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Sa, 7. März 2009, 13:33

Frankreichs Gendarmen sparen Millionen mit Open Source

Die Migration der französischen Gendarmerie auf einen Open-Source-Desktop hat das IT-Budget der Ordnungshüter um 70 Prozent reduziert.

Diese Zahl nannte Lieutenant-Colonel Xavier Guimard auf der NOiV-Konferenz im holländischen Utrecht, als er die erfolgreiche Migration von Microsoft Windows auf Ubuntu präsentierte.

Laut Guimard wurden die meisten Kosten eingespart, weil proprietäre Lizenzen der Vergangenheit angehören. Bis 2004 mussten die Gendarmen jährlich 12.000 bis 15.000 Lizenzen zahlen, 2005 waren es nur noch 27. »Seit Juli 2007 wurden von der Gendarmerie nur 200 Lizenzen geordert. Möchte einer von uns einen neuen Rechner, so kommt dieser mit Ubuntu. Das ermutigt unsere Nutzer, zu migrieren« so Guimard. Seinen Schätzungen zufolge hat die Gendarmerie allein im Bereich der Office-Lizenzen seit 2004 50 Millionen Euro eingespart.

Die Gendarmen beschlossen 2002 eine strikte Open-Standards-IT-Policy. Die 105.000 Köpfe zählende Polizeitruppe nutzte bis dato ein veraltetes IT-System, welches schwer zu betreuen war und nicht mit den Systemen anderer Polizeien oder Behörden zusammenarbeitete. Gemäß der Richtlinie wurden die Anwendungen für das Personal unter der Leitung von SAP so geschrieben, dass sie im Web-Browser liefen.

2004 wurde die Entscheidung, auf Open Source zu migrieren, von einem Buchhalter der Gendarmerie initiiert. »Microsoft forderte von uns, neue Lizenzen zu kaufen. Das verärgerte einen Buchhalter, welcher OpenOffice probiert hatte.« Laut Guimard begann Microsoft darauf hin, die Gendarmerie zu umgarnen. Als der General-Manager herausfand, dass »OpenOffice genauso gut arbeitete [wie MS Office] und dazu frei erhältlich war, entschied er, dass es auf allen 90.000 Rechnern installiert werden soll«, so Guimard.

Laut Guimard fand die Gendarmerie seit 2002 heraus, dass freie Anwendungen offene Standards besser unterstützen als proprietäre Software. Der Einführung eines zentralen IMAP-Servers folgte Mozilla Thunderbird. Der Schritt, alle Webanwendungen gleich gut arbeiten zu lassen, ließ den Firefox bei den Gendarmen einziehen.

2007 wurde entschieden, auch das Betriebssystem auszutauschen. »Der Sprung von Windows XP auf Vista hätte keine Vorteile gebracht und Microsoft sagte, dass eine Schulung für die Anwender nötig wäre. Ein Wechsel von XP zu Ubuntu war hingegen sehr einfach. Die zwei größten Unterschiede waren die Icons und die Spiele. Spiele sind nicht unsere Priorität«, so Guimard.

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Kommentare (Insgesamt: 57 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re: Falsch! (o13, Di, 10. März 2009)
Du, Chef... (abc, Di, 10. März 2009)
Re[4]: Spiele (Lord_Pinhead, Mo, 9. März 2009)
Re[2]: Vorzeigeprojekt (piepre, Mo, 9. März 2009)
Re[2]: Freude (Sizzla, Mo, 9. März 2009)
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