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Mo, 11. Mai 2009, 08:40

Software::Distributionen::BSD::FreeBSD

FreeBSD-Statusbericht für Januar bis März

Die FreeBSD-Entwickler haben die Arbeit der letzten drei Monate im neuesten Statusbericht zusammengefasst.

Nachdem FreeBSD 7.2 Anfang Mai freigegeben wurde, arbeiten die Entwickler nun parallel am nächsten Update 7.3 und an der kommenden Version 8.0, die im September erscheinen soll, und darüber hinaus.

Die Arbeiten an BSD-lizenzierten Textverarbeitungs-Programmen wurde fortgesetzt. »grep« wurde fertiggestellt und soll viel kleiner als die GNU-Version sein. Eine völlig neu geschriebene Version von »sort« ist noch nicht fertiggestellt.

Zusammen mit den LLVM-Entwicklern wurde daran gearbeitet, GCC durch Clang zu ersetzen, ein neues C- und C++-Frontend von LLVM. Neben der BSD-Lizenz soll der Compiler eine höhere Geschwindigkeit und weniger Speicherbedarf als GCC aufweisen, aber zu GCC kompatibel sein. Das FreeBSD-Projekt testet zur Zeit, ob Clang anstelle von GCC als System-Compiler zum Einsatz kommen kann. Während die C++-Unterstützung als unausgereift betrachtet wird, kann der Compiler bereits 99% des Basissystems compilieren. Der FreeBSD-Kernel ist nach Angaben des Teams compilierbar und läuft.

Im Kernel wurde der mmap-Aufruf erweitert. Dies geschah insbesondere im Hinblick auf die Anforderungen von Grafiktreibern und DRM in X.org. Der 64-Bit-Nvidia-Treiber soll mit diesen Änderungen lauffähig gemacht werden. Auch die Implementierung von DTrace wurde an einigen Stellen erweitert.

OpenBSM, eine freie Implementierung des Basic Security Module von Sun, wurde in Version 1.1 veröffentlicht und soll in den nächsten Versionen von FreeBSD enthalten sein. OpenBSM ist ein Audit-Subsystem, es ermöglicht also die Aufzeichnung aller Systemaufrufe, um diese später, beispielsweise nach einem Einbruch ins System, analysieren zu können.

Eine Sammlung von Tools und Skripten, die Informationen über das laufende System ausgeben, wurde im Rahmen einer Bachelor-Arbeit entwickelt und unter dem Namen Sysinfo veröffentlicht. Eine Portierung von VirtualBox wurde begonnen.

Das MAC-Framework von TrustedBSD soll nun in FreeBSD übernommen werden. Dazu wurde die Geschwindigkeit gesteigert, so dass das Nutzen von MAC-Richtlinien den Rechner nicht so sehr ausbremst. Mit MAC (Mandatory Access Control) lassen sich die Rechte von Benutzern und Anwendungen enger einschränken als mit dem herkömmlichen Rechtesystem und damit die Systemsicherheit verbessern.

Das Bugbusting-Team war weiter damit beschäftigt, eingehende Fehlermeldungen zu klassifizieren und zu bearbeiten. Die Zahl der offenen Fehler blieb bei etwa 5600. Diese Zahl umfasst allerdings neben dem Basissystem das gesamte Ports-System.

FreeBSD 8.0 wird erstmals Unterstützung für den PowerPC G5 im 64-Bit-Modus mitbringen. SPARC64 mit der Unterstützung von UltraSparc III und neueren Chips wurde dagegen schon mit FreeBSD 7.2 veröffentlicht.

Das niederländische Dokumentations-Projekt erreichte einen Meilenstein, als es im Januar die Übersetzung des FreeBSD-Handbuchs fertigstellte. Das deutsche Dokumentations-Projekt konnte im Februar das FreeBSD-Entwicklerhandbuch fertigstellen. Die Übersetzung des FAQs wurde in weiten Teilen aktualisiert. Die deutsche Übersetzung der FreeBSD-Webseite wird ständig aktuell gehalten. Auch das ungarische Dokumentations-Projekt hat bereits große Teile der FreeBSD-Webseite übersetzt.

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Kommentare (Insgesamt: 10 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re: Warum nicht PCC? (Daniel Seuffert, Mo, 11. Mai 2009)
Re[2]: LLVM && CLANG (......, Mo, 11. Mai 2009)
Re: LLVM && CLANG (......, Mo, 11. Mai 2009)
Re[2]: Warum nicht PCC? (AusKenner, Mo, 11. Mai 2009)
Re: Warum nicht PCC? (Lars, Mo, 11. Mai 2009)
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