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Di, 19. Mai 2009, 08:45

Software::Netzwerk

Postfix 2.6 freigegeben

Die Entwickler des freien Mailservers Postfix haben Version 2.6.0 mit mehreren Verbesserungen freigegeben.

Postfix ist unter den freien Mailserver-Programmen eines der jüngsten. Es wurde Ende der 90er-Jahre von dem Universitätsprofessor und Sicherheitsexperten Wietse Venema entwickelt. Sicherheit und geringe Code-Größe waren von Anfang an die wichtigsten Entwicklungsziele. Da Postfix darüber hinaus eine hohe Geschwindigkeit erzielt und relativ einfach zu konfigurieren ist, ist es mittlerweile sehr beliebt.

Die hauptsächliche Neuerung von Postfix 2.6.0 ist die Möglichkeit, mehrere Instanzen von Postfix auf einem Rechner laufen zu lassen. In vielen Situationen ist es möglich, alle Aufgaben der Annahme, Zustellung, Weiterleitung und Versendung von Mail von einer einzigen Postfix-Instanz erledigen zu lassen. Man kann die Aufgaben aber auch auf mehrere Instanzen verteilen, wodurch jede Instanz eine einfachere und angepasste Konfiguration haben kann und die Berechtigungen besser eingeschränkt werden können. Was bisher nur durch den Einsatz mehrerer Rechner möglich war, ist nun mit Hilfe des Programms postmulti auch auf einem einzelnen Server möglich.

Den Entwicklern zufolge ist Postfix seit Version 2.3 vollständig, was seine Mail-Funktionalität betrifft. Seither liegt der Schwerpunkt neuer Versionen auf der Verbesserung des Codes und der Dokumentation sowie der Anpassung an neue Umgebungen. Dementsprechend sind die weiteren Änderungen in Version 2.6.0 nicht allzu groß. So wird im TLS (SSL)-Protokoll jetzt die Verschlüsselung mit elliptischen Kurven unterstützt, wenn OpenSSL 0.9.9 oder neuer verwendet wird. Das als nicht mehr sicher geltende Protokoll SSLv2 wird vom SMTP-Client standardmäßig nicht mehr benutzt.

Der Milter-Client unterstützt nun alle Milter-Aufrufe von Sendmail 8.14. Postfix passt sich jetzt automatisch an die aktuelle Lastsituation des Servers an, was früher explizit aktiviert werden musste. Wenn Postfix eine Überlastung des Servers feststellt, kann es nun vorübergehend die Timeouts und die Grenzen für Fehler reduzieren.

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