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Fr, 5. Juni 2009, 13:21

Software::Systemverwaltung

Neuer Statusbericht des Linux-Treiber-Projektes

Greg Kroah-Hartman hat nach einem Jahr einen neuen Statusbericht zum Linux-Treiber-Projekt veröffentlicht, in dem er das Projekt als vollen Erfolg bezeichnet.

Vor über einem Jahr stellte Kroah-Hartman das Projekt noch nicht als so rosig dar. Erst wenige Treiber waren entstanden und das Projekt schien noch nicht so richtig angelaufen zu sein.

Das Linux-Treiber-Projekt entstand aufgrund der verbreiteten Ansicht, dass es zu wenig Treiber für Linux gebe. Schnell stellte sich aber heraus, dass diese Ansicht seit Jahren überholt ist. So stellt Kroah-Hartman auch im aktuellen Bericht fest, dass Linux nahezu jede Hardware unterstützt und fast alle wichtigen Hersteller Linux-Treiber anbieten. Daher verlegte das Projekt im letzten Jahr den Schwerpunkt auf die Vermittlung von Wissen über Treiberentwicklung sowie die Unterstützung und Zusammenarbeit mit Firmen, die Treiber entwickeln wollen.

Auch das Ziel, neue Treiber zu schreiben, wurde nicht vernachlässigt. Im letzten Jahr entstanden so zahlreiche neue Treiber, von denen viele bereits im offiziellen Kernel sind. Weitere sind in Arbeit. Derzeit gibt es im Schnitt zwei neue Anfragen im Monat von Firmen zur Entwicklung von Treibern. Diese Arbeit wird fortgesetzt, die Vorgehensweise soll aber etwas modifiziert werden. Wie, wird auf der Mailingliste noch diskutiert.

Das Ziel, die Treiberentwickler in den Firmen auszubilden, war laut Kroah-Hartman einigermaßen erfolgreich. Es besteht ein hoher Bedarf an Leuten mit Treiber-Kenntnissen, der momentan noch nicht voll gedeckt werden kann. Kroah-Hartman hofft, dass die neuen Schulungen der Linux Foundation hier weiterhelfen werden.

Das Ziel, die Entwicklung offener zu gestalten, wurde erreicht und war laut Kroah-Hartman noch erfolgreicher als erhofft. Die frühe Aufnahme von unfertigen Treiber in ein separates Unterverzeichnis im Kernel-Quellcode bietet viele Vorteile. Zum einen können Anwender, die die Treiber dringend benötigen, sie früher und leichter erhalten. Zudem haben die Interessenten nun reichlich Gelegenheit, die Treiber zu verbessern und zusammenzuarbeiten.

Kroah-Hartman, der seine gesamte Arbeitszeit bei Novell dem Projekt widmet, will es wie bisher fortsetzen. Das bedeutet, dass die Entwickler mit jeder Firma zusammenarbeiten werden, die Treiber für ihre Hardware benötigt. Dies kann in der kostenlosen Entwicklung der Treiber oder im Einbringen bereits vorhandener Treiber in den Kernel bestehen. Das separate »staging«-Unterverzeichnis im Kernel wird beibehalten. Die Ausbildung von Unternehmen und Entwicklern sowohl zum Verfahren als auch zu technischen Fragen der Treiberentwicklung wird weitergehen.

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