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Fr, 20. März 2009, 13:35

Software::Desktop::Gnome

GNOME stellt auf Git um

Die GNOME-Entwickler verwenden künftig Git zum Verwalten des Quellcodes des Projekts.

Das seit Jahren verwendete Quellcode-Verwaltungssystem Subversion erschien den Projektverantwortlichen nicht mehr ausreichend. Ihr Ziel war es, auf ein dezentrales System umzusteigen. So beauftragten der Vorstand der GNOME Foundation, das Release-Team und das Sysadmin-Team Behdad Esfahbod, der im Dezember 2008 eine Umfrage unter den Entwicklern durchführte, welches verteilte Quellcode-Verwaltungssystem sie bevorzugen würden. Das Ergebnis war eine deutliche Mehrheit für Git.

Daher begannen noch im Januar 2009 einige Entwickler damit, das Subversion-Repositorium zu Git zu migrieren. Dokumentation über diesen Vorgang wurde im Wiki abgelegt.

Es gibt nun einen Git-Server auf git.gnome.org, der nach Team-Angaben eine funktionsfähige Vorschau aller GNOME-Git-Repositorien enthält. Das System wird noch nicht produktiv genutzt. Der Schwenk zu git soll direkt nach der Freigabe von GNOME 2.26.1 am 16. April 2009 erfolgen.

Das Git-Migrationsteam behebt derzeit die letzten Probleme mit Git und schreibt eine vollständige Dokumentation zur täglichen Verwendung von Git in GNOME. Mit dem Beginn der Entwicklung von GNOME 2.28 soll das System dann aktiv sein, und die Entwickler können sich ohne großen Zeitdruck an das System gewöhnen.

Git wurde 2005 von Linus Torvalds erfunden und für die Entwicklung des Linux-Kernels in Dienst gestellt. Es bewährte sich so gut, dass es heute wohl das populärste verteilte Quellcode-Verwaltungssystem darstellt. Zwar ist auch Git nach Meinung der GNOME-Entwickler nicht perfekt, aber laut der Umfrage wohl am weitesten verbreitet. Die Umstellung auf Git wird wohl signifikante Änderungen an vielen Arbeitsschritten im Projekt nach sich ziehen. Dies kann bei einer solchen Umstellung wohl kaum ausbleiben.

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