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Do, 19. März 2009, 07:52

Software::Desktop::Gnome

GNOME 2.26 freigegeben

Die GNOME-Entwickler haben GNOME 2.26, die neueste Version der freien Desktop-Umgebung, freigegeben.

Desktop von GNOME 2.26

gnome.org

Desktop von GNOME 2.26

Der Zeitplan, der eine neue Version von GNOME alle sechs Monate vorsieht, konnte wiederum exakt eingehalten werden. Der Ankündigung zufolge, wird niemand, der GNOME 2.26 benutzt hat, zu einer früheren Version zurückwollen.

GNOME 2.26 bringt neben einigen größeren eine unüberschaubare Zahl von kleinen Verbesserungen. Hauptsächlich sollen die Benutzer mit dieser Version noch besser und effektiver arbeiten können, ohne sich grundlegend umstellen zu müssen. Selbst das neue Programm Brasero zum Brennen von CDs und DVDs macht da keine Ausnahme, da der bisherige einfache CD/DVD-Ersteller weiter vorhanden ist. Brasero enthält neue Funktionen wie das Brennen von Audio-CDs mit Titelvorschau, Titelaufteilung und Lautstärkenormalisierung, vollständige Unterstützung von Multisession, Integritätsüberprüfung, einen CD-Cover-Ersteller und die Unterstützung verschiedener Brenn-Backends.

Eine Erweiterung für den Datei-Manager macht es jetzt einfach, Dateien über WebDAV, HTTP oder Bluetooth auszutauschen. Die E-Mail- und Groupware-Anwendung Evolution wurde um zwei wichtige Funktionen erweitert, mit denen Anwendern geholfen wird, die von MS Windows in eine GNOME-Umgebung wechseln. Zum einen können nun persönliche Ordner von MS Outlook (PST-Dateien) direkt in Evolution importiert werden. Zum anderen gibt es nun die Unterstützung für das MAPI-Protokoll von MS Exchange. Bisher unterstütze Evolution nur das SOAP-Protokoll von Exchange, das nicht bei allen Exchange-Servern vorhanden ist.

Der Video-Player Totem wurde um zahlreiche neue Funktionen erweitert. Mit der DLNA/UPnP-Erweiterung Coherence ist es möglich, im Netz freigegebene Inhalte direkt aus dem Player zu durchsuchen und wiederzugeben. Die neue Erweiterung zum Herunterladen von Untertiteln ermöglicht es, Untertitel automatisch bei Bedarf zu finden und herunterzuladen. Für Benutzer von PulseAudio gibt es eine neue Lautstärkeregelung, die anwendungsabhängige Lautstärkeregelung, dynamisches Plug&Play und das Umleiten von Audiogeräten (z.B. USB-Sound-Karten) bereitstellt.

Die Bildschirmeinstellungen zeigen nun besser an, welche Monitore oder Projektoren angeschlossen sind, und machen es einfacher, die Monitore an verschiedene Gegebenheiten anzupassen. Einstellungen werden erst dauerhaft gespeichert, wenn sie vom Benutzer bestätigt wurden. Die Die Instant-Messaging-Anwendung Empathy ermöglicht nun die Dateiübertragung (aktuell nur bei Jabber und lokalem XMPP), Chatroom-Einladungen, Audio-Themen und Benachrichtigungen. Die Unterstützung von VoIP wurde verbessert. Unter Verwendung der freien Codecs Theora und Speex ist es nun möglich, Video- und Audio-Unterhaltungen mit allen Anwendungen zu führen, die das Jingle-Protokoll unterstützen. Eine Unterstützung für Audio-Themen und Desktop-Benachrichtigungen wurde ebenfalls hinzugefügt.

Die Adresszeile von Epiphany, dem Webbrowser von GNOME, besitzt nun Funktionen ähnlich wie die in Firefox 3.0. Außerdem integriert GNOME 2.26 den Fingerabdruckdienst fprintd, um es dem Anwender zu ermöglichen, sich mit einem Fingerabdruck zu authentifizieren und anzumelden. Auch bei der Barrierefreiheit gibt es Verbesserungen, vor allem im Bildschirmleser Orca, wo viele Fehler behoben und die Geschwindigkeit gesteigert wurden.

Intern baut GNOME auf die neue Version 2.16 des Toolkits GTK+. Version 3.0 von GTK+ ist in Arbeit und wird in einer der nächsten GNOME-Versionen zum Einsatz kommen. Die zu GTK+ gehörenden Bibliotheken wurden ebenfalls aktualisiert, zudem stellen einige GNOME-Anwendungen Bibliotheken für die Verwendung in anderen Anwendungen bereit. Die integrierte Entwicklungsumgebung Anjuta erhielt eine vollständig neue Symbolverwaltung und ein neues Lesezeichensystem für eine schnellere Navigation im Quelltext. Die Integration der Versionskontrollsysteme wurde ebenso verbessert wie der GUI-Builder Glade.

GNOME 2.26 unterstützt 48 Sprachen, die zu 80% oder mehr übersetzt sind. Eine ausführliche Beschreibung und Screenshots der neuen Funktionen finden Interessenten in den Release-Notes von GNOME 2.26 in mehreren Sprachen. Eine GNOME-Live-CD steht über BitTorrent bereit.

Der Quellcode von GNOME 2.26.0 steht auf den Download-Servern des Projektes für die fünf Untereinheiten Platform, Desktop, Admin, Bindings und Devtools bereit. Zum Compilieren steht ein Modulset für jhbuild zur Verfügung.

Der halbjährliche Zyklus von Veröffentlichungen, den sich das Projekt zum Ziel gesetzt hat, soll fortgesetzt werden. Die nächste Version von GNOME ist in Planung. Der Zeitplan für GNOME 2.28 soll demnächst vorgelegt werden.

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