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Mo, 23. März 2009, 11:37

Software::Distributionen::Red Hat

Oracle will mit Red Hat Enterprise Linux kompatibel bleiben

Ein Artikel auf InternetNews.com beschäftigt sich mit der Frage, ob Oracle Linux einen Fork von Red Hat Enterprise Linux darstellt.

Im Oktober 2006 hatte Oracle angekündigt, sowohl eigenen Support für Red Hat Enterprise Linux als auch ein eigenes Linux-System auf Basis von Red Hat anzubieten. Mit diesem Schritt wollte das Unternehmen, das nach eigenen Angaben Linux in erheblichem Maße intern nutzt, den Support für die eigenen Datenbank-Produkte unter Linux verbessern. Der Support sollte genauso wie bei den Datenbank-Produkten angeboten werden.

Oracle Enterprise Linux beruht auf dem frei verfügbaren Quellcode von Red Hat Enterprise Linux (RHEL). Laut Oracle stellt es keinen Fork des Red-Hat-Systems dar, da das Unternehmen um komplette Kompatibilität bemüht sei. Dennoch enthält es einige Änderungen gegenüber RHEL, die laut Oracle dem Zweck dienen, die eigenen Kunden besser unterstützen zu können. Momentan sind es zwei wesentliche Änderungen. Die eine ist die Integration des Oracle-Cluster-Dateisystems OCFS2.

OCFS2 ist seit Linux 2.6.16 Teil des Standard-Kernels, wird aber von Red Hat in RHEL nicht bereitgestellt. Oracle füllt diese Lücke, indem es Pakete für RHEL zum freien Download bereitstellt. Im eigenen Enterprise-Linux ist das Dateisystem bereits integriert, weil es, so Oracle, von vielen Kunden benötigt wird und für manche den wesentlichen Grund darstellt, Linux einzusetzen.

Red Hat sieht dagegen dem Artikel zufolge bei seinen Kunden keinen Bedarf für OCFS2. Das Unternehmen bietet mit GFS ein vergleichbares Cluster-Dateisystem an. Für Red Hat ist GFS OCFS2 sogar überlegen.

Ein zweites Thema, bei dem sich beide Distributionen unterscheiden, ist die Virtualisierung. Red Hat unterstützte bisher Xen, will aber künftig vollständig auf KVM umschwenken. Das kommende RHEL 6 wird wohl kein Xen mehr enthalten, bestehende virtuelle Maschinen können aber auch unter KVM ausgeführt werden. Oracle hingegen wird an Xen festhalten, unabhängig davon, was Red Hat macht. Im November 2007 hatte Oracle eine eigene auf Xen beruhende Server-Virtualisierung vorgestellt, die auch weiterhin unterstützt werden soll.

Oracle betont weiterhin, dass Oracle Enterprise Linux keinen Fork darstelle. Die Oracle-Entwicklungen würden alle in den offiziellen Kernel fließen, von wo aus sie in jede Distribution übernommen werden können. Wie man an OCFS2 sieht, heißt das allerdings nicht, dass andere Distributionen das Feature auch tatsächlich unterstützen.

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