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Do, 14. Mai 2009, 13:20

Software::Video

VLC Media Player bereitet erstes Release vor

Mit der Freigabe des ersten Release-Kandidaten von Version 1.0 bereiten sich die Entwickler des freien Media-Players »VLC« auf die Freigabe einer stabilen Version der Anwendung vor.

Shooke/Wikimedia.org

Der VLC Media Player wird seit 1999 vom VideoLAN-Team entwickelt und stellt einen Teil der kompletten Streaminglösung des Teams dar. Ursprünglich wurde die Applikation unter dem Namen VideoLAN Client entwickelt. Seit dem 1. Februar 2001 steht der VLC Media Player unter den Bedingungen der GNU General Public License und kann somit kostenlos verbreitet und von jedermann verbessert werden.

Die Applikation bietet eine breite Unterstützung für viele Formate (z.B. MPEG 1/2/4, DivX, WMV, DV, Ogg/Vorbis, AAC, etc.) und beherrscht auch die Wiedergabe von VCDs und DVDs. Außerdem kann die Applikation Streams abspielen und als Server arbeiten. Dabei unterstützt VLC verschiedene Protokolle und kann Streams in einem Netzwerk bereitstellen. Geschätzt wird der Player von vielen Anwendern vor allem durch die hohe Kompatibilität mit einer Vielzahl von Formaten und Codecs, wodurch er beinahe alles wiedergeben kann.

Mit der Freigabe des ersten Release-Kandidaten nähert sich VLC nun nach knapp 10 Jahren Arbeit einer stabilen Version. Die auf den Codenamen »Goldeneye« getaufte Testversion bietet eine verbesserte Navigation, unter anderem auch Frame-by-Frame-Playback, feinere Geschwindigkeitssteuerung, sofortige Aufnahme von allen Medien, Timeshift und Korrekturen bei Untertiteln. Ferner haben die Entwickler dem VLC Media Player neue AES3-, Dolby Digital Plus-, True HD/MLP-, Blu-Ray Linear PCM- und Qualcomm PureVoice-Decoder spendiert. Der Real Video 3.0- und 4.0-Dekoder wurde weiter verbessert.

Zu den weiteren Neuerungen von VLC Media Player 1.0.0 RC1 gehört die Unterstützung von Dirac, MLP und RealVideo in Matroska-Dateien. Ein neuer Raw-Audio-Demuxer bietet nun auch einen Support für PCM-Streams. Ab sofort ist es auch möglich, sich an einem Darwin Streaming Server zu authentifizieren. Unter Linux wurde darüber hinaus die Möglichkeit geschaffen, mit gzip oder bzip2 komprimierte Dateien direkt abzuspielen. Des weiteren wurde DVB-Scanning eingebunden und die Integration in GTK+-Umgebungen verbessert. Experimentell unterstützt der VLC Media Player nun auch Blu-Ray Disc und AVCHD-Verzeichnisse. Das cdda-Modul bietet nun auch eine Unterstützung für CD-Text. Eine Liste aller Änderungen kann dem ausführlichen Changelog entnommen werden.

Zeitgleich mit der Freigabe von VLC Media Player 1.0.0 RC1 hat das Team einen Skins-Wettbewerb angekündigt. Gesucht wird noch bis zum 29. Mai ein neues Aussehen für die Applikation. Entsprechende Skins können mit Hilfe des VLC Skin Editors erstellt werden, der außer für Windows auch in einer Linux- und Unix-Variante verfügbar ist. Über das endgültige grafische Aussehen soll die Gemeinschaft zwischen dem 29. Mai und dem 1.Juni entscheiden, wobei die Entwickler für sich ein Veto-Recht beanspruchen. Weitere Informationen finden interessierte Künstler auf der Seite des Projektes.

Der VLC Media Player 1.0.0 RC1 steht ab sofort in einer Testversion auf der Projektseite zum Download bereit. Neben Binärpaketen für Windows ist auch der Quelltext verfügbar.

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