Login
Login-Name Passwort


 
Newsletter
Werbung

Mi, 18. März 2009, 10:24

Gesellschaft::Politik/Recht

Red-Hat-Patent löst Befremden aus

Ein von Red Hat in den USA angemeldetes Softwarepatent war Anlass zu diversen Spekulationen, was der Linux-Distributor in Zukunft damit anfangen könnte.

Das angemeldete, aber noch nicht erteilte Patent befasst sich mit der Auslieferung von Meldungen zwischen Anwendungen unter Verwendung von XQuery-Treffern. Es ist eine Erweiterung des AMQP-Protokolls, das von Red Hat mit entwickelt wird. Beobachter stellen die Frage in den Raum, ob dieses Patent wirklich nur zu defensiven Zwecken beantragt wurde. Als Schutz vor Ansprüchen von Dritten hätte es ja genügt, die Methode zu veröffentlichen.

Mit der Patentanmeldung geht es darum, Patentkläger abzuschrecken, schreibt nun Rob Tiller, Vizepräsident von Red Hat für »geistiges Eigentum«. in einer Erklärung. Red Hat sei über die Kommentare überrascht. Red Hat setze sich seit Jahren für eine Patentreform ein und hat das Open Invention Network mitgegründet, dessen Patente zur Abwehr von Patentklagen gegen freie Software genutzt werden sollen. Aber auch eigene Patente hat das Unternehmen erworben, um sich gegen Klagen zu wappnen. Insofern ist der neuerliche Patentantrag kein Einzelfall.

Ganz im Sinne der freien Softwaregemeinschaft hat Red Hat auch gehandelt, so Tiller, als es das FireStar-Patent lizenzierte und einen Schutz vor weiteren Patentklagen für die gesamte Nutzerschaft der betroffenen Software erreichte. Allerdings wurde diese Einigung kritisiert, da das Patent sehr fragwürdig war und auch gleich ganz hätte beseitigt werden können. Nur einen Monat später zeigte Sun, wie man das Problem richtig erledigt.

Desweiteren publizierte Red Hat ein Patentversprechen, das die schon genannten Positionen festschreibt und nach Auskunft von Rob Tiller auch weiterhin Gültigkeit besitzt. Red Hat wird laut Tiller weder das Patentversprechen noch seine Position zu Softwarepatenten ändern. Die Kommentare zur jüngsten Patentanmeldung seien durch einen Versuch, FUD zu verbreiten, zustande gekommen.

Dass Red Hat mit dem Patent nicht das AMQP-Protokoll bedroht, kann man laut Tiller an der AMPQ-Vereinbarung sehen. Diese gibt allen Benutzern und Entwicklern von AMQP eine unwiderrufliche und kostenlose Lizenz für alle Patente, die das System betreffen.

Werbung
Pro-Linux
Pro-Linux @Facebook
Neue Nachrichten
Werbung