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Sa, 28. Februar 2009, 11:16

Gesellschaft::Politik/Recht

Amsterdams Stadtverwaltung telefoniert via Asterisk

Amsterdams Stadtverwaltung stellt ihre Telefonanlage komplett auf ein auf Asterisk basierendes VoIP-System um.

Das Asterisk-Netz soll die zentrale Stadtverwaltung und die 15 Distrikte miteinander verbinden. Dazu werden die 18.000 Telefone der Behördenmitarbeiter durch VoIP-Telefone ersetzt. Die Behörde will zudem 9.000 zusätzliche Mobiltelefone anschaffen.

Nach der Umstellung beruht die Telefonanlage komplett auf freier Software. Damit wäre sie laut Arno Jolink, VOIP-Experte der holländischen IP-Telefon-Firma Israpunt, weltweit das größte Projekt in diesem Bereich. Gemäß Jolink enthalten die meisten anderen VoIP-Projekte auch einige proprietäre Anwendungen. Amsterdams Verwaltung wollte gänzlich Open Source einsetzen, so Jolink weiter. Israpunt hat darum eine eigene Management-Ebene erstellt, welche als Open Source zugänglich ist. Die Amsterdamer werden für ihre Anlagen Hardware von Digium und Sangoma einsetzen. »Die Stadt wollte, dass wir Firmen bevorzugen, die aktiv Open-Source-Software unterstützen«, so Jolink.

Das Asterisk-System kann in Betrieb genommen werden, ohne die existierende Infrastruktur zu unterbrechen und ohne in teure neue Hardware investieren zu müssen. »Das erlaubt uns eine schrittweise Migration«, schrieb Barth Prehn, einer der städtischen Administratoren in einer Nachricht auf der Webseite der Stadt.

Ein Pilotprojekt in diesem Bereich startete im Februar 2008 in der Hafenverwaltung, die dann im August letzten Jahres migrierte. Die Migration der kompletten Verwaltung soll innerhalb von fünf Jahren über die Bühne gehen. Die Stadt verspricht sich von der Migration spürbare Kosteneinsparungen, weil das VoIP-Netzwerk die momentan vorhandenen Telefonvermittlungen der einzelnen Distrikte überflüssig macht. Angeregt wurde die Migration durch ein ähnliches Projekt der belgischen Stadt Schoten.

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