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Di, 24. Februar 2009, 09:37

Software::Virtualisierung

Red Hat stellt Virtualisierungs-Strategie vor

Der Linux-Distributor Red Hat sieht Xen als Auslaufmodell und will das in Linux integrierte KVM in die Unternehmen bringen.

Nach Erkenntnissen von Red Hat haben viele Unternehmen noch nicht einmal mit Virtualisierung begonnen. Red Hat sieht dies als Gelegenheit, in diesem Markt Fuß zu fassen. Das Mittel der Wahl dazu ist der im Linux-Kernel enthaltene Hypervisor KVM. Red Hat hatte die Firma Qumranet, die KVM und die zugehörigen Produkte SolidICE, Spice und Verwaltungssoftware entwickelt hat, im September 2008 gekauft.

Den noch vorhandenen zeitlichen Vorsprung von Xen will Red Hat mit diesem Zukauf aufholen und künftig ganz auf KVM setzen. Der Vorteil von KVM liegt dem Distributor zufolge darin, dass es bereits seit zwei Jahren in den Linux-Kernel integriert ist. Xen soll noch unterstützt werden, solange Red Hat Support für Red Hat Enterprise Linux 5.x gewährt, also noch einige Jahre. Zugleich will Red Hat aber Tools entwickeln, die die Migration von Xen nach KVM ermöglichen sollen. Die Zukunft gehört bei Red Hat KVM, so dass wohl davon auszugehen ist, dass Red Hat Enterprise Linux 6 kein Xen mehr enthalten wird.

Zur Verwaltung der Virtualisierung hat Red Hat den die Produkte »Red Hat Enterprise Virtualization Manager für Server« und »Red Hat Enterprise Virtualization Manager für Desktops« angekündigt. Ersterer soll virtuelle Maschinen, Live-Migration, Hochverfügbarkeit, Images, Snapshots und Softwareverteilung verwalten und Funktionen zum Überwachen der Systeme und Berichtsfunktionen enthalten. Letzterer soll auf der Virtualisierungs-Schnittstelle VDI beruhen und damit eine Desktop-Virtualisierung ermöglichen. Dabei werden die Qumranet-Technologien SolidICE und SPICE zum Einsatz kommen, die es auch ermöglichen, das Display virtueller Maschinen, die auf einem Server laufen, auf den Desktop zu holen.

Ein weiteres Produkt von Red Hat wird der »Enterprise Virtualization Hypervisor« (RHEV-H) sein. Dieser ist ein Hypervisor, der unabhängig laufen und von Kunden als einheitliche und schlanke Basis für virtuelle Maschinen genutzt werden kann. Es sich dabei um einen auf die notwendigen Komponenten reduzierten Red Hat Enterprise Server mit KVM und libvirt, der vom Netz oder Flash gestartet werden kann und keine Installation benötigt.

Die Strategie von Red Hat bezieht sich auf die nächsten 18 Monate, in denen diese Produkte auf den Markt kommen sollen. Die ersten Produkte sollen Mitte 2009 erscheinen. KVM soll erstmals in RHEL 5.4 integriert werden.

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