Das erste Gerät war das Neo 1973, der Freerunner ist das zweite Gerät und hat die interne Bezeichnung GTA02. Das GTA03 sollte der Nachfolger des Freerunner werden.
Man hätte gleich zu Beginn mit etwas brauchbarem kommen müssen. Damit sich eine brauchbare Community entwickelt muss zu allererst mal eine gewisse (beeindruckende) Vorleistung geleistet werden. Wenn die ersten Geräte wenigstens für Geeks brauchbar gewesen wären, hätte das ja vieleicht schon gereicht, aber im wesentlichen hatten die Dinger den Wert eines teuren Spielzeugs. Als Telefon hat die wohl keiner wirklich eingesetzt.
ich weiss nicht was du hast, als daily kannste das wunderbar mit qtextended improved laufen lassen, zum basteln gibts dann auf usd shr oder debian (fyp).
aha? wieso? mein fr hat ne uptime (reale laufzeit) von knapp ner woche. gsm, bluetooth, lan-over-usb (is ja klar), gps usw. laufen sauber und stabil. wlan brauch ich nicht (sollte aber klappen), des weiteren kann es musik machen.
ein kleines problem ist natürlich die akkulaufzeit, aber bei normaler benutzung hält mein fr derzeit etwa 24std durch.
Zum Glueck nur ein Aprilscherz. Sonst waere es schon wirklich traurig gewesen, weil es neben dem OpenMoko kein Ernst zunehmendes Linux Mobiltelefon auf dem Markt gibt.
Sean Moss-Pultz ist ein Visionär. Leider hat er es vergeigt. Der Handymarkt ist ein Massenmarkt, in dem die Claims zwischen den Großen abgesteckt werden. Da hat ein Newcomer es schwer.
Und Visionen helfen eher wenig, um die Tücken des praktischen Geschäfts zu überstehen.
Na ja, mir ist es eh' egal. Vor 2 Jahren wäre ich noch scharf auf so ein Teil gewesen, aber dank der Schäuble- Überwachnungsorgie reicht mein altes Handy, das meist ausgeschaltet im Ladegerät rumsteht - ich habe keine Lust, mit einem Bewegungsmelder rumzurennen.
Bei mir bei der Arbeit gibt es manchmal Taschenkontrollen, ich hol natürlich alles aus meiner Jacke heraus und zeige denen immer meine Tasche. Es kommt immer die Frage, ob ich ein Handy besitze. Natürlich verneine ich. Danach fragen die mich immer, ob Sie mich durchtasten dürfen. Nach dem durchtasten kommt immer ein merkwürdiger Spruch oder die gucken mich an, ob ich aus der Steinzeit komme.
Scheint normal zusein, dass jeder Mensch ein Handy besitzt.
Doch, doch... es gibt ja noch andere Anbieter, die auch etwas ankündigen... aber bisher sind es es hauptsächlich Ankündigungen. Und die beziehen sich meist nur auf die USA und Asien. Wenn das wie beim eeepc werden sollte, gibt es bis nächstes Jahr noch kein ARM-Netbook in Deutschland...
Die Überschrift lässt sich noch viel dramatischer lesen als es der Artikel vermuten lässt. Leider ist es so, dass über kurz oder lang diese dramatischere Lesart eintreten wird.
Das Experiment OpenMoko - ein Smartphone auf Basis freier Software - kann als gescheitert angesehen werden.
Auch wenn ich das Dahinvegetieren von OpenMoko mitbekommen habe, so macht es mich trotzdem traurig, dass eine Idee die so toll begann, sich verlaufen hat und nun bald Geschichte sein wird. Wer einen Freerunner hat, kann von sich behaupten an diesem kleinen gescheiterten Putsch gegen die Übermacht der proprietären Software mitgewirkt zu haben.
Leider bleiben jetzt nur noch Projekte übrig (zB. Maemo, Android) denen die Idee freier Software am Arsch vorbei geht und die sich einen Dreck darum scheren, dass für die Hardware auch Spezifikationen bereit stehen. Signierte Kernel, proprietäre Treiber und ein Haufen Programmierer die für Android entwickeln und die von alledem nichts verstehen oder denen das allenfalls egal ist.
So oder so ähnlich muss es für Richard damals gewesen sein, als alle seine Kumpels für die 'coolen' Jobs mit proprietärer Software engagiert wurden ...
Irgendwer wird sich sicherlich aufn Schlips getreten fühlen und will mir jetzt was gehässiges Antworten: Lass stecken, Alter. Geh in die Küche und mach dirn Marmeladenbrot. Ist uns allen mit geholfen. Meine Meinung kannst du mir eh nicht wegnehmen.
> Das Experiment OpenMoko - ein Smartphone auf Basis freier Software - kann als gescheitert angesehen werden.
Ja leider.
Allerdings ist man, meiner Meinung nach, vor allem an eigenen Fehlern gescheitert:
- Beim Betriebssystem hat man sich total verzettel. Erst mal die Richtung dann wieder eine andere. Noch möglichst viele Varianten, die alle aber ihre Probleme hatten. Anstatt das man sich auf eine Lösung konzentriert. Meiner Meinung nach gibt es selbst jetzt noch keine endkundentaugliches Betriebssystem für den Freerunner. Nichts was für den täglichen Einsatz geeignet wäre. - Auch die Hardware hat ihre schwächen. Meiner Meinung nach ist es z.B. ein schwerer Designfehler, dass es nicht ohne weiteres möglich ist Videos in der vollen Auflösung des Displays abzuspielen. Wegen der seltsamen Anbindung des Grafikchips für den es zudem nach meinem Kenntnisstand noch nicht einmal Treiber gibt um ihn voll zu nutzen. Des weiteren scheint die Akkulaufzeit auch noch bei weitem zu bescheiden, obwohl man sich da, angeblich mangels Betriebssystem das alle Sparmodi nutzt, nicht zu klaren Aussagen durchringen kann.
Gäbe es dies Fehler nicht, hätten Sie mindestens einen Freerunner mehr verkauft, nämlich an mich. Und wahrscheinlich geht es anderen auch so.
> Leider bleiben jetzt nur noch Projekte übrig (zB. Maemo, Android) denen die Idee freier Software am Arsch vorbei geht > und die sich einen Dreck darum scheren, dass für die Hardware auch Spezifikationen bereit stehen. Signierte Kernel, > proprietäre Treiber und ein Haufen Programmierer die für Android entwickeln und die von alledem nichts verstehen oder > denen das allenfalls egal ist.
Der größte Vorteil von Maemo oder Android gegenüber OpenMoko ist der, dass es endkundentaugliche Geräte gibt.
Zumindest bei Maemo habe ich auch den Eindruck das man auf dem Weg ist ein wirklich offenes Modell für die weitere Entwicklung zu erarbeiten.
Dann kann man auch einmal auf Symbian gespannt sein, wie sich das dort entwickelt. Unter eine freie Lizenz wird es ja kommen.
Aber richtig ist, das es schön wäre eine wirklich offene Handy Plattform zu haben. Und da war das Freerunner am nähesten dran und daher ist es schade, dass es da (zunächst) nicht weiter geht.
OpenMoko ist mit der GNOME Mobile Plattform gegen die Wand gefahren (OLPC-Prinzip) und hat dort zu viele Resourcen gelassen, um sich davon wieder erholen zu können. Sehr schade sowas.
>Leider bleiben jetzt nur noch Projekte übrig (zB. Maemo, Android) denen die Idee freier Software am Arsch vorbei geht und die sich einen Dreck darum scheren, dass für die Hardware auch Spezifikationen bereit stehen.
Ich sehe Android nicht als Projekt an, denen die Idee freier Software am Arsch vorbei geht. Android ist vollständig frei und jeder kann damit machen was er will. Jede Applikation ist gleichberechtigt und kann problemlos ausgetauscht werden. Das Hardwarehersteller Android auf Telefone einsetzen, für die nur Binary-Blobs für gewisse Hardware zur Verfügung steht, ist kein Android-Problem. Jeder Hersteller kann vollständig offene Hardware entwickeln und darauf Android klatschen. Vollständig unproblematisch. Und mein Entwicklerhandy kann auch problemlos unsignierte Firmware ausführen - wie das G1 mit ein wenig Arbeit übrigens auch. Ich bin von Android jedenfalls begeistert. Lässt sich super als Alltagshandy nutzen und gleichzeitig kann man problemlos dafür entwickeln. Das Phone ist quasi unbrickable und wenn du Bock hast, kannst du dort auch ein Debian drauf laufen lassen. Das einzige was mich richtig stört, ist der kleine Speicher für Applikationen. Ja, den kann man durch einen SD-Karten Hack umgehen, aber durch den kleinen Speicher werden kaum Programme existieren die mehr als 15Mb benötigen werden.
> Ich sehe Android nicht als Projekt an, denen die Idee freier Software am Arsch vorbei geht. Android ist vollständig frei und jeder kann damit machen was er will. Lies selbst was ein wichtiger Kernelentwickler dazu zu sagen hat: http://laforge.gnumonks.org/weblog/2008/10/23/
Guck dir die Android-Präsentationen an. Das ganze Userland ist neu geschrieben worden, nicht nur weil man es so besser anpassen kann, sondern weil sie sich die Lizenz dann selber aussuchen können und in diesem Fall ist mit Absicht die Nicht-Copyleft Lizenz "Apache License 2.0" gewählt worden.
> Und mein Entwicklerhandy kann auch problemlos unsignierte Firmware ausführen [...] Das weiß ich, das von dir genannte hat überhaupt nichts mit freier Software zu tun. Wenn du bei Nokia arbeitest, kannst du auch die Software auf deinen Telefonen austauschen. Die Idee freier Software ist aber, diese Möglichkeiten nicht einer kleinen Elite zukommen zu lassen, sondern jedem der es will.
Und genau diesen Geist verfolgt Android (und Maemo) nicht und das ist der Unterschied zu OpenMoko.
(Die Frage, ob einem die o.g. Ansätze wichtig sind oder nicht ist davon völlig unberührt. Mir sind sie wichtig und das ist meine Meinung.)
>> Ich sehe Android nicht als Projekt an, denen die Idee freier Software am Arsch vorbei geht. Android ist vollständig frei und jeder kann damit machen was er will.
>Lies selbst was ein wichtiger Kernelentwickler dazu zu sagen hat: http://laforge.gnumonks.org/weblog/2008/10/23/
Zitat: A bootloader that verifies that you did not modify the kernel, a kernel that ensures you do not run your own native applications.
Das ist schon mal falsch. Es gibt zwar auf dem G1 den Bootloader, aber man kann selbstsignierte Applikationen nutzen. Und den Bootloader kann man auch tauschen, oder sich gleich ein Dev-Phone ohne diesen Bootloader kaufen.
>Guck dir die Android-Präsentationen an. Das ganze Userland ist neu geschrieben worden, nicht nur weil man es so besser anpassen kann, sondern weil sie sich die Lizenz dann selber aussuchen können und in diesem Fall ist mit Absicht die Nicht-Copyleft Lizenz "Apache License 2.0" gewählt worden.
Was für mich durchaus Sinn macht. Ich würde keine C++-Applikationen aus dem Market haben wollen, die dann noch nichtmal in ner Sandbox laufen. Und das man die Android-Libs nicht GPL3 macht macht Sinn, denn man will auch closes-source-Entwickler gewinnen.
>> Und mein Entwicklerhandy kann auch problemlos unsignierte Firmware ausführen [...]
>Das weiß ich, das von dir genannte hat überhaupt nichts mit freier Software zu tun. Wenn du bei Nokia arbeitest, kannst du auch die Software auf deinen Telefonen austauschen. Die Idee freier Software ist aber, diese Möglichkeiten nicht einer kleinen Elite zukommen zu lassen, sondern jedem der es will.
Da ist schon ein Unterschied. Es gibt keinen Source von Nokia und du kannst als Normalsterblicher auch kein Entwicklerhandy von Nokia kaufen. Nokia wird es auch nicht zulassen, das jemand ein Handy baut, auf dem die Software unsigniert läuft.
>Und genau diesen Geist verfolgt Android (und Maemo) nicht und das ist der Unterschied zu OpenMoko.
Das ist falsch. Android läuft auch auf dem Freerunner. Du mixt hier Hardwarehersteller und Software. Android ist frei und Hardwarehersteller können Android nehmen und dafür sorgen das nur signierte Software auf ihrer Hardware läuft. Das ist aber ein Hardware und kein Softwareproblem. Sonst müsstest du sagen das Linux unfrei ist, weil du auf Tivo-Hardware nur signierte Linuxkernel ausführen kannst.
>Die Frage, ob einem die o.g. Ansätze wichtig sind oder nicht ist davon völlig unberührt. Mir sind sie wichtig und das ist meine Meinung.
Mir sind diese Ansätze auch wichtig und deshalb habe ich mich als mündiger Kunde erst für das G1 entschieden, als klar war das man den Entwicklerbootloader da drauf bekommt. Aber wie gesagt, das ist ein Hardware-Problem und keines von Android.
Bei Project B handelt es sich laut der Zeitung _nicht_ um ein Kommunikationsgeraet wie hier geschrieben:
"Es handle sich aber nicht um ein Telekommunikationsgerät. Im Gegensatz zu den Smartphones ziele die Firma bereits mit der ersten Version auf den Massenmarkt"
Hat das irgendetwas damit zu tun? Vor einiger Zeit gab es ja diese Meldung: http://www.pro-linux.de/news/2008/13466.html "OpenMoko kämpft gegen Softwarepatente"
Meiner Meinung nach war der alleinige Fokus auf die Eigenschaft der "Offenheit" das Problem. Auch wenn eine Lösung technisch nicht die beste war: Hauptsache das Hardware-Design war offen. So z.B. beim WLAN oder dem Grafik-Chip.
Die Performance war mies, das äußerliche Design sowohl des Gerätes als auch der Software war schlecht, üble Benutzbarkeit, aber den Entwicklern schien das egal - Hauptsache offen!
Man hätte doch erst mal kleine Brötchen backen können und zunächst was "Halb-Offenes" bringen können, da hätte man sich viel Zeit gespart anstatt diese mit der Suche nach einer völlig offenen Lösung auch noch für den letzten Pups zu verbringen. Diese Zeit hätte man in stabile Software invenstieren können.
Auch die Sturheit der Entwickler schien ein Problem. Man wollte Qtopia partout vermeiden, obwohl das schon weit gediehen war und frickelte lieber an was eigenem rum, das auch von der Performance her schlechter war.
Wäre man hier etwas kompromissbereit gewesen, hätte man früher ein wirklich fertiges Gerät veröffentlichen können, das sich auch besser für den Massenmarkt geeignet hätte. Hätte sich die Geschichte dann auch finanziell gerechnet, hätte man zunehmend immer mehr auf komplett offene Komponenten umsteigen können...
Aber nun ist es zu spät. Es bleibt zu hoffen, dass zukünftige, ähnliche Projekte aus den von Openmoko gemachten Fehlern lernen.
schade, hab mich schon aufs GTA03 gefreut.
Ich ebenfalls, irgendwie enttäuschend
Ich hoffe OpenMoko kommt wieder auf die Beine.
Das positive daran ist (für mich), das ich mir nun den Freerunner kaufe.
Hoffe das neue Projekt von Opennoko klappt und sie werden den GTA03 irgendwann mal wieder aufnehmen.
hoffentlich kommt die nächste Version trotzdem irgendwann noch.
natuerlich abgesehen von den buzzenden modellen
mein fr hat ne uptime (reale laufzeit) von knapp ner woche.
gsm, bluetooth, lan-over-usb (is ja klar), gps usw. laufen sauber und stabil.
wlan brauch ich nicht (sollte aber klappen), des weiteren kann es musik machen.
ein kleines problem ist natürlich die akkulaufzeit, aber bei normaler benutzung hält mein fr derzeit etwa 24std durch.
Jetzt leg bitte los und setz das um, ich schwadroniere weiter sinnlos in Foren über die Fehler anderer und pupse in meinen Sessel.
Guck mal auf das datum: "Erstellt: 02.04.2009"
Und Visionen helfen eher wenig, um die Tücken des praktischen Geschäfts zu überstehen.
Na ja, mir ist es eh' egal. Vor 2 Jahren wäre ich noch scharf auf so ein Teil gewesen, aber dank der Schäuble- Überwachnungsorgie reicht mein altes Handy, das meist ausgeschaltet im Ladegerät rumsteht - ich habe keine Lust, mit einem Bewegungsmelder rumzurennen.
Bei mir bei der Arbeit gibt es manchmal Taschenkontrollen, ich hol natürlich alles aus meiner Jacke heraus und zeige denen immer meine Tasche.
Es kommt immer die Frage, ob ich ein Handy besitze. Natürlich verneine ich. Danach fragen die mich immer, ob Sie mich durchtasten dürfen.
Nach dem durchtasten kommt immer ein merkwürdiger Spruch oder die gucken mich an, ob ich aus der Steinzeit komme.
Scheint normal zusein, dass jeder Mensch ein Handy besitzt.
Das Experiment OpenMoko - ein Smartphone auf Basis freier Software - kann als gescheitert angesehen werden.
Auch wenn ich das Dahinvegetieren von OpenMoko mitbekommen habe, so macht es mich trotzdem traurig, dass eine Idee die so toll begann, sich verlaufen hat und nun bald Geschichte sein wird. Wer einen Freerunner hat, kann von sich behaupten an diesem kleinen gescheiterten Putsch gegen die Übermacht der proprietären Software mitgewirkt zu haben.
Leider bleiben jetzt nur noch Projekte übrig (zB. Maemo, Android) denen die Idee freier Software am Arsch vorbei geht und die sich einen Dreck darum scheren, dass für die Hardware auch Spezifikationen bereit stehen. Signierte Kernel, proprietäre Treiber und ein Haufen Programmierer die für Android entwickeln und die von alledem nichts verstehen oder denen das allenfalls egal ist.
So oder so ähnlich muss es für Richard damals gewesen sein, als alle seine Kumpels für die 'coolen' Jobs mit proprietärer Software engagiert wurden ...
Irgendwer wird sich sicherlich aufn Schlips getreten fühlen und will mir jetzt was gehässiges Antworten: Lass stecken, Alter. Geh in die Küche und mach dirn Marmeladenbrot. Ist uns allen mit geholfen. Meine Meinung kannst du mir eh nicht wegnehmen.
Ja leider.
Allerdings ist man, meiner Meinung nach, vor allem an eigenen Fehlern gescheitert:
- Beim Betriebssystem hat man sich total verzettel. Erst mal die Richtung dann wieder eine andere. Noch möglichst viele Varianten, die alle aber ihre Probleme hatten. Anstatt das man sich auf eine Lösung konzentriert. Meiner Meinung nach gibt es selbst jetzt noch keine endkundentaugliches Betriebssystem für den Freerunner. Nichts was für den täglichen Einsatz geeignet wäre.
- Auch die Hardware hat ihre schwächen. Meiner Meinung nach ist es z.B. ein schwerer Designfehler, dass es nicht ohne weiteres möglich ist Videos in der vollen Auflösung des Displays abzuspielen. Wegen der seltsamen Anbindung des Grafikchips für den es zudem nach meinem Kenntnisstand noch nicht einmal Treiber gibt um ihn voll zu nutzen. Des weiteren scheint die Akkulaufzeit auch noch bei weitem zu bescheiden, obwohl man sich da, angeblich mangels Betriebssystem das alle Sparmodi nutzt, nicht zu klaren Aussagen durchringen kann.
Gäbe es dies Fehler nicht, hätten Sie mindestens einen Freerunner mehr verkauft, nämlich an mich. Und wahrscheinlich geht es anderen auch so.
> Leider bleiben jetzt nur noch Projekte übrig (zB. Maemo, Android) denen die Idee freier Software am Arsch vorbei geht
> und die sich einen Dreck darum scheren, dass für die Hardware auch Spezifikationen bereit stehen. Signierte Kernel,
> proprietäre Treiber und ein Haufen Programmierer die für Android entwickeln und die von alledem nichts verstehen oder
> denen das allenfalls egal ist.
Der größte Vorteil von Maemo oder Android gegenüber OpenMoko ist der, dass es endkundentaugliche Geräte gibt.
Zumindest bei Maemo habe ich auch den Eindruck das man auf dem Weg ist ein wirklich offenes Modell für die weitere Entwicklung zu erarbeiten.
Dann kann man auch einmal auf Symbian gespannt sein, wie sich das dort entwickelt. Unter eine freie Lizenz wird es ja kommen.
Aber richtig ist, das es schön wäre eine wirklich offene Handy Plattform zu haben. Und da war das Freerunner am nähesten dran und daher ist es schade, dass es da (zunächst) nicht weiter geht.
Ich sehe Android nicht als Projekt an, denen die Idee freier Software am Arsch vorbei geht. Android ist vollständig frei und jeder kann damit machen was er will. Jede Applikation ist gleichberechtigt und kann problemlos ausgetauscht werden. Das Hardwarehersteller Android auf Telefone einsetzen, für die nur Binary-Blobs für gewisse Hardware zur Verfügung steht, ist kein Android-Problem.
Jeder Hersteller kann vollständig offene Hardware entwickeln und darauf Android klatschen. Vollständig unproblematisch. Und mein Entwicklerhandy kann auch problemlos unsignierte Firmware ausführen - wie das G1 mit ein wenig Arbeit übrigens auch. Ich bin von Android jedenfalls begeistert. Lässt sich super als Alltagshandy nutzen und gleichzeitig kann man problemlos dafür entwickeln. Das Phone ist quasi unbrickable und wenn du Bock hast, kannst du dort auch ein Debian drauf laufen lassen.
Das einzige was mich richtig stört, ist der kleine Speicher für Applikationen. Ja, den kann man durch einen SD-Karten Hack umgehen, aber durch den kleinen Speicher werden kaum Programme existieren die mehr als 15Mb benötigen werden.
Lies selbst was ein wichtiger Kernelentwickler dazu zu sagen hat: http://laforge.gnumonks.org/weblog/2008/10/23/
Guck dir die Android-Präsentationen an. Das ganze Userland ist neu geschrieben worden, nicht nur weil man es so besser anpassen kann, sondern weil sie sich die Lizenz dann selber aussuchen können und in diesem Fall ist mit Absicht die Nicht-Copyleft Lizenz "Apache License 2.0" gewählt worden.
> Und mein Entwicklerhandy kann auch problemlos unsignierte Firmware ausführen [...]
Das weiß ich, das von dir genannte hat überhaupt nichts mit freier Software zu tun. Wenn du bei Nokia arbeitest, kannst du auch die Software auf deinen Telefonen austauschen. Die Idee freier Software ist aber, diese Möglichkeiten nicht einer kleinen Elite zukommen zu lassen, sondern jedem der es will.
Und genau diesen Geist verfolgt Android (und Maemo) nicht und das ist der Unterschied zu OpenMoko.
(Die Frage, ob einem die o.g. Ansätze wichtig sind oder nicht ist davon völlig unberührt. Mir sind sie wichtig und das ist meine Meinung.)
>Lies selbst was ein wichtiger Kernelentwickler dazu zu sagen hat: http://laforge.gnumonks.org/weblog/2008/10/23/
Zitat: A bootloader that verifies that you did not modify the kernel, a kernel that ensures you do not run your own native applications.
Das ist schon mal falsch. Es gibt zwar auf dem G1 den Bootloader, aber man kann selbstsignierte Applikationen nutzen. Und den Bootloader kann man auch tauschen, oder sich gleich ein Dev-Phone ohne diesen Bootloader kaufen.
>Guck dir die Android-Präsentationen an. Das ganze Userland ist neu geschrieben worden, nicht nur weil man es so besser anpassen kann, sondern weil sie sich die Lizenz dann selber aussuchen können und in diesem Fall ist mit Absicht die Nicht-Copyleft Lizenz "Apache License 2.0" gewählt worden.
Was für mich durchaus Sinn macht. Ich würde keine C++-Applikationen aus dem Market haben wollen, die dann noch nichtmal in ner Sandbox laufen. Und das man die Android-Libs nicht GPL3 macht macht Sinn, denn man will auch closes-source-Entwickler gewinnen.
>> Und mein Entwicklerhandy kann auch problemlos unsignierte Firmware ausführen [...]
>Das weiß ich, das von dir genannte hat überhaupt nichts mit freier Software zu tun. Wenn du bei Nokia arbeitest, kannst du auch die Software auf deinen Telefonen austauschen. Die Idee freier Software ist aber, diese Möglichkeiten nicht einer kleinen Elite zukommen zu lassen, sondern jedem der es will.
Da ist schon ein Unterschied. Es gibt keinen Source von Nokia und du kannst als Normalsterblicher auch kein Entwicklerhandy von Nokia kaufen. Nokia wird es auch nicht zulassen, das jemand ein Handy baut, auf dem die Software unsigniert läuft.
>Und genau diesen Geist verfolgt Android (und Maemo) nicht und das ist der Unterschied zu OpenMoko.
Das ist falsch. Android läuft auch auf dem Freerunner. Du mixt hier Hardwarehersteller und Software. Android ist frei und Hardwarehersteller können Android nehmen und dafür sorgen das nur signierte Software auf ihrer Hardware läuft. Das ist aber ein Hardware und kein Softwareproblem. Sonst müsstest du sagen das Linux unfrei ist, weil du auf Tivo-Hardware nur signierte Linuxkernel ausführen kannst.
>Die Frage, ob einem die o.g. Ansätze wichtig sind oder nicht ist davon völlig unberührt. Mir sind sie wichtig und das ist meine Meinung.
Mir sind diese Ansätze auch wichtig und deshalb habe ich mich als mündiger Kunde erst für das G1 entschieden, als klar war das man den Entwicklerbootloader da drauf bekommt. Aber wie gesagt, das ist ein Hardware-Problem und keines von Android.
Das hat allerdings wenig mit freier Software an sich zu tun, sondern einfach nur mit schlechtem Projektmanagement.
> Leider bleiben jetzt nur noch Projekte übrig (zB. Maemo, Android) denen die Idee freier Software am Arsch vorbei geht
Wenn RMS seine Ideale so wichtig sind, hätte er sie auch alle in seine Lizenzen rein schreiben sollen. Ansonsten: dumm gelaufen.
"Es handle sich aber nicht um ein Telekommunikationsgerät. Im Gegensatz zu den Smartphones ziele die Firma bereits mit der ersten Version auf den Massenmarkt"
Vor einiger Zeit gab es ja diese Meldung:
http://www.pro-linux.de/news/2008/13466.html
"OpenMoko kämpft gegen Softwarepatente"
Auch wenn eine Lösung technisch nicht die beste war: Hauptsache das Hardware-Design war offen. So z.B. beim WLAN oder dem Grafik-Chip.
Die Performance war mies, das äußerliche Design sowohl des Gerätes als auch der Software war schlecht, üble Benutzbarkeit, aber den Entwicklern schien das egal - Hauptsache offen!
Man hätte doch erst mal kleine Brötchen backen können und zunächst was "Halb-Offenes" bringen können, da hätte man sich viel Zeit gespart anstatt diese mit der Suche nach einer völlig offenen Lösung auch noch für den letzten Pups zu verbringen. Diese Zeit hätte man in stabile Software invenstieren können.
Auch die Sturheit der Entwickler schien ein Problem. Man wollte Qtopia partout vermeiden, obwohl das schon weit gediehen war und frickelte lieber an was eigenem rum, das auch von der Performance her schlechter war.
Wäre man hier etwas kompromissbereit gewesen, hätte man früher ein wirklich fertiges Gerät veröffentlichen können, das sich auch besser für den Massenmarkt geeignet hätte. Hätte sich die Geschichte dann auch finanziell gerechnet, hätte man zunehmend immer mehr auf komplett offene Komponenten umsteigen können...
Aber nun ist es zu spät. Es bleibt zu hoffen, dass zukünftige, ähnliche Projekte aus den von Openmoko gemachten Fehlern lernen.