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Mi, 13. Mai 2009, 10:59

Gesellschaft::Politik/Recht

Petition zur Einführung von IPv6 gestartet

Seit dem 11. Mai bietet eine neue Petition allen Mitzeichnern die Möglichkeit, das neue Internetprotokoll IPv6 zu unterstützen.

Unter dem Titel »IPv6 für alle« werden Unterschriften gesammelt, mit deren Hilfe nach Abschluss der Petition offene Briefe an populäre Internetserviceprovider verschickt werden sollen.

IPv6 ist seit langem Standard und alle modernen Betriebssysteme bringen es von Haus aus mit. Eine erste Implementierung von IPv6 im Linux-Kernel gab es bereits im Jahre 1996. Obwohl die Betriebssysteme IPv6 nun verstehen, setzt es sich nur sehr langsam durch. Dabei wird es immer wichtiger: Schätzungen zufolge wird die Organisation IANA 2011 die letzten Blöcke des alten Internetprotokolls IPv4 vergeben können. IPv4 bietet einen Adressraum für etwa vier Milliarden IP-Adressen. Die zunehmende Nutzung internetfähiger Geräte etwa im mobilen Bereich sorgt dafür, dass diese bald aufgebraucht sein werden.

Die Folgen dieses Mangels sind bereits heute spürbar: Techniken wie NAT ermöglichen zwar die Nutzung weiterer Geräte über eine gemeinsame IPv4-Adresse, schaffen aber zusätzliche Probleme beim Einsatz von VoIP- oder anderen serverartigen Anwendungen, die auf Verbindungen von außen angewiesen sind. Der große Adressraum von IPv6 - mit Platz für rund 340 Sextillionen Adressen - schafft hier die Möglichkeit, jedem internetfähigen Gerät eine eindeutige Adresse zu geben. Daneben bietet IPv6 weitere Vorteile, etwa ein festes Header-Format, Autokonfiguration und Mobile IPv6.

Die Petition »IPv6 für alle« steht allen Interessierten zur Verfügung; bis zum 12. Juli 2009 kann mitgezeichnet werden.

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