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Di, 24. Februar 2009, 19:38

Software::Systemverwaltung

Bash 4.0 erschienen

Über zwei Jahre nach der letzten Version der GNU Bourne Again Shell haben die Entwickler eine neue Generation der Linux-Standardshell veröffentlicht.

Wie bereits die gerade Nummer suggeriert, bietet die aktuellste Version des FSF-Urgesteins neben den üblichen Fehlerkorrekturen eine Vielzahl neuer Funktionen. So unterstützt Bash 4.0 erstmals assoziative Arrays, die sich mit den dazugehörenden Kommandos erstellen, löschen oder bearbeiten lassen. Darüber hinaus haben die Entwickler die Redirect-Operatoren überarbeitet. Unter anderem versteht die Shell nun den Operator »|&« als Synonym für »2>&1 |«. Neu hinzugekommen sind ebenfalls die Case-Statements »;&« und »;;&« und der Umleitungs-Operator »>>&«. Beim Letzteren wird sowohl die Standardausgabe als auch die Fehlerausgabe gleichzeitig in eine Datei umgeleitet.

Weitere Änderungen wurden in den internen Kommandos durchgeführt. Unter anderem prüft die Shell bei der Dateikomplettierung durch die neue Option »dirspell« die korrekte Schreibweise einer Datei. Das »help«-Kommando produziert nun etwas lesbarere Resultate und das Kommando »ulimit« hat die Parameter »-b« für die Socket-Puffer-Größe und »-T« für die Anzahl der Threads.

Neu in Bash 4.0 ist ebenfalls die Shell-Option »globstar«. Bei der Aktivierung wirken die Wildcards »**« rekursiv auf Dateien und Verzeichnisse. Hinzu kommen neue Wort-Expansionen, um Klein- »(^[^])« und Großschreibung »(,[,])« zu ändern. Ferner weist Bash 4.0 eine Vielzahl von Korrekturen auf. Eine Liste aller Änderungen kann dem Changelog entnommen werden.

Bash 4.0 kann von den FTP-Servern des GNU-Projektes heruntergeladen werden. Die Dokumentation befindet sich in einem separaten Archiv. Zur Übersetzung und zur Laufzeit benötigen Anwender die neuste Version der Bibliothek GNU Readline.

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