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Thema: Pro-Linux: Die Vorgeschichte von Linux

66 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
Score: 3 Von freax am Mo, 13. April 2009 um 23:25 #
sollte es nicht ursprünglich freax heißen oder irre ich mich da.
und wurde es nicht halb hinter linus rücken am server mit "linux" benannt?
zumindest habe ich das so aus "the code" in erinnerung.
  • Score: 3 Von glasen am Mo, 13. April 2009 um 23:34 #
    Ja, du hast recht. Linus Torvalds wollte das System eigentlich "Freax" nennen, aber ein befreundeter Sysadmin legte für ihn ein Verzeichnis auf dem FTP-Server seiner Uni mit dem Namen "Linux" an.

    So steht es zumindest in Linus' Autobiographie "Just for fun".

    • Score: 3 Von Nö nö am Di, 14. April 2009 um 16:06 #
      wie es damals üblich war, legte man ein Verzeichnis mit dem Namen an, hier "Linus", er hat sich einfach vertippt, denn das "s" ist nicht weit weg vom "x".
      So und nicht anders war es. ;-)
      Score: 3 Von RPR am Mi, 15. April 2009 um 23:06 #
      Na da bin ich aber froh, dass der Sysadmin das so genannt hat (mit oder ohne s/x-Vertipper).
      Ein - mal schönes - Beispiel für den Einfluss von Sysadmins auf Software ;-)
Score: 3 Von Lars am Di, 14. April 2009 um 00:07 #
Hey HJB, toller Artikel! Ich weiß gar nicht mehr mit welchem Kernel ich angefangen habe, 0.99-PR13 war es allerdings nicht ;-) Meine ersten Gehversuche mit Linux fanden mit Debian 1.3 statt. Auf dem CD-Cover stand damals, daß Debian von der NASA genutzt wird, das fand ich irgendwie scharf...

Gruß und Dank,
Lars

  • Score: 3 Von hjb am Di, 14. April 2009 um 08:29 #
    Hi, der Artikel ist von Dirk Geschke, wenn das irgendwie nicht richtig herauskommen sollte :-)
    Score: 3 Von stefan am Di, 14. April 2009 um 10:12 #
    Jau, liest sich gut und ist interessant, auch nicht "spannend". Jetzt weis ich wieder ein wenig mehr über die Ahnen meines OS.

    Stefan

    Score: 3 Von gustl am Mi, 15. April 2009 um 12:53 #
    Ja, vielen Dank für diesen Artikel.

    Meine erste Linux Version war irgendein frühes Redhat. 4.irgendwas. Jedenfalls hatte es einen Kernel 2.0.x drauf, die darauf folgende Version hatte aber schon 2.2.x.

    Ich war noch Student und wollte auf Linux umsteigen, was aber nicht ging, weil ich keine Ahnung hatte, dass es LaTeX gab, und ich kannte nur WORD und EXCEL (ojeojeojeojeoje). So ein richtiger Microsoftie halt. So saß ich dann vor meiner Linux-installation, konnte den Emacs anstarten, und fragte mich: "Was mach ich jetzt?"

Score: 3 Von Alexander am Di, 14. April 2009 um 00:33 #
Habe den Artikel gerade mit Genuss gelesen.
So fundierte und aufschlussreiche Informationen über die Vorgeschichte von Linux, zusammengefasst in einem sich auf das Wesentliche konzentrierenden Artikel, sind eine Seltenheit.

Viele Grüße, Alexander

Score: 3 Von bananarama am Di, 14. April 2009 um 01:57 #
> 1980 erschienen dann 4BSD und das nächste Unix-Derivat:
> Xenix von Microsoft - sie versuchten sich erst an Unix
> und fielen damals schon dadurch auf, dass sie zu anderen
> Systemen inkompatibel waren[8]. Interessanterweise
> vermarkteten sie ihre Unix-Version nicht direkt,
> sondern vertrieben sie über die Firma SCO, Santa Cruz
> Operation. Letztere sorgte in jüngster Zeit für viel
> Wirbel um die Unix-Rechte.


Das ist ja ein echter Treppenwitz der Geschichte. Ich bin sprachlos und very amused :-)

Ein schöner Artikel: 3 Daumen hoch!

  • Score: 3 Von Daniel Baumann am Di, 14. April 2009 um 07:35 #
    Wobei der Witz keiner ist weil SCO != SCO.

    Die "alte" SCO heisst seit 2001 Tarantella, gehoert mittlerweile zu Sun, und hat nichts mit der "neuen" SCO zu tun die meint, Gott und die Welt verklagen zu muessen.

    • Score: 3 Von Dirk Geschke am Di, 14. April 2009 um 11:04 #
      Naja, das kommt ganz auf die Sichtweise an was man als die "alte" SCO bezeichnet. Die Server-Software und Unix-Sparte wurde an Caldera verkauft, den Teil würde ich eigentlich als den Hauptteil von SCO betrachten. Caldera hat sich dann in The SCO Group umbenannt. BTW: Caldera ware eine Abspaltung von Novell...
      • Score: 3 Von hjb am Di, 14. April 2009 um 12:37 #
        Ich würde es eigentlich nicht als Abspaltung bezeichnen. Aber zumindest begann es als Projekt innerhalb von Novell, wenn man Wikipedia glauben darf.
Score: 3 Von Markus am Di, 14. April 2009 um 02:01 #
In der Aufzählung der wichtigsten Erfindungen auf dem Weg zum turing-äquivalenten Rechner fehlt die "Analytical Engine" von Charles Babbage, die von Ada Lovelace programmiert, aber - zumindest zu dieser Zeit - wegen mechanischer Probleme nicht gebaut wurde. Diese Gerätschaft gilt als erste programmierbare Rechenmaschine.
  • Score: 3 Von Dirk Geschke am Di, 14. April 2009 um 11:13 #
    Ah, interessant. Nur wo soll man diese Maschine einsortieren wenn sie scheinbar nie gebaut wurde? Letzteres legt zumindest der Artikel von Wikipedia nahe...

    Ok, man könnte das Jahr 1837 als erste Erwähnung verwenden...

    • Score: 3 Von Friedrich Hattendorf am Di, 14. April 2009 um 18:35 #
      Doch, sie wurde gebaut ;-)

      1991/2000 für das Science museum in London
      http://www.sciencemuseum.org.uk/images/I033/10303307.aspx

      und kann dort besichtigt werden

Score: 3 Von ThorstenS am Di, 14. April 2009 um 07:55 #
ein super Artikel, vielen Dank dafür!
Score: 3 Von Kellner am Di, 14. April 2009 um 08:33 #
Warum setzt der Autor den Bachelor mit dem deutschen Diplom gleich? Ein amerik. Bachelor ist sicherlich genauso mit einem deutschen Bachelor zu vergleichen, aber niemals mit einem Diplom.
  • Score: 3 Von Fraggle am Di, 14. April 2009 um 08:47 #
    Korrekt, BA ist in etwa zwischen Vordiplom und Diplm anzusiedeln und der MA zwischen Diplom und Dr. Der Fehler wird gerne immer wieder gemacht.
    • Score: 3 Von Lars am Di, 14. April 2009 um 12:48 #
      Der Master ist sicherlich nicht zwischen Diplom und Dr. anzusiedeln! Zu meinem Diplom gab es eine englischsprachige Erklärung (vermutlich wg. Bolognia) auf der steht: "... degree exceeds requirements for a typical master's degree (M.Sc.)". Ich denke es wird an einigen Unis sogar noch eine Weile dauern, bis die Umstellung auf das BA/MA System soweit umgesetzt wurden, daß man den Master mit dem Diplom gleichsetzen kann.
      • Score: 3 Von jonas am Di, 14. April 2009 um 13:56 #
        Das mit deinem Diplom kann ja sein, solange das institut das aber nur behauptet ist das eben das: eine behauptung.

        BAs und MAs werden für teuer geld akkreditiert und müssen engen rahmenvorgaben wie etwa workloadzuschnitten entsprechen.

        ich würde sagen:
        ein Ba ist ein BA, ein Diplom ein Diplom, ein MA ein MA und ein Dr ein Dr. Und das gilt jetzt nur für eine institution, nämlich ein BA an einer Fachhochschule die ihre absolventen danach in der industrie sehen möchtge kann was ganz andere sein als ein BA an einer UNI die ihre absolventen möglichst breit in ihrem master sehen möchte....

        • Score: 3 Von Lars am Di, 14. April 2009 um 14:28 #
          Ich wollte damit auch nur unterstreichen, daß der Master sicherlich nicht zwischen einem Diplom und einem Dr. anzusiedeln ist. Unterschiede zwischen den verschiedenen Unis gibt es sicher, die Unterschiede sind schon bei verschiedenen Professoren zu finden. Wir scheinen also das selbe zu meinen ...
      Score: 3 Von zzz am Di, 14. April 2009 um 16:45 #
      Nein.
      Hier ein willkürlich herausgegriffenes Beispiel aus der Chemie:
      http://www.chemie.uni-halle.de/chemie-studium/bachelor/
      Hier steht klar und deutlich:

      "Die Masterprüfung CHEMIE entspricht der Diplomprüfung CHEMIE.

      Der akademische Grad "Master of Science" ist dem akademischen Grad "Diplom" äquivalent."

      Der Master wird also hier mit dem Diplom gleichgesetzt.

      Das trifft auch die Wirklichkeit sehr genau:
      Die Regelstudienzeit bei beiden Studiengängen ist die gleiche: 10 Semester inklusive Diplomarbeit.

      Früher wurde das Vordiplom nach dem 4. Semester abgelegt.
      Nun macht man halt den Bachelor nach dem 6. Semester.

      Und?
      IMHO führt da am Diplom bzw. Master kein Weg vorbei.

    Score: 3 Von Upsala am Di, 14. April 2009 um 10:06 #
    Vorsicht Junge, ein Bachelor in Havard ist mit Sicherheit mehr wert als ein Diplom von einer deutschen, staatsfinzierten Uni!
    • Score: 3 Von unbeteiligter Dritter am Di, 14. April 2009 um 11:35 #
      Und dass George W. Bush auch einen Harvard-Abschluss hat, macht dich nicht ein wenig nachdenklich?

      Richtig ist, dass es sehr fähige Leute in Harvard/Yale gibt. Aber es gibt noch viele andere Möglichkeiten zu einem Harvard-Abschluss zu kommen. In vielen Bereichen kochen die auch nur mit Wasser und grünen Scheinen.
      Und einen US-Bachelor (egal welcher Uni) quasi über ein deutsches Diplom zu setzen, halte ich für abenteuerlich.

      Score: 3 Von Lars am Di, 14. April 2009 um 12:52 #
      Du hast noch nie mit Leuten aus Harvard zu tun gehabt oder ...? Wobei ich Dir zumindest insofern Recht geben würde, daß ein Harvardabschluß in der Industrie mehr Eindruck schindet. Ob die Person jedoch mehr drauf hat als einer aus Deutschland, sei mal dahingestellt.
    Score: 3 Von Dirk Geschke am Di, 14. April 2009 um 11:24 #
    > Warum setzt der Autor den Bachelor mit dem deutschen Diplom gleich?

    Die Antwort ist recht einfach: Zu dem Zeitpunkt als der Text entstanden ist gab es in Deutschland noch keinen Bachelor in Physik, da kommt das Diplom dem an nächsten.

    Mittlerweile braucht man dann wohl den Bachelor nicht mehr übersetzen, ob die aber vollständig vergleichbar sind entzieht sich meiner Kenntnis...

mehr BA
Score: 3 Von wolf am Di, 14. April 2009 um 08:43 #
Schöner Artikel, aber bezüglich RMS und seinem Bachelor, ein Diplom ist vergleichbar mit dem MA nicht dem BA.
  • Score: 3 Von bananarama am Di, 14. April 2009 um 11:42 #
    > Schöner Artikel, aber bezüglich RMS und seinem Bachelor, ein Diplom ist vergleichbar mit dem MA nicht dem BA.

    Das kann man sehen, wie man will. In Deutschland ist der Bachelor per Definition das Regelstudium. So wie es das Diplom war. Der Master ist lediglich ein Aufbaustudium.

    • Score: 3 Von hust am Di, 14. April 2009 um 11:59 #
      Das, mein Freund ist mit Verlaub Schwachsinn! Ein deutscher Bachelor ist weit weniger als ein Diplom. Der Dekan meiner ehemaligen FH bestätigte diesen Verdacht in einem Anfall von Redseligkeit. Bachelor ist gekürzter Zeitraum, mit gekürztem Lehrstoff ohne Praxissemester. Also ein halbgewalkter praxisfremder Naseweis. Um an das Niveau eines guten deutschen Diplom-Ingenieurs heran zu kommen brauchst du unbedingt den Master. Jeder Professor mit dem ich bisher sprach war sehr, sehr schlecht auf dieses System zu sprechen. Aber unsere Regierung muss ja jeden Scheiß der von den Amis kommt mitmachen. Und unsere Bückperserin..äähh Bundesmerkel, wird nicht müde noch mehr idiotische Ideen von denen da drüben zu übernehmen...
      • Score: 3 Von bananarama am Di, 14. April 2009 um 13:53 #
        Entspann dich, mein Freund. Ich habe nichts von mehr oder weniger Wert (wo du recht haben magst) geschrieben, sondern von der gesetzlichen Regelung, die nun einmal so ist, wie sie ist.
      Score: 3 Von christian am Di, 14. April 2009 um 12:31 #
      Schlimm, dass das das Regelstudium sein soll.
      Ein Bachelor ist kein Diplom.
      Ich verstehe auch nicht, wieso man nicht das frühere System von Diplomen (Uni und FH) ausschließlich beibehalten hat.
      So werden nur noch mehr neue Arbeitslose produziert.
      Ein Bachelor-Absolvent gilt gemeinhin als Absolvent auf "Vordiplom-Niveau".

      Es gibt außerdem Studiengänge, da ist ein Bachelor im Hinblick auf die Verwertbarkeit im Beruf weniger wert als eine solide IHK-Berufsausbildung in der Großindustrie, z.B. in der Chemie.

      • Score: 3 Von Friedrich Hattendorf am Di, 14. April 2009 um 18:42 #
        |zitat| Es gibt außerdem Studiengänge, da ist ein Bachelor im Hinblick auf die Verwertbarkeit im Beruf weniger wert als eine solide IHK-Berufsausbildung in der Großindustrie, z.B. in der Chemie. |/zitat|

        Aber unserer Poly-ticker sind nun mal geil auf statistische Akademiker. Und solange im Amiland das was bei uns Berufschschule ist schon Akademiker heisst, rufen sie "will haben!"

    Score: 3 Von Lars am Di, 14. April 2009 um 12:32 #
    Diese Kleinigkeit ist mir auch aufgefallen. Wenn man ein wenig kombiniert, kommt man zu dem Ergebnis, daß Dirk G. selber Physiker ist, somit verwundert es um so mehr ;-)
    • Score: 3 Von Dirk Geschke am Di, 14. April 2009 um 14:25 #
      Wie bereits weiter oben angemerkt: Als der Text entstanden ist war die Welt des Physikstudiums in Deutschland noch in Ordnung: Es gab keine Bachelors. Damit kam dem BA ein Diplom am nächsten.

      In wieweit man nun einen BA am MIT mit einem Bachelor an einer deutschen Universität vergleichen kann vermag ich nicht zu beurteilen.

Score: 3 Von interessehalber am Di, 14. April 2009 um 09:46 #
Wieso gebt ihr Linux den Vorzug vor BSD?
Score: 3 Von Sebastian am Di, 14. April 2009 um 12:01 #
Dieses Detail würde in dem (ansonsten sehr guten Artikel -- DANKE) noch fehlen.
  • Score: 3 Von pinky am Di, 14. April 2009 um 12:37 #
    Linus hat erst eine proprietäre Software Lizenz gewählt und wurde dann von, ich glaube es war Ari Lempke (wahrscheinlich jetzt komplett falsch geschrieben ;-) ), dazu überredet Linux später unter die GPL zu stellen
    Score: 3 Von Dirk Geschke am Di, 14. April 2009 um 13:57 #
    Ursprünglich hatte Linus eine komplett freie Lizenz verwendet als Folge von dem Lizenzdebakel mit Minix. Damit hätten dann aber auch Distributoren Probleme bekommen CDs zu verkaufen.

    Der Grund warum er zur GPL gewechselt hat ist einfach: Es war ein Tribut an die Werkzeuge die er am meisten nutzte, vor allem den GCC aber auch die bash. Es waren also weniger die Ziele der FSF die in hier leiteten sondern mehr der Wunsch frei zugängliche Software zu haben.

    • Score: 3 Von dirk am Di, 14. April 2009 um 15:51 #
      nun, freie Software ist ja auch der Wunsch der FSF :-) Aber Linus ist es schon damals immer pragmatisch angegangen.
      Schlussendlich kann man wohl froh sein, das durch die Geschichte beide Lizenzen populär geworden sind.
      Score: 3 Von pinky am Di, 14. April 2009 um 21:13 #
      >Ursprünglich hatte Linus eine komplett freie Lizenz verwendet

      Nein, er hat ursprümglich eine proprietäre Lizenz verwendet und wurde erst ca. 1 Jahr später dazu überredet Linux unter eine Freie Software Lizenz zu stellen!

      • Score: 3 Von Dirk Geschke am Di, 14. April 2009 um 22:57 #
        Mit komplett freier Lizenz meinte ich, dass der Code komplett frei war:

        - Full source must be available (and free), if not with the distribution then at least on asking for it.

        - Copyright notices must be intact. (In fact, if you distribute only parts of it you may have to add copyrights, as there aren't (C)'s in all files.) Small partial excerpts may be copied without bothering with copyrights.

        - You may not distibute this for a fee, not even "handling" costs.

        Hier steht aber explizit, dass keinerlei Gebühren verlangt werden dürfen, somit hätten Distributoren noch nicht einmal die Materialkosten in Rechnung stellen dürfen.

        • Score: 3 Von pinky am Di, 14. April 2009 um 23:51 #
          >Hier steht aber explizit, dass keinerlei Gebühren verlangt werden dürfen

          Genau, und das macht den Code eben nicht komplett frei sondern unfrei!

          Wenn ich kein Geld verlangen darf, dann ist die Software nicht frei und auch nicht Open Source! Diese Lizenz war also weder frei (und schon gar nicht "komplett frei"), noch war sie Open Source! Das war/ist eine nicht-Freie Software Lizenz, proprietäre Software Lizenz, Closed Source oder unfrei(je nachdem welche Wortwahl dir am besten gefällt).

          • Score: 3 Von Pfennigwuchs am Mi, 15. April 2009 um 01:15 #
            Nach deiner Definition vielleicht. Übrigens Opensource!=Freie Software.
            • Score: 3 Von pinky am Mi, 15. April 2009 um 10:12 #
              >Nach deiner Definition vielleicht.

              Sowohl Open Source als auch Freie Software sind wohl definiert. Ich denke wir wissen alle hier wovon wir reden...

              >Opensource!=Freie Software

              Was die Menge der Software die sie beschreiben betrifft sind gilt: "Open Source == Freie Software"

              Das ist auch kein Wunder, wenn man sich die Geschichte der Begriffe ansieht:

              - Erst gab es die Freie Software Definition
              - Dann hat Debian den "Free Software Guide" (DFSG) geschrieben, eine praktische Anleitung für das Debian Projekt was Freie Software ist und was sie in ihrer Distribution akzeptieren.
              - Die Open Source Iniative (OSI) hat den DFSG kopiert, "Freie Software" durch "Open Source" ersetzt und die "Open Source Definition war geboren.

              Es wurde also ledigliche Begriffe ausgetauscht. Ähnlich wie z.B. Portmonai, Geldbeutel, Geldbörse... Alles verschiedene Begriffe, aber am Ende beschreiben sie das gleiche Objekt. Genauso beschreiben "Open Source", "Freie Software", "Libre Software", "FOSS", FLOSS" am Ende alle die gleiche Menge von Software.

            Score: 3 Von micha am Mi, 15. April 2009 um 11:42 #
            Wenn es so gesehen wird, dann ist jede Lizenz mit Einschränkungen nicht frei!
            Reine Definitionssache...

            Grüße
            micha

Score: 3 Von Waldmeister am Do, 16. April 2009 um 11:37 #
Ein schöner Überblick über die Vorgeschichte von Linux.

Ein paar Sachen sind mir aber beim Lesen aufgefallen:

- Xenix: das war nicht wirklich weniger kompatibel als andere Derivate. Das ursprüngliche Xenix stammt von V7 ab, 1BSD und 2BSD z.B. stammen noch von V6 ab. Spätere Xenix-Versionen haben auch immer wieder Teile von System V und BSD übernommen, genauso wie andere Unix-Abkömmlinge aus der Zeit.

http://www.levenez.com/unix/

Ich würde den Satz und die relativierende Fußnote komplett streichen.

Microsoft hat Xenix nur sehr kurze Zeit selber vermarktet, genauer bis zu dem Zeitpunkt, an dem IBM auf der Suche nach einem Betriebssystem bei ihnen fündig wurde. Angeblich gab es da starke Animositäten zwischen IBM und AT&T, dass IBM nicht wollte, dass sein primärer Betriebssystem-Lieferant noch ein anderes Betriebssystem im Programm hat, ebenfalls. Oder Microsoft wollte alle Kräfte auf das lukrativste Projekt (MS-DOS) konzentrieren.

Dass Microsoft die Entwicklungskosten nicht einfach so abschreiben will, ist wohl verständlich. Deswegen ist Xenix an SCO und andere Firmen lizenziert worden. Auch hat Bill Gates noch mehrere Jahre Unix als "next big thing" bezeichnet und einige der neuen Features in MS-DOS 2.x sind an Unix angeleht, z.B. Pipes, Directories oder Filehandles. All das gab es in CP/M nicht.

- BSD

Die Gruppe, die BSD heraus gebracht hat, war die Computer Systems Research Group (CSRG). Beim MIT wird ja auch das AI-Lab erwähnt. :-)

- AT&T

SunOS, HP-UX und Ultrix waren vom Kern her BSD-Abkömmlinge. Die zu erwähnen würde eher in das Kapitel "Weiterentwicklung von BSD" passen. Auch weil einige der Entwicklungen nicht bei der CSRG oder BTL/AT&T/USL entstanden, sondern z.B. NFS, NIS oder RPC bei Sun.

Minix ist 1987 entstanden, also 7 Jahre nach der Lizenzänderung von V7. Im Text klingt das, als würde das zeitlich enger in Relation stehen.

- "Das einzige freie Betriebsystem für 32-Bit-PCs war Minix"

Minix war nicht "freie Software", auch wenn Minix mit dem vollen Source geliefert wurde. Erst wesentlich später (2000?) wurde Minix unter eine "freie" Lizenz gestellt.

http://en.wikipedia.org/wiki/MINIX

Auch lief Minix 1.x im real mode des 8088/8086, d.h. kein virtueller Speicher, kein Speicherschutz.

Minix war aber immerhin relativ günstig, ein weiterer günstiger Unix-Clone (allerdings ohne Source) für den PC war Coherent. Unix-Derivate für den PC gab es damals auch reichlich, die wohl bekanntesten waren von SCO (SCO Xenix, SCO Unix) oder Interactive (386/ix).

http://en.wikipedia.org/wiki/Coherent_(operating_system)

  • Score: 3 Von Dirk Geschke am Fr, 17. April 2009 um 18:49 #
    > - Xenix: das war nicht wirklich weniger kompatibel als andere Derivate. Das ursprüngliche Xenix stammt von V7 ab, 1BSD und 2BSD z.B. stammen noch von V6 ab. Spätere Xenix-Versionen haben auch immer wieder Teile von System V und BSD übernommen, genauso wie andere Unix-Abkömmlinge aus der Zeit.

    Nun, die Quellen die ich gefunden habe legen aber genau das nahe, dass Xenix im wesentlichen auf einer älteren Unix-Version basiert während sich Unix anders weiterentwickelt hat wodurch die Inkompatibilitäten zu den System V und BSD-Versionen ins Spiel kamen.

    Z.B.: http://docstore.mik.ua/orelly/other/puis3rd/0596003234_puis3-chp-2-sect-1.html

    Xenix was based on AT&T's older System III operating system, although Microsoft and SCO had updated it throughout the 1980s, adding some new features, but not others.


    und weiter unten


    The first two versions of Unix to merge were Xenix and AT&T's System V. The resulting version, Unix System V/386, Release 3.12, incorporated all the functionality of traditional Unix System V and Xenix. It was released in August 1988 for 80386-based computers.


    oder


    http://tinyurl.com/u8dmr
    Later in 1987 Microsoft became worried that AT&T's newly-developed personal computer version of Unix might not run software applications originally written to run under Microsoft XENIX, so they asked AT&T to add some XENIX code to AT&T Unix in order to assure future compatibility. A deal was struck between the companies: AT&T agreed to include the Microsoft code, and to pay Microsoft a royalty for its use. The resulting version, UNIX System V/386, release 3.l2, incorporated all the functionality of traditional UNIX System V and XENIX.


    Aber es stimmt, man könnte die Zeile auch streichen, andere Unixe waren auch nicht sonderlich kompatibel. Den Link der direkt darauf beharrte, dass Xenix so auffällig nicht-kompatibel ist finde ich im Moment nicht...


    > Die Gruppe, die BSD heraus gebracht hat, war die Computer Systems Research Group (CSRG). Beim MIT wird ja auch das AI-Lab erwähnt.

    Stimmt, die Zeile sollte man noch einfügen.

    > > - "Das einzige freie Betriebsystem für 32-Bit-PCs war Minix"
    >
    > Minix war nicht "freie Software", auch wenn Minix mit dem vollen Source geliefert wurde. Erst wesentlich später (2000?) wurde Minix unter eine "freie" Lizenz gestellt.

    "frei" bezieht sich hier auf "frei von AT&T-Code und damit frei von AT&T-Lizenzen, nicht hinsichtlich freier Software". Das sollte man vielleicht durch eine Fußnote verdeutlichen. Aber ich denke es wird später im Text noch klar, dass Minix keine "freie Software" war.

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