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Mo, 6. April 2009, 18:46

Unternehmen

Sun-Übernahme durch IBM geplatzt

Die Übernahmeverhandlungen zwischen dem US-Technologiekonzern IBM und dem Hersteller Sun Microsystems sind gescheitert.

Dem Vernehmen nach war der gebotene Kaufpreis von 9,40 Dollar je Aktie zu niedrig. Wenngleich die Offerte dem doppelten Sun-Börsenwert entsprochen hatte, blieben Branchenkenner in Hinblick auf die unterschiedliche Geschäftsausrichtung der beiden Unternehmen skeptisch. Ein Platzen der Gespräche sei zu keinem Zeitpunkt auszuschließen gewesen. Nachdem IBM das Angebot von 9,55 Dollar pro Aktie auf 9,40 Dollar gesenkt hatte, wies Sun das Angebot nunmehr zurück. Von Seiten IBMs bestehe demnach kein Interesse mehr an einer Übernahme, weshalb zumindest vorerst keine weiteren Verhandlungen stattfinden sollen.

US-Medien zufolge versuchte IBM den Preis für die Sun-Akquisition mehrfach zu drücken. Mit den Verhandlungen sei man jedoch bereits in einem fortgeschrittenen Stadium angelangt. IBM habe bereits über 100 Anwälte mit der Prüfung möglicher Einsprüche durch die US-Wettbewerbsbehörde und etwaiger rechtlicher Probleme beauftragt. Nach einem Bericht durch die Rechtsanwälte habe das Unternehmen erneut versucht, die Offerte zu drosseln. Ursprünglich sei in den Gesprächen ein Preis von bis zu elf Dollar je Papier verhandelt worden. Die mehrfachen Senkungen wurden von IBM vornehmlich mit hohen Abfindungen begründet, die bei einer erfolgreichen Übernahme an das Sun-Topmanagement bezahlt werden müssten.

Sun habe unterdessen wissen lassen, nicht exklusiv mit IBM in Übernahmeverhandlungen zu stehen. Branchenkenner meinen daher, im Scheitern der Gespräche ein taktisches Manöver orten zu können, um IBM zu einem höheren Angebot zu bewegen. Die Wiederaufnahme der Verhandlungen sei demzufolge nicht auszuschließen. Von öffentlichen Stellungnahmen sahen die beiden Unternehmen bislang ab. Für IBM wäre der Deal die bislang größte Investition in der Firmengeschichte gewesen. Experten zufolge ändere das Platzen jedoch nichts an der weiteren Strategie. Als Favoriten für eine Sun-Akquisition ohne IBM werden derzeit HP und Cisco gehandelt. Besonders für den Netzwerkspezialisten, der zuletzt einen Einstieg in den Servermarkt wagte, mache ein Sun-Deal Sinn, um sich Marktanteile zu sichern. (pte)

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