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Thema: IT-Branchenverband BIKT gegründet

5 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
Score: 3 Von Kuhfladenparfait am Do, 16. April 2009 um 19:31 #
Noch mehr Lobbyisten. Deutschland hat schon mehr als genug davon, die unser Land imer mehr lahmlegen
(sperrige Gesetze schreiben, Preise 'raufjubeln) und dummes Zeug reden (FK-Mangel der BITKOM, VDI,
DIHT). Und jetzt auch noch die? Vielleicht sollte man wirklich alle Parteinen auflösen und nur Lobbyisten-
gruppen und Interessengruppen wählen.
  • Score: 3 Von Anonymous am Do, 16. April 2009 um 22:30 #
    Da man das Lobbyunwesen nicht abschaffen kann und es schlimm wäre, diesen Leuten komplett das Feld zu überlassen, bleibt nur, den Scheiss mitzumachen und auch eine Lobbyorganisation zu gründen.

    Der einzige Weg, alternativen Ansichten Gehör zu verschaffen.

Score: 3 Von Stenley am Do, 16. April 2009 um 21:23 #
> Auch patentverein.de, ein Verein der sich für Patente, aber gegen Trivialpatente und
> gegen Missbrauch im Patentwesen einsetzt, ist im BIKT vertreten.

Bei Software bin ich generell gegen Patente (genauso wie bei Tieren und Pflanzen).

Das Problem bei Softwarepatenten ist, daß sie
1. maximal 5 Jahre laufen dürften, da der Computermarkt sehr schnellebig ist. Jedoch braucht die Genehmingung des Patents vom Patentamt schon immer ca. 1 Jahr
2. Kann es bei Softwarepatenten nur ein Schwarz oder Weiß geben (für oder gegen Softwarepatente). Bei den Grautönen ist es dann schon wieder zu subjektiv. Was gilt gerade noch als Trivialpatent und was nicht mehr? Die Übergänge sind fließend.
Jemand, der sich besonders mit dem Thema A befasst aber kaum mit Thema B, wird Softwarepatente im Bereich A wohl auch schneller als Trivialpatent bezeichnen als die im Bereich B.
3. Gibt es noch immer für Entwickler das Problem, daß sie nachgucken müssen, ob ihr gerade erstelltes Programm kein Patent verletzt. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, daß jemand eine patentierte Idee, die nicht als trivial gilt, von jemand anderem unabhängig neuerfunden wird?

  • Score: 3 Von Anonymous am Do, 16. April 2009 um 22:41 #
    Das ist eines der Geheimnisse des Patentwesens und des Urheberrechts:

    Die Zeiten werden immer schnellebiger, die Technikzyklen immer kürzer (in der IT sind es eher 3 Jahre als 5 Jahre) , aber die Patentdauer bleibt bei 20 Jahren.

    Und im Urheberrecht werden die Fristen jedesmal verlängert, wenn ein wirtschaftlich bedeutendes Unternehmen betroffen wäre (z.B. Disney oder die Plattenfirma von Cliff Richards).

    Offenbar geht es gar nicht um zeitlich begrenzten Investitionsschutz für Erfinder (der den technischen Fortschritt fördern soll), sondern darum, den großen, einflußreichen Mitspielern die Konkurrenz vom Leibe zu halten.

    Score: 3 Von Marco Schulze am Sa, 18. April 2009 um 01:26 #
    Der patentverein.de ist auf klassische Patente fokussiert, also auf die Bereiche Chemie, Mechanik etc. und nicht auf den Software- oder Bio-Bereich.

    Wie aus seiner Pressemitteilung - http://xrl.in/219c - klar hervorgeht, wendet sich der BIKT klar und deutlich gegen Software-Patente:

    > In dieser [seiner Stellungnahme beim EPA] legt er ausführlich dar, dass die Erteilung softwarebezogener
    > Patente einen verfassungsrechtlich nicht zu rechtfertigenden Eingriff in die Verwertungsrechte von
    > Softwareentwicklern darstellt. Die Erteilung derartiger Patente ist demnach grundsätzlich nicht zulässig.

    Im Gegensatz zu einem anderen wohlbekannten Branchenverband, der massgeblich von Grosskonzernen beeinflusst wird, positioniert sich der BIKT also eindeutig im Sinne von kleinen und mittelstaendischen Unternehmen.

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