller liest. Da werden Korrekturen als Funktionen ausgegeben und minimale Änderungen als Revolution verkauft. Selten allerdings weisen die Ankündigungen einen so gravierenden Gegensatz zur Realität auf wie die aktuellen Vorstellungen zur Chrome 500-Familie des Herstellers S3.

Doch der Reihe nach. Es war der 20. November 2008, als S3 eine neue Generation der Chrome 500 GPUs vorstellte und sich damit rühmte, endlich auch unter Linux Blu-Ray-Wiedergabe und Streaming HD anbieten zu können. Darüber hinaus unterstütze der neue Chipsatz die letzte Version der OpenGL-Spezifikation, so der Hersteller. Einzig ein kleiner Wermutstropfen blieb übrig, denn von den angekündigten Funktionen war mangels eines Treibers für das freie Betriebssystem keine Spur zu finden.

Als Phoronix die Treiber für Linux vermisste und beim Hersteller nachfragte, erklärte S3, an einer Unterstützung für Linux gerade zu arbeiten. Laut Aussage des Pressesprechers Benson Tao wollte das Unternehmen Mitte Dezember entsprechende Treiber auch für Linux veröffentlichen.

Pünktlich am 2. Dezember kündigte S3 die erste Betaversion eines OpenGL 3.0-Treibers an. Zur allgemeinen Verwunderung handelte es sich allerdings nicht um einen Linux-, sondern um einen Windows XP- und Vista-Treiber. Die Zeit verging und von Linux war immer noch keine Rede - bis Ende der vergangenen Woche.

Mit der Ankündigung von Chrome 540 GTX hob der Hersteller abermals die Vorteile der neuen Generation hervor und stellte als eine Besonderheit des Chipsatzes die Unterstützung von Linux heraus. Diverse Vertreter der schreibenden Zunft nahmen die Meldung auf und kündigten unter anderem an, dass Linux-Plattformen durch die Verwendung des Chrome 540 GTX Shaders effektiver arbeiten können.

Wäre da nur nicht das kleine Hindernis, dass es immer noch keinen Treiber für Linux gibt. Wer sich die Mühe macht und die Seiten des Herstellers ansteuert, findet offizielle Treiber für Chrome 20- und Chrome 400-GPUs. Der seit mittlerweile seit fast drei Monaten versprochene Chrome 500-Treiber für das freie Betriebssystem bleibt immer noch verschollen.

So bleibt nur, auf die Ankündigung der kommenden Version der Chrome-Familie zu warten und zu hoffen, dass entweder die falsche Ankündigung der Linux-Unterstützung verschwindet oder sich das Unternehmen endlich dazu durchringen wird, einen entsprechenden Treiber auch zu liefern.

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